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Dammes vivKQtg (?»««, 1817,
8°.) III. Vä. 8. 269. —
Meyer lI.), Das große Conversations-
Lexikon (Hildburghausen 1845, Bibl. Inst.,
Lex. 3'.) XII. Bd. S. 1051 !nach diesem geb.
37. Sept. 1767^ . — Porträt. Unterschrift:
6»2tHno 6iHH. 6. »»IliQH öiss. I.. 0. Ni>
ooräi. 4". (Lith.)
Giovane, Juliane Herzogin (Stern-
krenzordensdame und Ob er st hofmei-
sterin der Kaiserin Marie Louise, geb.
in Würzburg ?), gest. zu Ofen im Aug.
1805). Sie ist eine geborne Freiin von
Mudersbach sundnichtwiein Mayers
Lexikon XII. Bd. S. 1059: Wunders-
baA, erhielt eine sorgfältige Erziehung,
war eine Jugendfreundin des Fnrft Pri-
mas Karl Theodor von D a l b e r g, machte
mehrere Reisen und lernte während eines
längeren Aufenthaltes in Neapel den
Herzog von Giovane kennen, dessen
Gemalin sie wurde. Doch wurde sie von
ihm wieder geschieden, ließ sich in Wien
uieder, und lebte seither nur den Wissen-
schaften und der Literatur. Im I . 1794
wurde sie von der Akademie der Wissen-
schaften in Berlin in die Reihe der Mit-
glieder aufgenommen, 1795 zur Oberst-
hofmeisterin der Erzherzogin Maria
Louise, nachmaligen Kaiserin von Frank-
reich , ernannt. Früh beschäftigte sie sich
mit geistigen Arbeiten, übersetzte Ges-
uers Idyllen in's Italienische und ver-
einigte mit diesen Borzügen des Geistes
seltene Anmuth und körperliche Reize.
Ihr Werk über die Prinzessen - Erzie-
hung hatte ihre Berufung als Erzieherin
an den kais. österr. Hof zur Folge. Von
ihr erschienen im Drucke: „Teller den V«nu",-
— „Aeber llie Aukhebnng der Veibeigenzchatt in
VLjlmen, tine Idylle"; — „Vie nier Wettatter
-ach Huid. In g Idyllen" (Wien 1784, 8°.);
— ,,3a« güldene Zeitalter in Italien. In'5 3ta-
1ieni«che iiber«cht von Hlcke LmtiZ" (Neapel
1790); — „Abhandlung über die Frage:
Velchr dllnerlMe Mittel gibt r«, die Menzchen
»hur iinzzerlicht bemalt zu» Hnten zu kühlen" (Würzburg 1735, 8°.); — „Idyllen »ai
I. nlln MnderIllach" (Würzburg 1785, 8°.);
— „^sttsi'a <A «na tiama nei coclioe cls/ie
ie^i <ic 6t. Dsucio" M^poli 1790, 8°.);
dieser Brief über die Colonie S. Lencio
snnd nicht 5 Lencio, wie es bei Schindel
heißt) ist an Vairo, Professor der Che-
mie und Leibarzt des Königs, gerichtet;
565" (Wien 1790), mehrmals aufgelegt;
^ s eMuT-6 stc." (Wien 1796); — „ißt-
sammelte Schritten" (Wien 1795), darin
fehlt aber die Abhandlung über den Ve-
suv; — „
9«5 a la
Vs7l>t a« 56^06 cle l'etat)
^oltt^e etc." (Wi6Q 1797, 8°.). Die
Schriften hat Joseph Edler von Netz er
ftichtR e tzow,
wie ihn Schindel nennt^
herausgegeben. Außer der Berliner Aka-
demie hatte noch die Stockholmer die Her-
zogin zum Ehrenmitgliede ernannt. Die
Absicht des östr. Hofes, sie zur Erzieherin
der taif. Prinzen und Prinzessinnen zu
wählen, wurde durch ihre Kränklichkeit
und die politischen Ereignisse vereitelt.
Auch besaß sie gediegene Kenntnisse in
der Mineralogie nnd ein schönes Mine-
ralien - Cabinet.
Der Biograph. V. Bd. S. 221. — G erning
( I . I.), Reisen durch Oesterreich und Italien
(Frankfurt a/M. 1802, 3°<) I. Bd. S. 92. —
Schindel (Carl Wilh. Otto August v.), Die
deutschen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhun-
derts (Leipzig 1823, Brockhaus) I. Bd. S. 161.
— Baur (Samuel), Allg. hiftor.-biogr.-liter.
Handwörterbuch (Ulm igie, Stettiui,
Lex.3°.) 1. Bd. Sp. 496- — Meusel (Ioh.
Georg), Das gelehrte Deutschland (Lemgo
1783, 8°.) I I . Bd. S. 567; IX. Bd. S. 427;
XI. Bd. S. 271; XII. Bd. S. 332. —
Journal von und für Deutschland. 1791.
St. 3, S. 231. — Porträt. Zwinger äei.
F. John «c. 1805. Kniestück, 4<
Giovanelli, Friedrich Maria (Pa-
triarch von Venedig, geb. 1729, gest.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon