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amtl. Berufs gescheitert zu sein. Seine
Arbeiten find in Zeitungen und Alma-
nachen zerstreut; viele, gedichtet m festli-
chen Gelegenheiten, befinden sich als
Manufcript gedruckt in Händen seiner
Freunde. Einen Cyclus der lieblichsten
Lieder unter dem Titel: „Märzrn-Deilchrn"
brachte in neuerer Zeit (1856) die Linzer
Zeitung.
Truska (Heliodor), Frühlings - Album. Zur
Vernlälungsfeier Ihrer Majestäten des Kaisers
Franz Joseph und Elisabeth (Wien 1854).
— Scheyrer (Ludw.), Die östr. Schriftsteller
(Wien 1856, Zamarski) S. 451. — Adels-
Diplom vom 23. Mai 1739. Den Adel erhielt
Franz Joseph G i lm, Untervoigt und
Nentmeister der Herrschaften Bludenz und
Sonnenberg. — Wappen. Gevierteter Schild.
1 u. 4 in Silber ein natürlicher auf grünem
Rasen nach rechts schreitender Löwe mit offe-
nem Nachen, ausgeschlagener rother Zunge,
doppelt gewundenem Schweife, in der rechten
Pranke den rechtsgesteUten rothen Buchstaben
<5. vor sich haltend; 2 u. 3 in Blau über
einem dreihügeligen grünen Rasen ein frei-
schwebender sechseckiger goldener Stern. Auf
dem Schilde ein rechtsgestellter offener Tur-
nierhelm, aus dessen Krone zwei rund zu
einander laufende, zur Hälfte abwechselnd
blau und filber abgetheilte, mit den Spitzen
nach außen gelehrte Elephantenrüfsel empor-
wachsen, zwischen welchen sich der rechtsge-
kehrte Löwe unt dem (-.. der Felder 1 und 4
erhebt.
Gwowsty (Maler). Zeitgenoß. Lebt
derzeit zu Leobeu. Die unten angeführte
Quelle — eine Correspondenz von Ios.
Eug. Radler — berichtet über diesen
Künstler: „G. vereint gleichmäßig in sich
das Talent zur Malerei wie zuSculptur
und kunstvollem Schnitzwerk, auch ver»
steht er es, beide Künste in ebenso geist-
vollen als natürlichen Zusammenhang zu
bringen. Sein Lieblingsfach scheint das
edle Waidwerk zu sein und wahrhaft
herrlich sind seine Gems- und Hirschen-
jagden, sowie seine Hahnenfalzen; den
aufmerksamen Beschauer überrascht insbe-
sondere die Weichheit, Fülle und Natur-
treue des Gefieders am Federwilde. Die Holzschnitzereien auf Lichtschirmen^
Pfeifen u.d.m. angebracht, großtentheils
Wildstücke und einzelne Iagdscenen dar-
stellend , sind in solcher Schönheit ausge-
führt , daß man fast bedauern möchte, sie
mit Gegenständen zu so alltäglichem Ge-
brauche im Zusammenhange zu sehen.
Ueberraschend ist die Wirkung eines
Lichtschirmes. Er zeigt eine Auerhahn-
falze, bei welcher jedoch der unter dem
Baume lauernde Jäger erst dann sichtbar
wird, wenu mau den Schirm gegen das
Licht hält. Das bedeutende Talent dieses
Künstlers fand wohl in dem Umstände die
ehrenvollste Anerkennung, daß Se.Maj.
der Kaiser bei Giuowsky Bilder z;
bestellen geruhten, welchem Beispiele bald
mehrere sehr hochgestellte Personen folg-
ten." Die Ausstellungen der Kunstvereine
in Wien hatten bisher keine Arbeit dieses
Künstlers auszuweisen.
Gmundner Wochenblatt 1856, S. 363. —
Nagler (G. K. Dr.), Neues allg. Künstler-
Lexikon (München 1837, 8°.) V. Bd. S. 173
berichtet von einem Ginowsky nicht mehr,
als das Folgende: „Geschickter Genremaler,
der sich 1823 in Wien aufhielt"; dürfte wohl
der Obige gemeint sein.
Gilttl, Julius Wilhelm (Physiker,
geb. zn Prag 12. Nov. 1804). Besuchte
seit 1817 das Gymnasium in der Neustadt
zu Prag und seit 1823 die Hochschule
dciseldst. Neben dem Berufsstudium betrieb
er vorzugsweise Naturwissenschaft, Ma-
thematik und Sprachen. Während er die
Rechte studirte,
unterzog er sich
1824—31
den strengen
Prüfungen zur Erlangung
der philosophischen Doctorwürde, welche
er zu Graz 26. Iänn. 1837 erhielt. Bis-
1833 fungirte er als Privatdocent aus
philosophischen Disciplinen in Prag, am
8. Febr. d. I . wurde er zum Adjuncten.
der Lehrkanzeln der Physik u. Mathematik
an der Universität in Wien ernannt nud
blieb es bis Mai 1836. Am14.Mai d.I.
erhielt er die Lehrkanzel der Physik an
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon