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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 182 -
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Seite - 182 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

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182 Zeitung", Sobert Gieseke (geb. 1829) ist des Vorigen Urenkel und der Verfasser der Romane: „Moderne Gitanm", 3 Bde. <1850); — „ «Karriere", 2 Bde. (1853); — „Nleint Velt und groz« Tvelt", 3 Bde. (1853) und „Plan-Röschen" (1854); — und der Tragödie: „Johanne« Aathenam." Erscheint bier und da Giseck« oder Giseke ge- schrieben. — Die Vorrebe zu Karl Christ. Gär tners Ausgabe der „Poetischen Werke" von Giefele enthält Nachrichten über O.'s Lebensumftände. — Giseke (G) , Nachrich- ten von der Familie Gisele (Eisleben 1843). — Schmidt (Christian Heimich), Nekrolog oder Nachrichten von dem Leben und Schriften der vornehmsten verstorbenen deutschen Dich- ter (Berlin 17,«5, Mylius) I I . Bd. S. 425 u. f. ldie Nachrichten Gärtners ergänzend). — Heerwagen (Fr. Fd. Traug.), Litera- tnrgeschichte der evangelischen Kirchenlieder (Neustadt a. d. A. und Schwcinfurt 1792) I. Thl. S. 271. — Richter (Gf. Leb.), All- gemeines biograpb. Lexikon alter und neuer geistlicher Liederdichter (Leipzig 1804, Cnobloch) S. 99. — Baur (Samuel), Allgemeines histor. - biogr. - literar. Handwörterbuch aller merkwürdigen Personen, die im ersten Iahr- zehend des 19. Jahrhunderts gestorben sind (Ulm 1807 u. f., Stettini, Lex.8°.) I I . Bd- Sp. 4ö0. «t provincialiulu soriptig sllitis natoruna lVienuae 1776, imp.^ Qt. I.o6v?ii, 8".) II. Lä. 8. 28. — Meusel (Job. Georg), Lexikon der vom Jahre 1750—1800 verstorb. deutschen Schriftsteller IV. Bd. S. 136. - Vaterland. Blätter von Dr. Sartori (Wien 1818) Chronik S. 412 u. 1819, Nr. 69. — v. Ha- gedorns Poetische Werke. Herausgeg. von I. I . Eschenburg V. Thl. S. 263 — 283 lenthält 8 Briefe von Gieseke an Hage- dorn).—Rabeners Sämmtliche Schriften (Leipzig 177?) VI. Thl. S. 200-220 lenthält mehrere Briefe Naben ers an Gieseke). — Klopstock widmete G. eine Ode Mop- ftocks Werke (Leipzig 1798) I. Bd. S. 24) und gedenkt seiner wie seiner andern Freunde im zweiten Liede seines „Wingolf" sebenda) I. Bd. S. 1. — Gervinus (G. G.), Ge- schichte der deutschen Dichtung (Leipzig 1853, Engelmann, gr. 8".) IV. Bd. S. 70, 71, 75 —79. lGervinus schreibt über ihn: „Am Allgemeinsten vertritt das Lyrische der Bre- mische Bciträger Nik. Dietr. Gieseke Wie er persönlich seines anmuthigen Umgan- ges halber bekannt war, so spricht er sich gleich seinen Lekrern gegen Sckulpedanterie und „Eingelentigkeit der mißlungenen Philo- sophen" aus . . . . freilich sind sein Lied und seine Oden noch hölzern, oft bloße Gelegen- heitsgedichte. Aber dunkel zeigt sich die Spur jener feineren Empfindsamkeit, die bei Klop- stock kühner und deutlicher wird . . . G. steht, auf der Schwelle, um in das Heiligthum der Geschlechtsliebe vorzudringen. Er brachte es, wie im Mittelalter wieder geschehen war, wieder dahin, daß die Liebe der Dichter Muse ward, und dies blieb an unseren größesten Meistern bängen."1 — Porträt. Gestochen von Gründler. 8". Giffmg, Samuel von (General- Major, geb. zu Güns 1760, gest. den Tod der Ehre in der Völkerschlacht bei Leipzig 18. Oct. 1813). Trat, 18 Jahre alt, als Gemeiner bei den damaligen Stabsdragonern ein, wurde 1779 zu dem Chevauxlegers-Regimente Graf Kinsky übersetzt, und nach 9jähr. Dienstzeit Ad- jutant im Negimente. 1793 und 1799 zeichnete er sich im Felde aus, im letzteren Jahre bei Andel fingen, wo er sich unter den Stürmenden befand, welche die von dem Feinde bereits genommene Brücke demselben streitig machten. Nun stieg er von Stuft zu Stufe, wurde 1801 Major im Inftr.-Regim. Nr. 35, 1805 Oberstlieutenant bei der in der italieni- schen Armee neu errichteten Stabsinfan- terie, und im Nov. 1807 Oberst imInf.- Regte. Nr. 56. Im I . 1809 that er sich bei Hanau, Eckmühl, Linz hervor und wurde am 31. Aug. d. I . General- Major. Seiner vielen Wunden wegen trat er in Pension, aber schon 1. Mai 1812 wieder in Activität und erhielt das- Commando einer Brigade. 1813 focht er in der Division des FML. Leder er im 2. Armeecorps, zeichnete sich beiKini z und Arbesan aus, und das letzte Blatt in seinen Lorbeerkranz flocht ihm der Tod bei Leipzig (18. October 1813), wo er blieb. Oestr. Militär-Konversations-Lexikon Herausg. von Hirtenfeld und Dr. Meynert (Wien 1851) II. Bd. S. 733.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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