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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 212 -
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212 j Dootor 1776, eest. 5u j 1831. l veui Unveree .l I «eine ä, äen. 17. Aov. , äsn 25. sopt. Glavar auch Glüvar, Peter Paul (Humanist, geb. zu Commenda St. Petri in Krain 1721, gest. ebd. 24. Jan. 1784). Ist ein Kind der Liebe und sein Name ist der seines Vaters des Oomiuen- Aktors B..M. Teftaferrata zu Malta in slovenischer Uebersetzung. G. wurde von Landleuten Namens Basfaj in St. Peter als Pflegekind angenommen und zugleich mit ihrem Sohne Bartholo- mäus erzogen. Während aber der letz- tere nach Laibach geschickt wurde, um zu studiren, mußte G. daheim das Vieh hü- ten. Endlich gelang es ihm, seine Wiß- und Lernbegierde zur Geltung zu bringen und Peter wurde Barthels Genosse in den Schulen zu Laibach. Als Barthel in Graz die Studien weiter fortsetzte, er- griff auch Peter das Verlangen darnach, und indem er aus dem Hause seiner Pflegeeltern entwich, ging er nach Oraz, wo ihm aber ein unwirthlicher Empfang von Seite Barthels wurde. Doch blieb er seitdem in Graz und vollendete das theologische Studium. Auf den Rath sei- nes Ortspfarrers unternahm er eine Reise nach Malta. Da ihm aber alle Geld- mittel fehlten, so kam er vorerst nur nach Zengg, wo der junge Cleriker bei einem reichen Handelsmanne als Erzieher ein- trat und im folgenden Jahre mit dem ersparten Gelde seine Weiterreise nach Malta antrat. Dort traf er mit dem OonuktznäatolS Teftaferrata zusam- men, der nach Lesung des von G. mit- gebrachten Beglaubigung-Schreibens des Ortspfarrers den jungen Cleriker (seinen Sohn) auf das Gütigste aufnahm und nun für seine Zukunft sorgte. Nach einjährigem Aufenthalt in Malta kehrte G. über Zengg in seine Heimat zurück, erhielt vorher in Terfat die Priesterweihe, trat dann auf Anordnung des OomuikQäHtors als Bi- car des Pfarrers von St. Peter ein, und übernahm nach dessen Tode die Pfarre selbst. Noch unternahm G. zwei Reisen nach Malta und entwickelte, seit er Pfar- rer war, eine segensreiche Wirksamkeit in seiner Gemeinde. Noch einmal 1765 begab er sich nach Malta, als Testafer- rata's Leiden seinen nahen Tod ahnen ließ. Kurz zuvor hatte er aber über T e- ftaferrata's Auftrag den Kanf des Gu- tes Landspreis betrieben, der nun mit der Summe bewerkstelligt wurde, welche ihm als Erbe zufiel. G. setzte nun seinen Zög- ling Tomelli als Beneficat-Administra- tor in St. Peter ein, und zog sich auf die Herrschaft Landspreis zurück, wo er sich mit Hebung der Landwirthschaft und Bienenzucht beschäftigte, und mehrere nützliche Neuerungen einführte, welche in der in den Quellen angeführten Lebens- skizze vonI. Rech feld (S.36) ausführ- lich dargestellt werden. Als Wohlthäter seiner Gemeinde hat Glavar ein un- vergängliches Verdienst; noch als Pfar- rer in St. Peter hatte er aus eigenen Mitteln ein geräumiges Schulgebäude errichten lassen und für unentgeltliche Ertheilung des Unterrichtes in mehreren Gegenständen und in Musik Sorge getra- gen. Auch erhielten die Kinder Kost> Quartier und Wohnung. Als er starb, setzte er die kranke, arme, hilfsbe- dürftige Menschheit allein zusei- nem Universalerben feines bedeu- tenden Nachlasses ein. jIni I . 1848 er- hielten 10 Personen 4 Weiber und 6 Män- ner im Glavar'schen Spital Pflege.^ Die näheren Bestimmungen seines Testa- mentes enthält die unten angeführte Bio- graphie. Als landwirtschaftlicher Schrift- steller verfaßte er ein treffliches theoretisch- praktisches Werk über die Bienenzucht in krainischer Sprache, welches sein Testa- mentsvollstrecker Tomelli laut letzter
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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