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<aöe c!o»'Ha/s")' — ^/3u>! 5anZlAs^ u. m. a.
und zuletzt 1848 die Abhandlung: ^H^l
Hiato/ogia"'. Die vollständige Begründung
seines Systems auf wissenschaftlichem
Wege vereitelte der Tod, der ihn im
Alter von 55 Jahren plötzlich der Wissen-
schaft und leidenden Menschheit entriß.
Nach seinem Tode fehlte es ebenso wenig
an Gegnern seiner Lehre, wie bei
Lebzeiten. Seine Anhänger setzten ihm
aber durch Herausgabe seiner bereits ge-
bruckten und noch ungedruckten Werke
ein würdiges Denkmal. Sie erschienen
vollständig in 10 Bänden unter der Re-
baction des Dr. Mugna u. Dr. Coletti
UNter dem Titel: ^ Oboers eckte sti ineckts
H Oiacoinam^i'ea (3iaconu'7N^ (kääuä
1853—55, LiNuoki) und enthalten im
letzten Bande eine Uebersicht der von den
Herausgebern beigefügten Anmerkungen
und Zusätze.
<6iaoc»mo), Honuni iiiustri eo
»rti, uelis Istters s nsiie scisnTi« (Ve
18ZS, ^ai-atuvieli, 4°.). — i?oietii ^.) ,
mista. ?03iio settii^llQHle 6i seiende, Ist-
tois soc. (Haine, ?ol.) 18S0, Rr. 1—4:
^rücolo I—IV äi Luiej I»ioo.« —
tano), Asmorie tunsbri 22tieIiV
o reebnti t?2äu» 1856, ZOlniuHrärlio^elOi)
II. Lä. 8. 119 lmit der irrigen Angabe des
H. 1797 als Geburtsjahr G.'s). — Porträt.
Anterschrift: QillQonillnär
vero. ft. I<ui22ti äis. sä weise (Veneäi^
2855, «r. 4°.) schön gestochenes und gutes
Porträt.
Giamgy sprich: Dschiandschi, Phi-
tipp (Sprachforscher und Mitglied der
Mechitariften-Eongregaüon, geb. zuCon-
stantinopel 3. August 1819, gest. in
Wien 21. Juli 1853). Der Sohn arme-
nischer Eltern, kam 1836 nach Wien, wo er in die Kongregation der Mechita-
risten eintrat, und nach beendeten theolo-
gischen Studien am 8. Dec. 1844 zum
Priester geweiht wurde. Seiner edlen
Sitten wegen übte er daselbst das Amt
eines Gastmeisters aus, der die Fremden,
die das Kloster besuchten, dem General-
abte vorführte, oder ihnen sonst die
Sammlungen desselben zeigte. G. besaß
eine gründliche Bildung und mit seinen
theologischen, geschichtlichen und kirchen-
geschichtlichen Kenntnissen verband er sel-
tene Sprachenkunde und leistete bei der
Herausgabe der Wörterbücher in arme-
nischer, türkischer, italienischer, französi-
scher und griechischer Sprache, welche die
Congregation besorgte, wesentliche Aus-
hilfe. Von ihm selbst erschien: „Aonvsau
1848) libi-. äes Usokitkristss, 16".),
auch mit armenischem Titel, welches Werk
neben einem großen Reichthum an Wör-
tern überdies viele von G. im Geiste sei-
ner Muttersprache gebildete neue Wörter
enthält. Außer zahlreichen Aufsätzen in
der in Wien von der Mechitaristen-Gesell-
schaft in armenischer Sprache herausgege-
benen Zeitschrift „Europa" übersetzte er
in's Armenische: Flor ians „Tobias";
— des Jesuiten Rodriguez ascetisches
Werk: „Von der christlichen
Vollkommen-
heit"; — im Auszuge Moriz Wagners
„Reise nach dem Ararat" und begleitete
sie mit Anmerkungen und Erläuterungen,
wovon zuerst Bruchstücke in der „Europa"
erschienen, welche aber dann vollständig
(Wien 1851) ausgegeben wurden. In's
Deutsche übertrug er des Moses Chor-
mensis Armenische Geschichte, deren
bisher erschienene lateinische, franz. und
italienische Uebersetzungen Ungenauigkei-
ten enthalten, welche G. in seiner Ueber-
tragung vermied. Auch hatte er einen
Commentar dieses Werkes begonnen, wel-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon