Seite - 201 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
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Judith und Esther. Sonst erschien im
Drucke nur noch das „Mogio äsli" ^lb.
6iu56Fps LellegT-inH'" semes Freundes.
In seinem Nachlasse befanden sich meh-
rere poetische und prosaische Schriften,
barunter ein „Hnai-eFiniale", und eine
gewählte Bibliothek, welche in den Be-
sitz seiner Familie überging.
F'scksl'ioi (^lb.), Vio^i ä' 111. 6eo1s8.
?oiü. I I I . — 5<3amt>t7', La^t/lol.I fta
vinois VensL^QS uei «Laola 18.
1824, 8°.). — Dunclolo (Sirol.) ^ La. o2.au.t2
oiuguÄQt' 2.UQI. Ltudii storioi (Vonsäi^
1857, Xaratovick, 8".) ^xVSQäico 8. 129. —
Porträt. Unterschrift: Nril'l-Hnäo 6WUari.
Musitelli iuc. (Venedig 1824, Lex. 8°.). —
Ew Bartolomeo ooute Giul iari ist gleich-
falls aus Verona gebürtig, und war ein guter
Architekt; einen Namen aber machte er sich
durch die Errichtung einer Vuchdruserei, wozu
er das ansehnliche väterliche Erbe verwendete
und aus welcher Ausgaben von Werken her-
vorgingen, welche durch CorrectheitdesDruckes,
Eleganz der Typen und des Papiers mit den
Erzeugnissen der berühmtesten Officinen
wetteifern können.
Gwlim, Georg Graf-(Geschicht-
schreiber, geb. zu Mailand 27. Juli
1714, gest. in der Nacht vom 25/26. Tzec.
1780). Entstammt einer ansehulichön Fa-
milie. Sein Vater war Senator. Oeorg
bewchte die Iesuitenschnlen in Mailand
und begann, 18 Jahre alt, das Nechts-
ftudium'. In Pavia erhielt er die Toclor-
Würde. Zugleich aöer war es die Archäo-
logie, auf die er sich mit besonderem Eifer
verlegte, uud feiue Erholung bildete die
Musik, worin er ausgezeichnete Kennt-
nisse besaß und mehreres componirte.
G. nahm.au mehreren öffentlichen Dien-
sten Theil und entledigte sich der ihm
übertragenen Geschäfte mit Geist und
Geschick. Seine histor. Arbeiten erregten
Aufsehen und seine Landsleute nannten
ihn allgemein ihren Historiographen. Die
österr. Regierung beauftragte ihn mit
einer ausführlichen Darstellung sämmt- licher milder Stiftungen der Lombardie,.
in welchem Gebiete die Leistungen dieses
Landes unübertroffen dastehen. Seine
rastlose Thätigkeit unterbrach aber mit
einem Male ein Schlag-> Anfall, der ihn
1774 im Alter von 60 Iahreu traf. Auf
ärztliche Anordnung' mußte er nun jede
geistige Beschäftigung aufgeben, er be-
folgte auch einige Zcit diese Vorschrift,
aber wieder zog es ihn mit aller Macht
zu feinen Arbeiten, als ihn 1777 zum
zweiten Male der Schlag traf und an-
fänglich seine Sprache lahmte, die er jedoch
durch die sorgfältigste Pflege seiner Ge-
malin wieder gewann. Aber sein Gedächt-
niß hatte er verloren, und mit ihm die
Möglichkeit, seineForschungen fortzusetzen;
nur die Liebe zur Musik war ihm geblie-
ben bis an feinen Tod, der im Alter von
66 Jahren erfolgte. Seine Schriften,
sind: „Di <3iMa DrA5iM) /iMuoia cli
6s7-mQ?neo - (Naiianä 1756); die In-
schrift, ganz verstümmelt, war in Arcore
bei Monza gefunden und bisher nicht
entziffert worden, ihm war es gelungen,
sie vollständig herzustellen; — ,,6op>H
i^nMeatT-o ck M'iano-' (Nbeuäa. 1757),
beide Abhandlungen in der von Agnelli
herausgegebenen ^accoltä. iniianeL^";
7-scitata. «b mortö äs! Ocmts
1769,
^ i " , 9 Vä6. MuälQuä 1730 —1775,
., zuletzt Mailand 1856 u. f.. Colombo,
3 Läö. (U^Iariä, 4".).; diese beiden
Werke sind
die bcdeuteildsleLeistung G.'s;
schon nach dem ersten Ban^e ernannten
ihn viele gelehrte Akademien zum Mit-
gliede, die Dcputirten Mailands zum
„histcriographen", und die Kaiserin
MariaTheresia, welche ihm eine Pen-
sion auswarf,-ließ, als der neunte Band
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon