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nasms in 4 Bdn. (Padua 1777, Fol.).
Schließlich veröffentlichte er das Origi
nalwerk: ^Hen's «-o^ olagsiaa clei I^cov
cli Laeiora". Seine reiche Privatbiblio.
thek schenkte er nock vor seinem Tode dem
bischöflichen Seminar, nnd stiftete das
Civilbojpital in Padua, dessen Bau nach
dem Plane des Ab. Dominik Cerato
1779 begonnen wurde, und welches 'am
29. März 1798 die ersten Kranken bezo-
gen. Allgemein verehrt starb diefer Wohl-
thäter seiner Dio'cese im Alter von 84
Jahren.
F /^'T-a/'i (6wi.-. Fati,), ^anäatin in innere II. H..
^U5t:ni22i, epi8ettxi I»2t2,vini (I?<iäu2.1796).
ctie s rsceuti (?2än2, 1856,
II . üä. 8. 5? stheitt die Lobrede des Prof.
Rb. Lud. Meuin auf G. mit, die dieser
gehalten, als G/s Porträt am 3. Aug. 1845
W dem von ihm gestifteten, nach ihm benann-
ten Hospital zu Padua aufgestellt wurdet —
ä i 8uoi ultiuü cin^U
äii «torici (VeQk6i3i356,^2.rs,tovieIi,8".)
L. 133. — Denkmal. Im I. 3802 wurde G.
zu Ehren cin Basrelief aufgestellt, ein Werk
Canova'Z. 2s stellt die Stadt Padua als
Natrouc vor, welche mit gebeugtem Knie
den Namcn ihres Wohlthäters in^cine Tafel
schneidet n^che II. Bd. S. 258 unter deu
Werken Canova's aus dem I. 1800; die
daselbst auöcführte Statue „Padua" ist eben
d ie d em An denken G iustiniani' s gewid-
mete). — Porträt. Tasselbe in Oel ge-
malt, ein Geschcnl des Grasen Pilolaus
Giustiuiani', befindet sich im Directions-
zimmer des von N'itolaus Anton gestif-
teten Hospitals.»— Ein Bruder' des Obigen
ist Paul Franz G. (geb. 17IZ, gest. 17ß9),
der^ gleichfalls schr jung das Klosterleben
wählte und Kapuziner wurde. Er war erst
29 I . alt, als ihn 1744 Papst BenediktXIV.
zum Bischöfe von Chioggia ernannte; 1750
kam er in gleicher Eigenschaft nach Trevifo.
Dort brachte er das vorher gesunkene bifchöfl.
Seminar in solche Blüte, daß es mit dem
berühmten Paduaner Seminar um den Vor-
rang stritt. Als geistlicher Schriftsteller gab
er zum Gebrauch in seiner Dio'cese eine
Oi « (1776) und 10 I . später Papst Pius VI. ehrte aber den verdienten
Prälaten durch Verleihung des Titels eines
Bischofs w xartidu3 von Chalcedon. Noch
zwei Jahre genoß G. der Ruhe, dann beschloß
er, 74 Jahre alt, sein Leben. — Ein anderer
Marcns G. war gleich dem Nikolaus
Anton auch Bischof von Torcello und starb
als solcher 1735 Mer diesen siehe: Oratio
in tullyro N. ?u3tiniklli, LuroftUaiii Lpigeoxi
(Veneäis 1735, 4".) und Le3t^ m22z<o üeU'
illust. y revoreuli. iaoii5iF2c>i'6 21. Oinsti.»
ui2,ni, VL800V0 äi lorosiil) (Vensäiß 1759,
4".)). — SchlMich sei hier noch eines Vtar-
cus Älntonius G. gedacht, welcher als Po-
deftä von Friaul sich solche Verdienste um die
Provinz erwarb, daß sein Andenken durch eine
Medaille im I.1789 verherrlicht wurde. Dieselbe
stellt vor auf der Kopfseite fein rechtsgekehr-
tes Porträt mit der Umschrift: Ziarong .
^ütouius .^ ustini2,QU5 . ?ro v . ?oroiu1 .
kr2eses. Auf der Rückseite die allegorischen
Figuren der Freiheit, Wachsamkeit und des
Ueberstusses. ^Vergleiche über ihn: Oanckolo
fü^ol.), I^H o».äu,tH äell». I6pudb1io2 äi Vs»
QS2i^ oä i suoi ultirai cw^uaut' anni.
Ltnäii «toiioi . . . (Vsneäiss 1855, Xarato
vieli, 8".) 8. 134.^ l
Gladyszewicz, Matthäus (Theolog,
geb. zu Ende des vorigen Jahrhunderts).
Swdirte die Theologie und die Rechte,
erhielt nach beendeten Studien die jurid.
Doctorswürde und trat dann in die Seel-
sorge. Er wnrde Pfarrer zu Luborzyc,
kam dann 1835 als Domherr zum Capi-
tel an der Krakauer Cathedrale, wo er
Viceprocurator, Procurator, 1849 Cuftos
und 1851 Administrator der Krakauer
Diöcese wurde. Als tyeolog. Schrmsieller
gab G. eine polnische Nebersetzung des
Werkes vom heil. Augustin „äs oivi
i" heraus unter dcm Titel:
QSM" (1786) heraus. Im 1.1787 vom Mer
gebeugt, legte er seine bischöfl. Würde nieder. A F ^ , d. i. Die ersten fünf
Bücher vou der Stadt Gottes des h. An-
relius Augustin (Krakau 1835, 8°.); —
ferner:
) d. i. Das Leben des s^el. Pran-
dota von Bm!a'czew, Bischofs von Kra-
kau (Krakau 1845) ein Werk, gerühmt
semer histor. Treue, und des schönen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon