Seite - 355 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Bild der Seite - 355 -
Text der Seite - 355 -
355
-ten die „Abhandlungen der königl. böhm.
Gesellschaft der Wissenschaften" von ihm:
„Ohemische UnterZnchnng t>e5
mn Hllnenstrin in Vöhmrn" (VI . Bd. 1818);
ersuchung des dichten thllnigen
z in Nähmen" (V.Bd.)
und in Graumanns „Darstellung der
Heilquellen von Franzensbad bei Eger"
ist der 4. Abschnitt, worin die Frage er-
örtert wird: ob natürliche Mineralwässer
durch künstliche ersetzt werden können,
von F. verfaßt.
Ielinel (Karl Dr.), Das ständ.-pMtechnische
Institut in Prag (Prag 1856, Haase, 8°.)
S. 209. — Abhandlungen der königl. böhm.
Gesellschaft der Wissenschaften (Prag, 4".)
VI. Bd. S. 12. — Erneuerte vaterländische
Blätter, herausg. von Dr. Franz Sartori
(Wien, 4°.) 1819, Nr. 226.
Freystädter, Franz Jakob (Musi<
ker, geb. in Salzburg in der zweiten
Hälfte des vorigen Jahrhunderts, gest. in
Wien 1841). Wurde von Mozart in
der Musik unterrichtet, und lebte seit 1790
in Wien, gleichfalls Unterricht in der
Musik ertheilend. Als Claviermeifter hatte
er in angesehenen Häusern Lectionen, ver>
lor sie aber seines heftigen Temperamen-
tes wegen und gerieth zuletzt in solche
Dürftigkeit, daß er in einem Versor-
gungshause seine letzte Zuflucht suchen
mußte. Ein Gegner Salieri 's, war
er ein enthusiastischer Bewunderer Mo-
zarts, aus dessen Leben er viele Züge
zu erzählen wußte. Gerber zählt seine
Compositionen auf; es sind Lieder, So-
naten, Terzetten u. d. m., darunter: „Nie
Nelagrrnllg Belgrads, iür Ulauirr und Violine"
(Wien 1791, Mollo); — „3er MiMgs-
, Mittag llnd Abend, o /antan» Fes il
(Wien 1791, Hoffmeifter);
m.ia non. mi gsitiats" 5 — ^tvcls o« 40
^ai-iatio»tH inHt»-«<:tive5 I>. ^/ ." . — Ha-
ckel in den unten in den Quellen ange-
gebenen „Erinnerungen", worin er eine
pikante fesselnde Charakteristik F.'s ent- wirft, erwähnt noch rühmend seine mo-
dulirten Begleitungen zu den Charwochen-
Lamentationen, welche
sich im Besitze des
Musikalienhändlers A. Diabell i be-
fanden.
Allg. Wiener Musikzeitung, herausg. von Aug.
Schmidt (Wien, 4°.) 1842 (II. Jahrg.) Nr.
121: „Erinnerungen", von Ant. Hasel. —
Gerber (Ernst Ludwig), Neues hist.-biogr.
Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1812, Kühnel,
gr. 8".) II. Bd. Sp. 198 lerscheint daselbst
unter dem Namen Frevftädtler und wirb
Wien als sein Geburtsort genannt; Hackel
in der Allg. Wiener Musikzeitung nennt aber
F. einen Landsmann Mozarts).
Fridvalszly auch Frivaldsky, Em-
merich (Naturforscher und Arzt, geb.
zu S.-A.-Ujhely im Jahre 1799). Die
Schulen besuchte er zu Erlau, Kaschau
und Pesth. In naturwissenschaftlicher
Beziehung hatte er viele Reisen in Un-
garn, dessen damaligen Nebenländern, in
die Türkei, in Klein-Asicn, Malta, Sici-
lien und in die übrigen Staaten Italiens
unternommen. Zum Custos des Natu-
ralien - Cabinettes in Pesth ernannte ihn
imI. 1847 der Erzh. Palatin Stephan.
Er hat zahlreiche naturwissenschaftliche
Artikel im „0lv03i lär ' , d. i. Medici-
nisches Magazin, und in den Jahrbüchern '
des ungar. naturw. Vereines veröffent-
licht. Selbständig erschien seine
1823, 8°.). Die Beschreibung seiner Nei-
sen hat er der ungar. Akademie vorgelegt.
In Anbetracht seiner Verdienste hat ihn
diese im Jahre 1833 zu ihrem corre-
spondirenben, 1838 zu ihrem ordent-
lichen Mitgliede ernannt. Er steht mit
den meisten ausländischen Gelehrten in
fortwährender Verbindung und hat so-
wohl in-, als auch ausländische Samm-
lungen durch Beitrage seiner eigenen
Funde bereichert.
H/ ^akab 66 Danielik ^ö-se/, d. i. Ung.
Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschrei-
bungen. Von Jakob Ferenczy und Joseph
23*
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon