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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 63 -
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Seite - 63 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

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63 vom Schlachtfeld qetragen werden mußte und feine Division im entscheidenden Augenblicke des Kampfes in Unordnung gerietb, übernabm G. auf Befehl Beau- harnais ' das Commaudo der Division, stellte die Ordnung her nud war es eben diese Division, welche die siegreiche Ent- scheidung dieser Schlacht herbeiführte. Auf dem Sclilachtfelde ernannte Napc- leon den Oberst zum Brigade-Gcneral, und bald auch rückte <K. zum Divisiontz- General vor. Unter den Wenigen, denen es gelang,, ihre Truppe nach der Nieder- lage bei Moskau ans Rußland zurüct'zu» führen, befand sich G. Freilich war seine Division von mehreren Tausend auf einige Hundert zusammengeschmolzen. Seme 181:.; ganz geschwächte Gesundheit gewann er in der Heimat wieder, 1813 übernahm er die zweite Brigade in der Division Palombini , 1814 den Befehl über die Festung Mantna, und die dritte Brigade in der Division Z noch i. Als Mantua am 27. April 1814 von franzö- sischen u. italienischen Truppen geräumt wurde, rrat G. an Z uc ch i's Stelle an die Spitze der Diviston, welche er nach Cremona und iu die Umgebung führte, j Glll l, Franz Joseph (Phrenolog, geb. zu T iefenbrunn in Schwaben 9. März 175)8, gest. zn Mont rouge bei ^aris 22. Aug. 1628). Entstammt nach I . A. L..F ossati's (siehe diesen IV. Bd. S.:6<)7) Mittheilung einer lom- bardischen Familie, Namens Gal lo , welche ans Malland nach Deutschland übersiedelte. Von zehn Kindern eines Kaufmanns widmete er sich dem ärztli- chen Studium, welches er in Straßburg begann. Daselbst von eincr schweren Krankheil durch die Sorgfalt eines Mäd- chens gerettet, nahm er d^sseloe aus Dankbarken zur Frau. 1781 Hing er nach Wien, wo van Swic ten und S to l l lehrre:!, eryielt daselbst dic Doctorwürde und trieb neben seincr Praxis fleißig anatomische Studien, wcbei er seine Auf- merksamkeit vorzugsweise auf die Anato- mie des Gehirns uud die genaues^ Un- tersuchung des Nervensystems desselben richcete. 17W begann cr seine berühmten Vorträge über dieSchädellehrc iu Wien, welche seinen Namen alsbald in ganz Europa bekannt malten. Sie wurden später verboten, nachmals aber für einen kleinen Kreis von Auserwäblten — mit bis das Decret vom 31. Juli das Heer > Ausschluß des großen Pnblicums — ge- des Königreichs Italien ausloste. 1815 l stattet. 1805 verließ G. Wien, n. z. für trat er nn Range eines Oeneral-Majcrs in's o'str. Heer über, ließ sich aber seiner geschwächten Gesundheit wegen schon nach einigen Jahren in Ruhestand versetzen. Nun betheiligte er sich freiwillig an den Arbeiten des Municipiums von Crema und war 1822 Mitglied der Deputation, welche dem Kaiser Franz in Verona im Namen des Vaterlandes ihre Huldigung darbrachte. G. starb im Alter von 74 I . Er war von Napoleon zum Officier der Ehrenlegion und zum Commandeur der eisernen Krone ernannt worden. . Itnäii »torioi (VeneäiF 1857, co 8. 224. immer, hielt Vorträge in Berlin, Mag- deburg, Dresden und 18l)7 in Paris, wo er seinen bleibenden Aufenthalt nahm, großen Anhang für seine Lebre und eine bedeutende ärztliche Praxis fand. I n Betreff der letzteren weigerten sich viele Aerzte, ihn zu ihreu Consultationeu bei- zuziehen , theils weil er Ausländer war, theils weil es G. so eingerichtet hatte, daß seine Patienten nie erfuhren, welche Arzneien sie erhielten; jeder Patient hatte nämlich eine bestimmte Nummer und der Apotheker erhielt die numerirten Recept- formeln von G. unmittelbar. 1819 wurde G. als Franzose naturalisirt. Seine Reise nach London 1823, um daselbst
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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