Seite - 55 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
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1803); — „Wandelungen nnd Splltzieriahrten
in die Gegend nm N5ien", 7 Bde. oder 72 Hfte.
3. Aufl. (Ebenda 1804 u. f.). Ferner
schrieb G. mehrere Gelegenheitsdichtun.
gen und gab 1802 den Entwurf zu einem
Institut für blinde Kinder heraus, ohne
jedoch in jener Zeit durchdringen ,zu köu-!
neu; aber er war der Erste, der diesen i
wichngen Gegenstand angeregt hatte.
Annalen der Literatur und Kunst des In- und
Auslandes (Wien, Doll, 8".) 1810, I. Bd.
S. 330. — Oestr. National - Encyklopädie
(uou Gräffer u. Czikann), (Wien 1835)
II. Bd. S. 2«2. — Kavs er (Christian Gott-
lob), Vollständiges Bücher-Lexiton (Leipzig
1834, Schumann, 4°.) I. Bd. S. 292 lgibt
den 4. Aug. 1809 als seinen Todestag an; auch
erscheinen daselbst zwei G ah eis , ein Franz
Anton de Paula und ein Franz de Paula,
aber beide sind eine und dieselbe Person.
Glli, Anton (Bilddauer, geb. in
Venedig 3. Mai 1686. gest. nach Eini-
gen 1766, nach Andern 1769). Der Sohn
eines mittelmäßigen Holzschnitzers, be-
gann er früh seine Kunst zu üben und
arbeitete in Marmor, Bronce und Holz.
Er erhielt zahlreiche Bestellungen in Ve-
nedig und.aus der Ferne. Er war einer
der verständigsten Künstler seiner Zeit
und von seinen Arbeiten sind bemerkens-
werth in Venedig: auf der Loggetta unter
dem sogenannten Campanile zwei Bas-
reliefs in Marmor, nämlich der 1. und
4. Genius mit den kriegerischen Attri-
buten, beide 1750, die Broncethüren,
welche die Balustrade schließen, gleichfalls
1750, und mehrere der mythologischen
Figuren; — in der Okis8k äi 6.
äslig. die Cenotapbien des
Doge Nicolo Sagredo und des Patri-
archen Alviso Sagredo, in der OK1633.
äi 8. Ukrig. äelie kie^g. die Statue der
heil. Martha zur rechten Seite des Hoch-
altars; und in der St. Antoniuskirche
zu Rovigo mehrere Sculpturen, welche
er nack den Zeichnungen des Angelo
Franceschini ausführte. Ltuäii «ronci (VyiieaiF 1865, ü
8°.) 8. 438, — Nagler (G. K. Dr.), Neues
allg. Künstler - Lexikon (München 1836 n. s.,
8".) IV. Bd. S. 554. — 2an,otto (j^ anoesco),
kl. 3°.) 3. 110, 232, 260
Gai, siehe
auch: Gllj, S. 58.
Gaidon, Antonio (Wafserbau-
külistler nnd Paläontolog, geb. in
Castiglione di Brentonico 1738,
gest. 2. Nov. 1829). Kam in früher Ju-
gend nach Bassano. Sein Vater war ein
armer Bildhauer und auch der Sohn be»
gaun sick in dieser Kunst auszubilden,
trieb aber nebenbei fleißig mathematische
Smdien und widmete
sich zuletzt dcrBau-
kunst, insbesondere dem Wasseröaufache,
in welchem ihm die Brenta mit ihren
häufigen Verwüstungen Gelegenheit dar-
bot, seine Kenntnisse zu erproben. Zur
Zeit, als er sich mit der Bildhauerei be-
schäftigte, weckten die Versteinerungen,
die er in den Klötzen fand, seinen Sinn
für die Naturwisfenschaft, er begann palä-
ontologische Studien, und in dem r«on
Grisellini herausgegebenen „Nnovo
(3-iolQki6 ä^Itäliä." veröffentlichte er
1778-1783 Bd. II—V und VIII seine
die ihm dieFreundschafteines Dolomieu,
Strang e,Fortis(s.d.IV.Bd.S.295)
erwarben. Ioh. Bapt. Brocchi (s. d.
II. Bd. S. 148) war sein Schüler, der
ihn immer mit unbegrenzter Dankbarkeit
seinen Lehrer nannte. Als angestellter
Ingenieur entwarf G. die Zeichnungen
und Pläne zu mehreren öffentlichen, und
Privatbauten und seine Schrift: ,,
" (1822) verdient die Aufmerk-
samkeit der Fachmänner, weil sie reich ist
an Winken und Borschlägen, die tückische
Brenta möglichst unschädlich zu machen.
Außerdem erschienen von ihm:
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon