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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 393 -
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393 erhobenem Schweife. 1 und 4 in Blau zwei aufrechtstehende silberne Garben. 2 und 3 in Silber zwei rothe Pfähle. Dcn Schild deckt die Grafenlrone, worauf vier gefrunte Helme -stehen, der rechte trägt einen schwarzen offenen Flug. dcr zweite eine von Gold u. Schwarz geviertete Admiralsflagge an goldenem Fah- nensiocke, aus dem dritten wächst zwischen zwei von Silber und Blau qncrgethcilien Büffelhörnern mit gewechselten Tincturen der rechtsgelehrte rothe Fuchs des Herzschildeö hervor und auf dem linken Helme stehen drei einwärtsgebogene Straußenfedern, die mittlere silbern, die äußeren roth. Schildhalter. Zwei aufrechtstehende auswärtssetzende, mit Hermelinmänteln bekleidete Füchse mit aus- gcschlagenen Zungen, erhobenen Schweifen. — Vergl. über die Familie: lKneschlc, Ernst Heinrich Dr.) Deutsche Grafcnhänser der Gegenwart (Leipzig 1852, Engelmann, 8°.) I. Bd. S. '^47. — Oestr. Nat-^Encyklopädie (vonGräffer u. Czikaan), (Wien 1835) II. Vd. S. 239. — VI. Bd. u. Suftpl. S. 440. —Berg mann (Ios >, Medaillen auf berühmte u. ausgezeichn. Männer des ö'str. Kaiscrstaates vom 16.—19. Jahrh. (Wieni344u f.,Tendier, 4".). Erwähnt mehrere Glieder dieser Familie. Fnchs, Wilhelm (Geognvst, ged. zu Leutschau 1802, gest. zu Belgrad 28. Iän. 1853). Sohn des Pastors und Superintendenten Johann Samuel F. (s. d. S. 391). Besuchte die Schule sei- ner Vaterstadt, an der Lumnitzer chä- tig war und das Gymnasium in Lemberg, wo sich seine Liebe für die Naturwissen- schaften entwickelte. Nach seiucs Vaters Tode (1817) kehrte die Mutter mit ihren 8 Kindern nach Le.nschau zurück, wo die beschränkten Vermögensverhältrüsse zur Wahl eines Berufes drängten, der bald ein Brod geben sollte. F. trat somit 1819 in eine Apotheke, diente mehrere Jahre als Gehilfe, und hörte 1826 in Wien den pharmaceutischen Curs. Mit Vorliebe trieb er nun Botanik uud Chemie, aus letzterer am 17. Iänn. 1829 das Doeto- rat erlangend. Als Iuaugural-Disser- tation gab er eine Analyse der Brenn- berger Brannkohle heraus. I n Wien ge- wann F. bald das Wohlwollen manches Gelehrten und war ein gern gesehener Gast im Hause des Freih. von Iacqu in , dessen Einfluß wohl zunächst wirksam ge- wesen sein mochre, als F. in Gemeinschaft mit Oi-. Ladislaus von Kra lov as;ky, die Herausgabe der .."loi-a. äcknoädki'- - g-ünsis" alö llk!-d2.i^u.n vivuiü begann, welches Werk jedoch, wohl ob Mana,l an gehörigen Mitteln, nur bis zum 5. Hefte gedieh. F. kehrte nun zu seineu pbarmcc. Studien zurück. ImI.1829 auf einerReise nachEperies begriffen,verweilte er längere Zeit in Schcmnitz, wo ihn das dortige Bergmanns-Leben so fesselte, daß er, un- geachtet sein Körper diesem schweren Dienste nicht gewachsen schien, doch im Herbste 1832 die Akademie in Schemnitz besuchte, nachdem ei mittlerweile fleißig Mineralogie unter Mohs studirt hatte. Vorbereitet wie er war, beendigte er den 3jähr. Curs zu Schemnitz in Einem Jahre. Nun kam er 1834 als Praktikant nach Schmöllnitz, wo ihm das Probiergeschäft, und der Kupfervcrkaüf anvertraut wurde. Ende 1834 wurde F. ProbiererAdjunct in Agordo. Von dort erstattete er alsbald einen Bericht über die geognostischen Ver- hältnisse der Alpcngegeud von Agordo, der Vorläufer seines 8 Jahre später über die Veuetiancr Alpen erschienenen Wer- kes. Im Juli 1836 erhielt er die Hütten- meisters-Stelle in Szaszka. Neben seinen üwllichen Arbeiten, welche namentlich auf die entsprechendste Geroinnung des Silbers aus silberhaltigem Schwarz- kupfer gerichtet wareu, gelaug es ihm doch, während des zweijährigen Aufent- haltes im Banale, die geognostischen Ver- hältnisse der dortigen Erzgebirge zu siudi- ren. I m I . 1833 kam er als Hütten- verwalter nach Schmölluitz, aber mit dem dortigen Gange der Hüttenroesens-Ange- legenheiten nicht einverstanden, erwirkte er Aug.1838 seine Versetzung nach Agordo. I n diesem Iabre begleitete cr im amtlicken Auftrageden berühmten Mo i) s auf seiner Reise durch die Venctianer Alpen u.erlebre
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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