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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 171 -
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Seite - 171 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

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171 eco«07?«a »-«7-aie in Dalma^ia^^ welcher mit einem zweiten des conte d iBore l l i gedruckt wurde. Düringsfeld (Ida von), Aus Dalmatien . . . (Prag 1857, Bellmann, 8".) III. Bd. S. 322. 1112212 s äei Zloitttzileßi'o (^ßr^iu 1355, I.. <3^, 8°.) 8. 54, Nr. 276; 3. 65, Rr. 357 ; 3. 106, ^r. 648; 8. 229, Nr. 1449. — Die Familie Ghetaldi ist eine der berühmtesten Talmatiens. Mehrere Sprossen derselben zeichneten sich in den Wissenschaften aus: Nernhard (im 16. Iahrhdte.) war Domini- kaner und schrieb (1560) eine Geschichte feines Ordens; — Franz blühte um das I. 1600 und dichtete in illyr. Sprache; — Lucian (auch im 16. Jahrhundert) war Mitglied der von Savino Bobali Miscetich (geb. 1530, geft. 1585) gestifteten Akademie der Oonouräi in Ragusa; — Marino (geb. zu Ragusa 1566, gest. 162?) war ein ausgezeichne- ter Mathematiker, der zu seiner Zeit euro- päischen Ruf besaß; — Savino hat 1291 den Francistanern die Insel Daxa geschenkt, und daselbst das Kloster errichtet; — Sig- mund, welcher in schwerer Zeit die Stelle eines Podeftu, von Ragusa bekleidete, wurde 1845 in den Freiherrnstand erhoben, u. nannte sich Freiherr von Ghetaldi-Gondola. Sigismund oont6 Gondola hatte 1787 den Franc. Matteo de Ghetaldi adoptirt, und führte diese Linie seither obigen Doppel- namen. Uebrigens besteht folgende Verbindung zwischen beiden Familien: Von den Geschwi- stern Sigmund u. Katharina Gondola heiratete Letztere den Valk'o ^hetalüi und adoptirte Ersterer 1787 den aus dieser Ehe entsprossenen Franc. Mat. Ghetaldi. Dieser vermalte sich mit Uaria v. AlUalt, sein Bruder Sigmund mit Nane v. Vosdan. Des Erste- ren Sohn Sigmund, Podestä. von Nagusa, vermalte sich mit Malmna v. Zosdari und des Letzteren Sohn Biagio Dominik mit Anna v. IoÄdari, Sternkreuzorbensdame; die beiden welche den Freiherrnftand erhalten haben, sind Vettern zu einander. Aus der Ehe des Ersteren Ghetaldi-Gondola stammen zwei Söhne Franz u. Johann u. eine Tochter Maria. Aus der Ehe des Letzteren Ghetaldi zwei Söhne Sigmund und Johann und zwei Töchter Maria und Helene. — Ueber die Familie der Ghetaldi berichten: 6Iiudieb in seinem Di-iionario; — Ida v. Dürings- feld in ihrem Reisewerke „Aus Dalmatien." — Ueber Marino insbesondere enthalten Biographien die ^klisi-ia. äei A^usyi ilw- stri" (ÜHxusa. 1841, AartsootÜQi, 4°.) und das Wert: ^avv ÜHZuss» äi«tiQ<H ool 2oin6 äel celebre «.ntico uiktematico 2la- rwo <^i«t^äi« (It»1i^ 1819, 8°.) — auch A. G. Käftners Geschichte der Mathemaük III. Bd. S. 187—195 u. IV. Bd. S- 42 u.f. — Ueber die Gondula auch Gundulio die eben genannten Werke. In dieser Familie ist besonders berühmt Johann Franz Gunduliö (geb. 8. Jänner 1538, geft. 1638); über ihn: FVllno. Hla»'.^ ppenäini.' Illeinoria. snilk vit2^ e «ußii sorltti äi t3^ . ?. (^onäoi» (NkßusH 1837, 8°.) UNd SiusSMe l^lentinelli: Lidlio- ssraLa, äsilil. v3,Irua.2iH o äel AouteneFro (^ .ssrain 1855, 62.^ ) 8. 214, Isl-. 133-t, und 8. 217, Nr. 1361—1371b. — Oestr. Blätter für Literatur, Kunst, Geschichte, Geographie, Statistik und Naturkunde, herausg. von Ad. Schmidl. 1847, Nr. 118 u. 123. — Frei- Herrnftands-Diplom vom 20. März 1847 für Blasius Gbetaldi und dasselbe vom 20. Jänner 1846 für Sigmund Ghetaldi- Gondola. — Wappen ber Ghetaldi. Das blaue Feld theilt ein gebogener schrägrechts gehender, mit drei rochen Lilien der Reihe nach besetzter Balken, links ober und rechts unter dem Balken ein achtspitziger silberner Stern. Den Schild deckt ein rechtsgestellter gekrönter Turnierhelm, aus dessen Krone eine rothe und blaue Straußfeder, zwischen wel- chen ein achteckiger silberner Stern schwebt, hervorwachsen. Die Linie Ghctaldi-Gon- dola führt einen der Länge nach getheilten Schild. Die rechte Hälfte ist das vorbeschrie- bene Familienwappen der Ghetaldi, die linke das Familienwappen der Gondola, nämlich ein von Silber und Blau sechsmal getheiltes Feld, in der Mitte von einem rothen Querbalken durchzogen. Den Schild deckt ein in's Bisir gestellter gekrönter Helm, aus wel- chem zwei mit den Sachsen nach innen gekehrte Adlerflügel hervorwachsen, welche mit den Farben und Figuren des Wappenschildes und auch in der Stellung desselben bedeckt sind. Ghislllin Freiherr von Beaumont St. Quentül, Emanuel Joseph (Oberst und Ritter des Mar. Tb er esien-Ordens, geb. zu Trasegniers im Hennegau um das I. 1770, gest. zu Wien 23. Jänner- 1813). Wurde im Erziehnngshause in Mecheln erzogen, trat 1785 als Cadet in das Inf.-Reg. Nr. 58 und wurde in einigen Jahren Lieutenant bei Latour- Dragonern. Im Feldzuge 1792 griff G., bereits Oberlieutenant, als er mit einem
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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