Seite - 202 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Bild der Seite - 202 -
Text der Seite - 202 -
202
erschienen war, ihn durch den Grafen
Firmian, der ein Gönner G.'s war
beglückwünschen und auffordern, dies
Arbeit fortzusetzen. G. war Zeit 1765
eines der thätigsten Mitglieder
üemia. äei iraZfttriQäti; beschäftigte sich
auch eifrig mit der Gemmenkuude und
hinterließ mehrere Arbeiten über dieselbe,
über Inschriften, dann histor. Forschun-
gen, mehrere Dramen und lateinisch,
Gedichte in Handschrift. Unter diesen he-
ben wir heraus die ^Kacooita H
intorno ai ^escora^i, alle ^bba^i
iano^, 3 Il i is; das oberwähnte im Auf
trage der österr. Regierung gearbeitete
Werk über die frommen Stiftungen der
Lombarden; den vierten Band der „ Oon-
o") welcher aber unvoll
endet geblieben;—und einen ^Mer^o äi
lan.0^^ welches Verzeichnis in der Am
brosianischen Bibliothek in Mailand sich
besindet.
<3torio (<?io?.'. Z^lit.)) <3Ii uoniini illustri
coiN2.5<:2. vioeoüi (AuäQua 1784). —
!2.ueii8i5 im XIII. Bde. Nr. 8 von Fabroni's
„Viws ItalorUN, äactlin«». üxeslisutwin c^
8260. XVIl et XVIII Üoi-usrunt." — Ztor
sslla iLttsraturÄ. itglinns. äei liradoscd
HI. Lä. (von Ant. Lomb ardi). —
Vio3r2.La> äe^U Il!u8tri Italiaui äs!
XVIII (VäueäiF 1841). — Gerber (Ernst
Ludwig), Neues hiftor.-biograph. Lexikon der
Tonkünstler (Leipzig 1612, Kühnel, gr. 8".)
II. Thl. Sp. 337. — In der neuen Ausgabe
feiner ^Hlsmoi-is «xüttaQti alla. 5taria....
äi Nllauu" (Uailkuä I8öa, Oolouida, 8".)
befindet
sich
im ersten Baude S. IX—XXIV
seine Lebensbeschreibung von M. Fabi lda-
selbft S. XXI das Verzeichniß feiner gedruck-
ten Werke und S. XXIII das feiner nach-
gelassenen Schriften^. — Grabmonumcnt.
Giulini ist in der Familiengruft in der
St. Thomaskirche in Terra Mala bestattet.
Daselbst befand sich eine Gedenktafel aus
weißem Marmor mit folgender Inschrift: . ^stsrnas
trioii .
. Oivicis.
. Hu,o . ?uftrs I InFSniuin. DootriuN I Nloäe»
vlssua I 0b . VIII . Kai . ^2 . UvcOXXXI
.l^.st.I.XVI. IN.2I.II.6. l —Im
Jahre 1850 wurde unter einem Porticus im
Palaste der schönen Künste zu Mailand, wo
die Büsten der um das Vaterland verdienten
Männer aufgestellt sind, Giulini ein Denk-
mal, u. z. seine Marmorbüste, aufgestellt. —
Porträt. Facsimile der Unterschrift: Oouts
Kiorsio QwliQi. ^.. kOlIssrwi Zo. 8aitt2-
inai-ia iuo. (Mailand 18aä, gr. 8°.)
Giustiniani, Girolamo Ascanio (Pa-
tricier von Venedig und Podest 2. von
Bergamo, geb. in Venedig 1753, gest.
ebenda 1787). Entstammt einer vorneh-
men Familie Venedigs, in welcher die
Pflege der Wissenschaft heimisch war fter-
gieiche unten die Quellen). Nach einer
sorgfältigen im Hause genossenen Erzie-
hung begleitete er seinen Bater nach Con-
stantinopel, wohin dieser als Gesandter
1766 sich begab. Dann unternahm er
1 l/2 Jahre lang Neisen auf dem Conti«
nent, und richtete namentlich sein Augen-
merk auf die Verwaltungsformen in Hol-
land und England. Heimgekehrt', wurde
er Patricier und, nachdem er mehrere hohe
Würden in der Republik bekleidet hatte,
Podestä. von Bergamo. In dieser letzten
Eigenschaft erwarb er sich um das Gemein-
wohl solche Verdienste, daß ihn die Stadt
durch Aufstellung seiner Statue ehrte und
die Kaufleute ihm zu Ehren ciue Me-
daglie prägen ließen. Im Drucke erschien
von ihm eine Schrift: „^ennsl-i cii nn
1787), worin er reiches und gründliches
Wissen beurkundet. Dem Staate, dem
Gemeinwohl und der Wissenschaft entriß
chn der Tod im blühenden Alter von 34
Jahren.
Osnni «torioi
183Z). — Oanclolo
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon