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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 173 -
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Seite - 173 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

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173 l.i oeculte <lsl co»^o das Glaubensbekenntniß seiner Lehre des „Nichtstinmlirenden", die er stets verfocht; ferner: „HueHtionimeckcks"/ — ^^ilan- cia meHca") gegen das System des Em- pyrikers Le - Roy gerichtet; — » endlich: ^Aialo^i ^opi'a Zl guato ^a^so^, welch' letzteres Werk der Heilwissenschaftwie der Literatnrgeschichte zugleich angehört. i Lrsseia, per 1'g.nno ao»ä. 1831 (Lre8«H 1832, per Nio. Lottoui H (?.) 8. 10 (vom Secretär des Athenäums). — Dieselben 1838 (kregel 1839, tip. äelln, Ainerva) 8. 100 (von Ant. Schivardi). Giacomim, Jakob Andreas (Arzt, geb. zu Mocasina in der Provinz Bre- scia 16. April 1796, gest. zu Padua 29. Dec. 1849). Der Sohn von Bürgers« leuten, welche ein kleines Vermögen be- saßen. Den ersten Unterricht erhielt er von dem Pfarrer seines Geburtsortes, besuchte 1911 in Desenzano das Gymna- sium , dann in Verena das Lyceum und 1816 die Universität in Padua, wo er die medicinisch - chirurgischen Studien vollendete und 1820 die Doctorwürde erhielt. Als im genannten Jahre die Universitäten von Padua und Pavia von der kön. Regierung eingeladen wurden, die vorzüglichsten ihrer Schüler nach Wien zur Ausbildung zu senden, befand sich G. unter denjenigen, welche gewählt wurden. Hier widmete er sich mit allem Eiser dem Beruse und bereitete sich für eine medicinische Lehrkanzel vor, die er auch an der Universität Padua erhielt, als er kaum 28 Jahre zählte. 1830 sup> plirte er die Klinik für die Hörer der Chirurgie. 18!8 wurde er Director der Medicin. Facultät und Rector Magnisicus an der Hochschule von Padia. Bei den Gelehrten - Congressen zu Padua und Venedig in den I . 1842 und 47 wurde G. zum Präsidenten der medic. Section, von den Akademien und Gesellschaften der Aerzte zu Paris, Brüssel, Wien, Athen u. A. zum Mitgliede erwählt. Als prak- tischer Arzt besaß er einen ausgezeichneten Ruf und wurde in gefährlichen Krank- heiten immer confultirt. Als wissenschaft- licher Fachmann zählt G. mit Ioh. Ra- sori und Jakob Tommasini zu den Begründern der Oottrwk meäieä. itg.- likua. Die Nichtigkeit mancher bis dahin befolgten Ansichten und die Irrthümer in der Behandlung aufhellend, trat er 1832 mit seinem Programm auf, worin er nach den Ansichten Rasor i's, dieselben auf gegebene Fälle anwendend, das System der Pharmakologie begründete. Reisen in Frankreich und England hatten seinen beobachtenden Blick geschärft und seine Ansichten in Betreff der Richtigkeit desSy- stenis, zu dem er sich bekannte, befestigt. Als sein „ ÄVattato Floso/co HpeT-imentals clei 5oeco?-5i te»-aps«ti«" (1833—39) ge- druckt erschien, erweckte das Buch, wel- ches alsbald zu Paris in's Französische übersetzt wurde, allenthalben großes Auf- sehen. Noch mehr wuchs fein Ruf, als er den Unterschied der mechanischen und dynamischen Wirkung der Heil- mittel feststellend, das bisher befolgte Princip in der Toxikologie umwarf und als Gegner des berühmten Toxikologen Or f i l a auftrat. Die Polemik wurde von beiden Seiten mit aller wissenschaft- lichen Energie geführt, und die von Rog- netta nach den Principien G.'s ange- stellten Versuche fielen zu dessen Gunsten aus; mehrere Bergiftungs - Processe, die eben im Zuge waren, erhielten eine ganz andere Wendung. G.'s Verfahren fand trotz allen Gegnern Anhänger und faßte immer festeren Fuß. Zur Begrün- dung seiner Ansichten veröffentlichte G. verschiedene Abhandlungen als: „9ul^ iciealismo in meckcina"'; — „önl 5oi/ato
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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