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Hern Epoche seines Wirkens ist eine Aus-
gabe von Tasso's nOei'UHalemins" (M3>i>
1823), welche Maffei (II. Bd. S. 64)
sowohl betreffs ihrer Kritik, als Correct-
heit, zu den besten dieses Gedichtes zäblt.
Einige Jahre später veröffentlichte er die
beiio e 5«i bi'ntto, s«i buono e nli cattno
clelia cittä cii Miano« (Ldenclä. 1829,
8".); und besorgte die von der I'ipoAi-aük
6e' Öl238ioi iwliani veranstalteten Aus-
gaben der dramatischen Werke von Gol-
doni und Go;zi , denen er ibre Bio-
graphien vorausschicke. I n der späteren
Zeit verlegte er sich aber ausschließlich
auf die Linguistik uud zwar auf das Stu-
dium seiner Muttersprache, und begann
zuerst mit dem „<3aggwo cii ainme M^ois
099M />6Huent6ments in «50" ^ welchem
alsbald die 7, ^'oci s mam'eT-e c/i cil>s ita-
aciclitate a /ilt«/i iocaboicl^t!"
l 1638) folgten, und :n neuester
Zeit das ^<3u/)/)ii??lent0 a ^ocab^/a?'/ ita-
iiani", 6 Läs. lMNg.ua 1852 — 1859^
Lex. 8".). worin allc jene italienischen
Wörter gesammelt sind, welche die OnLoa
bei Abfassung ibres Wörterbuches über-
gangen hat und die doch vou eben den-
selben Schriftstellern gebrauet werden,
welcke die OruZca bei ibrer Arbeit als
Quellen benutzte. G.. welcher zu den be-
deutendsten jetzt lebenden Sprachforschern
Italiens zählt, lebc gegenwärtig ^1659)
zu Mailand.
HsaFei (i?ius.)) Itoria äeilg. I^etteratura itaiiauk
(2lai1n,nä 1834, ti^a^r. cle' <Ü1ä88ici itaUani,
8".) II. Lci. 8. «4; III. llä. 8. 167, 175,
estetioo (zlailanä 1858, I.sx. 8".) 2. eäi/.
3. 142.
Ghetaldi, Blasius (Biagio) Freiherr
von (Gudernial-Präfident voiiDal-
matieu, geb. in Ragusa um 1790). Ent-
stammt einem altpatrizischen Geschlechte
der Republik Ragusa, welches seit 940
in den dortigen Adelsfamilien erscheint. Blasius erhielt eine classische Bildung,
war ein Jahr Mitglied des großen Ra-
thes der Republik Ragusa, zu dem jeder
Adelige von 18 Jahren Zutritt hatte,
diente unter der französ. Regierung zwei
Jahre im Steuerwesen uud wurde, als
! die österr. Truppen Ragusa besetzten, am
j 7. Febr. 1814 als Domänen« und Hypo-
! theken-Berwalter angestellt; 1817 wurde
! er Gubernial - Concipist, 1820 zweiter
! Kreiscommissär, 13. Oct. 1826 Kreis-,
hauptmann inZara, 6. Juli 1830 Guber-
! uialrath bei der Landesstelle und 1848
i Guberuial-Präsident. O. zählt zu den
! ausgezeichnetsten Staatsdienern der Mon-
! archie. Mit Muth und M M i e benahm
> er sich in den Religionsfehden der nicht
unirten Griechen bei Sebenico, wobei der
Domherr S tup insk i und Platzhaupt-
mann Grüner von den Religionseiferern
erschossen wurden. 1822 führte er die
j Gränzregulirung zwischen Dalmatien
und Croatien zu Ende; leitete 1825 die
Verhandlungen mit dem türkischen Com-
missär Sali Effendi in Betreff der zwi-
schen den dalmatinischen u. ottomanischen
Unterthanen bestehenden Schuldforderun-
gen, wirkie thätigst 1823—1826 bei der
Catastralbemessung u. Zehentadmimstra-
tion mit und seine Departementsleitung
1830—43 bezeichnen zahlreiche Verbesse-
rungen der Schifffahrts-, Handels-, Zoll-
und Agricultur-Angelegenheiten in Dal^
matieu. In seineu Mußestunden beschäf-
tigte er sich mit der Literatur, und schrieb
selbst lateinische Gedichte. Mehrere erschie-
nen im Druck, darunter das Festgedicht:
1842, 4".); — und „In
F'tiT-H'nancii /. In^sT'atoT-iH etc
1839)^ beide von Dr. Sebastian Steiner
in's Deutsche übersetzt. Bei Eröffnung
der Landwirthfchafts-Gesellschaft von Zara
im I . 1850 hielt er den „Oiscono Hutt"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon