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Zeitung", Sobert Gieseke (geb. 1829)
ist des Vorigen Urenkel und der Verfasser
der Romane: „Moderne Gitanm", 3 Bde.
<1850); — „ «Karriere", 2 Bde. (1853); —
„Nleint Velt und groz« Tvelt", 3 Bde. (1853)
und „Plan-Röschen" (1854); — und der
Tragödie: „Johanne« Aathenam."
Erscheint bier und da Giseck« oder Giseke ge-
schrieben. — Die Vorrebe zu Karl Christ.
Gär tners Ausgabe der „Poetischen Werke"
von Giefele enthält Nachrichten über O.'s
Lebensumftände. — Giseke (G) , Nachrich-
ten von der Familie Gisele (Eisleben 1843).
— Schmidt (Christian Heimich), Nekrolog
oder Nachrichten von dem Leben und Schriften
der vornehmsten verstorbenen deutschen Dich-
ter (Berlin 17,«5, Mylius) I I . Bd. S. 425
u. f. ldie Nachrichten Gärtners ergänzend).
— Heerwagen (Fr. Fd. Traug.), Litera-
tnrgeschichte der evangelischen Kirchenlieder
(Neustadt a. d. A. und Schwcinfurt 1792)
I. Thl. S. 271. — Richter (Gf. Leb.), All-
gemeines biograpb. Lexikon alter und neuer
geistlicher Liederdichter (Leipzig 1804, Cnobloch)
S. 99. — Baur (Samuel), Allgemeines
histor. - biogr. - literar. Handwörterbuch aller
merkwürdigen Personen, die im ersten Iahr-
zehend des 19. Jahrhunderts gestorben sind (Ulm
1807 u. f., Stettini, Lex.8°.) I I . Bd- Sp. 4ö0.
«t provincialiulu soriptig sllitis natoruna
lVienuae 1776, imp.^ Qt. I.o6v?ii, 8".) II. Lä.
8. 28. — Meusel (Job. Georg), Lexikon
der vom Jahre 1750—1800 verstorb. deutschen
Schriftsteller IV. Bd. S. 136. - Vaterland.
Blätter von Dr. Sartori (Wien 1818)
Chronik S. 412 u. 1819, Nr. 69. — v. Ha-
gedorns Poetische Werke. Herausgeg. von
I. I . Eschenburg V. Thl. S. 263 — 283
lenthält 8 Briefe von Gieseke an Hage-
dorn).—Rabeners Sämmtliche Schriften
(Leipzig 177?) VI. Thl. S. 200-220 lenthält
mehrere Briefe Naben ers an Gieseke).
— Klopstock widmete G. eine Ode Mop-
ftocks Werke (Leipzig 1798) I. Bd. S. 24)
und gedenkt seiner wie seiner andern Freunde
im zweiten Liede seines „Wingolf" sebenda)
I. Bd. S. 1. — Gervinus (G. G.), Ge-
schichte der deutschen Dichtung (Leipzig 1853,
Engelmann, gr. 8".) IV. Bd. S. 70, 71, 75
—79. lGervinus schreibt über ihn: „Am
Allgemeinsten vertritt das Lyrische der Bre-
mische Bciträger Nik. Dietr. Gieseke
Wie er persönlich seines anmuthigen Umgan-
ges halber bekannt war, so spricht er sich
gleich seinen Lekrern gegen Sckulpedanterie und „Eingelentigkeit der mißlungenen Philo-
sophen" aus . . . . freilich sind sein Lied und
seine Oden noch hölzern, oft bloße Gelegen-
heitsgedichte. Aber dunkel zeigt sich die Spur
jener feineren Empfindsamkeit, die bei Klop-
stock kühner und deutlicher wird . . . G. steht,
auf der Schwelle, um in das Heiligthum der
Geschlechtsliebe vorzudringen. Er brachte es,
wie im Mittelalter wieder geschehen war,
wieder dahin, daß die Liebe der Dichter Muse
ward, und dies blieb an unseren größesten
Meistern bängen."1 — Porträt. Gestochen
von Gründler. 8".
Giffmg, Samuel von (General-
Major, geb. zu Güns 1760, gest. den
Tod der Ehre in der Völkerschlacht bei
Leipzig 18. Oct. 1813). Trat, 18 Jahre
alt, als Gemeiner bei den damaligen
Stabsdragonern ein, wurde 1779 zu dem
Chevauxlegers-Regimente Graf Kinsky
übersetzt, und nach 9jähr. Dienstzeit Ad-
jutant im Negimente. 1793 und 1799
zeichnete er
sich im Felde aus, im letzteren
Jahre bei Andel fingen, wo er sich
unter den Stürmenden befand, welche
die von dem Feinde bereits genommene
Brücke demselben streitig machten. Nun
stieg er von Stuft zu Stufe, wurde 1801
Major im Inftr.-Regim. Nr. 35, 1805
Oberstlieutenant bei der in der italieni-
schen Armee neu errichteten Stabsinfan-
terie, und im Nov. 1807 Oberst imInf.-
Regte. Nr. 56. Im I . 1809 that er sich
bei Hanau, Eckmühl, Linz hervor
und wurde am 31. Aug. d. I . General-
Major. Seiner vielen Wunden wegen
trat er in Pension, aber schon 1. Mai
1812 wieder in Activität und erhielt das-
Commando einer Brigade. 1813 focht
er in der Division des FML. Leder er
im 2. Armeecorps, zeichnete
sich beiKini z
und Arbesan aus, und das letzte Blatt
in seinen Lorbeerkranz flocht ihm der Tod
bei Leipzig (18. October 1813), wo er
blieb.
Oestr. Militär-Konversations-Lexikon Herausg.
von Hirtenfeld und Dr. Meynert (Wien
1851) II. Bd. S. 733.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon