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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 396 -
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393 der Hofofterntheater - Direction einge- sop. 34^ reicht. Statt der vergeblich versuchten — „Streichquartett, 2 Stalin, Vialll und Na« ersten Aufführung auf der Hofbühne, ! in 0" (o^p. 36, Wien, Haslinger); — fand selbe in Graz am 1. April 1846 „Vagia tür 2 Vialinen, M nnü Vass" ^op. mit glänzendem Erfolge statt. Nachdem 39)/ — „Jagdchor tiir vier Männrrztiminrn^ dieses Tonwerk früher noch in Brunn! ftp. 40, Simvok in Bonn). Sein (18. October 1846) gegeben worden, , Nachlaß enthält die vollständige Partitur gelang es dem Comftonisteu, dasselbe im der Oper: „Nie Stnürnlen non Zaillmanca", Theater an der Wien zur Darstellung zu ! 3 Ouvertüren für das ganze Orchester bringen, wo es Ztaudigl (!9. Nov.! (in l), 0 und II), mehrere Concertstücke^ 1346) zur Einnahme wählte. Die Oper ! Quintetten, Quartetten, 10 Männer^ erntete reichen Bcifall. Diabel l iu. Co. übernahm den Verlag des Werkes, das Fuchs dem Mey erde er widmete. Im nächsten Jahre compomrte er die komische Oper „Nie Stninnttn wozu Pabiasek den Text geschrieben. Schon im I . 1646 w^rde F. von einer schweren Krankheit befallen, von der er sich nie recht mehr erlwlen konnte. Als im Mai 1847 sein Leiden einen immer bedenklicheren Charakter annihm, brachte Vocal - Quartetten und viele Lieder mit Pianobegleitung. Schließlich sei hier noch des regen Antheils erwähnt, den F. an der Begründung des zu Ende 1843 von August Schmidt in's Leben gerufenen Männergesang-Vereins nahm, dessen Singübungen er als Vereins-Chor- meister so lange leitete, bis er diese Stelle in die Hände seines Jugendfreundes Gu- stav Barth (f. d. I. Bd. S. 165) nieder- legte. Nach F.'s Tode trat ein Comite ihn seine Mutter nach'Nußdorf (13. Mai),! zusammen, welches ein Concert veran- wo die milde Gebirgslnst heilend wirkte. Als er Ende September in die Stadt zurückgekehrt, schien er völlig genesen; aber schon Ende October trat cm neuer Anfall seines Leidens cm, dem er in we- nigen Wochen in dcn Armen der Mntter mit den letzten Worten: „Behüt dich Gott" erlag. Fuchs war 3? Jahre alt geworden. Er liegt auf dein St. Marrer Friedhose beslattcl. 48 Werke sind von F. durch den Druck bekannt geworden. Der größte The^l besteht aus Composttio-! nen zu Liedern von Schiller, Goethe, Tieck, Gleim, Mathisfon, Rückert,! Eicheudorf, Heine, Geibel,Bech-j stein,Frankl, Prechtler u.A. Außer dem befinden sich darunter: avec 2 ^ioi. ^ito^ ^i'olonceiis et /-^.Hso^u (op. 1, Wien, — „<5°nrettilia tiir Horn" ftp. 17, Stuttg. Mg. Mus. Handlung); — staltete (20. Febr. 1849), dessen Ertrag zur Aufstellung eines Grabsteines be- stimmt war. Wiener allg. Musilzeitung. herauSg. von Luib (Wien, 4°.) 1346 (VI. Jahrg.) Nr. 41 u. 42. — 18^8 (VIII. Ihrg.) Nr. 11—17, ^9-23: „Nekrolog" von Dr. August Schmidt lm Nr. 23 mit vollständiger Angabe seiner Werke und im Nachlasse gefundenen größeren und kleineren Comvositionmi. — Charakteristik. „Fuchs als Compositeur erregte große Erwar- tungen. Sein „Guttendcrg" wurde von der Kritik als ein wahrhaft deutsches Opern- wert bezeichnet. Seine größte Stärke besaß er in der Melodie, worin cr aber, jedes Effect- haschen vermeidend, nur mit künstlerischen Mitteln wirkte. Der elegische Zug, der in F. dem Menschen überall durchschimmerte, herrscht auch in seinen Compositionen vor, ohne jedoch in eitle Empsindelei sich zu verlieren, sondern vielmehr ein reines tiefes Gefühlleben abspie- gelnd. Durch seinen schnellen Tod verlor die Kunst einen Jünger, der ihren rechten Pfad wandelnd, noch Bedeutendes geleistet hätte" (so ein Freund des Todten). Ende dez vierlen Bandes.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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