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Heilmittel in vielen KrlltilcheitZfllrmrn" (Wien
1845), worin F. eben die Einführnnc
der Kaltwafser-Heilmethode, welche e
wirklich seit mehr denn 30 I . praktisch
betrieben hatte, für sich geltenb machte.
Frankl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter 1845
(IV. Jahrg.) S. 516. — 1846 (V. Jahrg.)
S. 143. — Adelstands-Diplom vom 8. Oct.
1824. — Wappen. Gevierteter Schild. 1 in
Blau eine weißgekleidete Jungfrau mit flie-
«gendcni schwarzem Haar, einen Lorbeerkranz
auf dem Kopfe, in der Rechten eine natür-
liche aufrechte Schlange, in der Linken einen
mit den Spitzen aufwärtsgekehrten Halbmond
Z in Gold zwei ineinander geschlossene Hände,
deren Arme in graues Gewand gekleidet sind.
3 in Gold auf grünem Boden ein hoher
schroffer Felsen, aus dessen Mitte ein Wasser
herabströmt ^sein Heilverfahren mit kaltem
Wasser symbolisirend). 4 im blauen Felde
zwei goldene gebundene Korngarben. Auf dem
Schilde ein rechtsgekehrter Turnierhelm mit
Krone, auf welchem sich ein einfacher schwar-
zer Adler erhebt, mit rechtsgekehrtem Kopfe,
ausgeschlagener rother Zunge und ausgebrei-
teten Flügeln, mit dem Schweife fo aus der
Krone hervorwachsend, daß seine Füße nicht
sichtbar sind.
Fröhlich auch Frölich, Erasmus (G e-
schichtforscher, Bibliothekar und
Priester der Gesellschaft Jesu, geb. zu
Graz 2. Oct. 1700, gest. zu Wien 8.
Juli ftieses Datum gibt das Wiener
Diarium au^ 1758). Trat jung in den
Orden der Gesellschaft Jesu, studirte zu
Gratz, Leoben uud Wien, und lehrte nach
abgelegter Ordensregel zu Klagenfurt
und Wien Mathematik, Geschichte nnd
Münzkunde. Seine Klosterbrüder P.
Christian Ed schlag er, der auf seinen
Missionen in der Türkei und Griechen-
land viele antike Münzen gesammelt und
P. Karl Granelli, der Beichtvater der
verwitweten Kaiserin Amalie, .weckten
in F. die Liebe für die Numismatik, der
bald in dieser Wissenschaft wie in der
Geschichte auf einer Stufe stand, die ihm
uuter den Numismatikern und Geschicht-
forschern eine ehrenvolle bleibende Stelle
anweist. Im I . 1746 übertrug ihm die große Maria Theresia das Lehramt
der Geschichte, Archäologie, Diplomatik,
Wappenkunde und griechischen Sprache
an der nach ihr benannten theres. Nitter-
Akademie und zugleich die Stelle eines
Bibliothekars der Anstalt. An dem regen
wissenschaftlichen Eifer, der damals in
Wien herrschte, hat F. wesentlichen An-
theil; mitseinem Freunde, dem berühmten
Astronomen Hell, betrieb F. die Aüro-
nomie, mit Iamerai D ü v a l (s. d. III. Bd.
S. 401) und seinem Ordensbruder Ios.
Khell arbeitete er untcr des General-
Schatzmeisters De France (gest. 1761)
Oberleitung am Kataloge der antiken
Münzen des kaiserl. Cabinetes, der als
Resultat der vereinten geistigen Kräfte
unter dem Titel: ^
1755, ^rattnei-, I?0l.), in 2 Bänden (a
I. Bd. 25, II. Bd. 112 m. K. N. enthält).
Mergl. Ebert Bibl.Ler. Nr.14955^ er-
schien; F. war es, der Joseph Eckhcl'n
(s. d. III. Bd. S. 423) zur Münzkunde,
Michael Denis (s. d. III. Bd. S. 233),
zur Literaturgeschichte anregte; auf dessen
Vorstellung sich Graf Coronini und
Georg Pray die Geschichte ihres Vater-
andes, ersterer jene vonGörz und Istrien,
etzterer jene von Ungarn zum Vorwurfe
hrer Behandlung wählten, und so die
Geschichtschreiber der genau uteu Länder
wurden. Segensreich wirkte F., der
übrigens selbst durch seine Werke die Ge-
chichte von Kärnten, Kraiu, Steiermark,
Tyrol beleuchtet und in der Numismatik
rhebliche Arbeiten geliefert hatte, auf
>ie seiner Leitung anvertraute Jugend,
dieser so wie der Wissenschaft, in der
!r im In- und Auslande als einer der
geachtetsten Koryphäen glänzte, wnrde F.
m Alter von 53 Jahren entrissen. Die
ahlreichen Schriften F.'s sind: „
1733, 8°.);
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon