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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 382 -
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332 Weidlina, bei Wien 15. Aug. 1811). Studirte in Wien die Rechte, widmete sich anfänglich der Advocatnr, trat aber 1764 als Fiscaladjnnct in österr. Staats- dienste, wnrde 1768 Ratb, 1771 Hostam- mer-Precurator, 1772 Rath bei dem niederösterr. Appellations - Gerichte und wenige Monate später Hofrath bei der obersten Iustizstelle. 1811 trat er uach 46jä'hriger Dienstleistung in den Ruhe- stand. In Folge seiner unter 4 Regenten im Staatsdienste erworbenen Verdienste erhielt er am 6. Oct. 1785 den Ritter- stand und 1808 den St. Stephansorden. Als Referent bei der zur Bearbeitung der neuen Gesetze aufgestellten Iustiz- Compilations-Hof-Commission hatte F. wesentlichen Antheil an der nachmals erschienenen Gerichtsordnung. Auch wid- mete sich F. der Cultur der Seide und erzeugte der Erste in seinem Garten in der Rossau ldem ehemaligen Iesuitenhof) größere Quantitäten Seide und legte mehrere Anpflanzungen von Manlbeer- bä'umen an; ebenso machte er sich um die Veredlung der Neben in Grinzing ver- dient, wo er in scinem Garten zuerst bessere Sorten aus den südlichen Theilen der Monarchie mit Erfolg anpflanzte. Froidevo siarb i:n hohen Alter von 76 Jahren. Qeftr. National-Encytlopädie (von Gr äffer u. Zzilann), (Wien 583ö) II. Bd. S. 235. — Nitterstands - Diplom vom 6. Oct. 1785. — Wappen. Ein aufrechtstehender gevierteter Schild. 1 u. 4 im schwarzen Felde zwei rechts schief übereinanderliegende ftufenartige silberne Balken; 2 u. Z im goldenen Feld mittendurch ein rother Querballen mit fünf goldenen Sternen belegt. Auf dem Schilde zwei gekrönte nach einwärts gelehrte Helme. Aus dem vor- dern erhebt sich ein links gewendetes schwarz gekleidetes Männlein ohne Hände und Füße, die Stirn mit einem zurückfliegenden rothen Bande umgeben, den Leib mit den Silber- ballen von 1 u. 4 belegt. Auf dem hinteren Helme ein mit der Sachse linksgetehrter gol- dener Adlerfiügel mit dem goldgestcrnten rothen Querbalten von 2 u. 3 belegt. Froloff- Vagreeff- Sperausty, Eli- sabeth Gräfin von (Schriftstel lerin, geb. 1799, gest. zuWien4.April 1857). Sie, ist die Tochter des durch seine denk- würdigen Schicksale bekannten russischen Grafen Michael SPeransky, der sich ans niederem Stande zu den höchsten Aemtern emporgeschwungen hatte, dnrch eine falsche Anklage in Verbannung ge- rieth, in die ihm seine Tochter Elisabeth folgte, und später, als seine Unschuld zu Tage kam, General-Gouverneur von Penso wurde. Um diese Zeit vermalte sich Elisabeth mir Herrn vou Froloff- Vagr^eff, aus welcher Ehe ein Sohn und eine Tochter hervorgingen. Später übersiedelte sie uach Petersburg, wohin ihr Vater berufen worden war, uud lebte da im Kreise der bedeutendsten Staats- männer , Schriftsteller und Künstler und schloß mit Puschkin eine Freundschaft, die erst der Tod löste. Als 1839 Graf SPeransky starb, begab sich Elisabeth nach Deutschland, von wo sie auf ihre Güter in die Ukraine zurückkehrte und sich der Erziehung ihrer Kinder widmete. Anf die' schmerzlichste Weife verlor sie ihren Sohn, der Militär geworden und als er das Leben eines Freundes verthei- digte, von der Haud eines betrunkenen Cameradeu fiel. I n der Religion fand die tief erschütterte Frau Trost und in dieser Stimmung führte sie die Wallfahrt zum heil. Grabe aus, indem sie znvor ihre Tochter Mar ia mit dem Fürsten Kantakuzeno vermalt hatte. Anderthalb Jahre brachte sie auf ihrer Pilgerfahrt zu, kehrte dann auf ihre Güter uach Ruß- land zurück, wo sie durch Verbesserungen mannigfacher Art und durch Errichtung wohlthätiger Anstalten vielen Segen stif- tete. Im I . 1850 verließ sie aber ihre Heimat, übersiedelte uach Wieu und schlug daselbst ihren bleibenden Wohnsitz auf. In diese Zeit ihres Aufenthaltes in Wien und also schon in höheren Jahren, fällt ihr
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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