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bald sehr beliebt gewordenen „Giprldauer
Vritte" welche des von ihm angewendeten
trefflichen Dialects wegen selbst sprachliche
Bedeutung besitzen. Nicht geringeren Bei-
falls erfreuten sich seine „Komischen Gedichte
llN5i>enVlll2tüdt?llÄ5ien5", 1—4. Heft »Wien
1812), zu denen er mit K. Me is t in
Gemeinschaft noch ein 5. und 6. Heft fol«
gen ließ. Mit einer staatlichen Gestalt,
welche von Gesundheit strotzte, verband
G. ein ausgezeichnetes Gedächtniß. Als
Gr i l l p arz ers„Ahnfrau" gegebenward
und in allen Kreisen selcene Theilnahme
fand, wurde in einer Gesellschaft bedauert,
daß das Stück noch nicht durch deu Druck
Gemeingut geworden sei. Diesem Uebel-
staude, meinte G., könne er abhelfen,
und nun trug er die herrlichsten Stellen
des Drama's aus dem Gedächtnisse vor.
Bereits viele Jahre nach seinem Tode
frischte Realis (siehe diesen unter Coe-
ckelberghe-Dützele Gerhard II. Bd.
S. 409) die Erinnerung an diesen jovia-
len Wiener dadurch auf, daß er in seinen
„Kleinen Reminiscenzen aus Wien" die
Strophen des genialen Volkssängers ge-
schickt einzuflechten versuchte.
Sar to r i (Frz. Dr.), Erneuerte vaterländische
Blätter (Wien, 8°.) 1819, S. 334, in der
Abtheilung: „Chronik."— G raff er (Frz.),
Kleine Wiener Memoiren (Wien 1845, 8°.)
I I I . Bd. S. 23 l enthält eine pikante Charak-
teristik dieses in die Reihen der echten „Wie-
ner Typen" gehörigen Vollsmannes, n. a.:
„Mit G. in Gesellschaft zu sein, war hohe
Luft; ewige Heiterkeit, sprudelnde Laune,
Lachen und Lachen. Schon seine offene, klare,
joviale Miene war herzgewinnend, grillen-
verscheuchend, zur Lustigkett umstimmend. Orte
aber gibt es, an denen man nicht wagen durfte,
mit ihm zu commerciren, z. B. auf der Reboute.
Er sprach sehr laut, lachte noch viel lauter,
ja schallend, und fiel in's Grelle, Groteske;
auch liebte er so ziemlich das Genre des Cy-
nismus. Parodie mit etwas Sarcasmus ge-
würzt, war seine Sphäre"). — Gräffer
(Franz), Neue Wiener Tabletten und heitere
Novellchen (Wien 1848, Kuppitsch) S. 57
^G.'s Begegnung mit Zacharias Werners —
Ebenda S, 271: „Abenteuer auf dem Apollo-
Saale." — Oestr. National - Encyklopädie 165
(von Gräffer u. Czikann). sWien 1337)
II. Bd. S. 364.
Geyer, Georg (Landschaftmaler,
geb. in Wien 1823). Widmete sich der
Kunst u. z. dem Landschaftfache, worin
seine Arbeiten sich bald des Beifalls der
Kenner erfrenten. In öffentlichen Samm-
lungen oder Ausstellungen waren von
G.'s Bildern zu sehen: „Ansicht drZ Ali-
chenaner Ghalrz" (1849), befindet
sich in der
k. k. Gemälde-Gallerie im Belvedere;
—> „Ner hohe I.'angang - See in GberLtkierNllrk"
(östr. Kstv. 1851, 250 fl.); — „Nie Gri-
ztelwllntl am Alt-Äussrer-See im Aliend Mhen"
(Eigth. der Frau Gräfin Louise Almasy);
— „Vllnmgrnpprn" (östr. Kstv. 1854,100 fl.);
— „Ni? Wehre" (Ebenda 1855, 250 fl.);
— „Schmiede im Gebirge" (Ebenda 1856,
300 fl.): — „Waldlillch" (Ebenda 1857,
100 fi.); — „NtMngrnppe" (Ebenda 1857,
100 fl.); — „GrVittrrlllndschlllt" (Ebenda
1858, 130 fl.); — „Grundelsee bei Zwsser
inSteierumrk." (Ebenda); — „Ans dem Hoch-
gelnrge" (Ebenda 1858, 140 fl.).
Müller (Franz), Die Künstler aller Zeiten
u. Völker (Stuttgart 1857, Ebner u. Seubert,
Lex. 8°.) II. Bd. S. 190. — Die Ausstellungs-
Kataloge des östr. Kunstvereins I8S4 April,
Nr. 47; 1855 Juni, Nr. 41; I8ö« April,
Nr. 52; 1857 Juni, Nr. 18; Dec. Nr. 21;
1858 Febr., Nr. 26; März, Nr. öS; Juni,
Nr. 47. — Zwei andere denkwürdige Männer
dieses Namens führen Pillwein und das
„Tiroler Künstler-Lexikon" auf. Ben. Pill»
wein in seinem „Lexikon salzburg. Künstler"
gedenkt S. 63 eines Ingenieur-Majors von
Geyer (gest. um 1790), unter desfen Leitung
das römcrwürdige neue Thor zu Salzburg
zu Stande kam. — Das „Tiroler Künstler-
Lexikon" aber berichtet von einem Maler
Ioh. Geyer aus Innsbruck (gest. 18. März
1711), der namentlich viele Altarbilder ge-
malt hat.
Geyling, Joseph (Maler , geb. in
Wien). Zeitgenoß. Hon diesem Künstler,
der im Historienfache Namhaftes leistet,
war im vsterr. Kunstverein, Iän. 1853,
ein größeres Bild ausgestellt: „Albrecht IV.
, nimmt bei 5?iner Abrede
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon