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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
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214 Hunft. XIV. Jahrg. (Wien 1823, 4°.) Nr. 95. — Öestr. Nat.-EncyNopädie (von Graff er u. Czikann), (Wien 1835) II. Bd. S. 381. — Frantl(L. A.), Sonntagsblätter (Wien, gr. 3«.) III. Ihrg. (1844) S. 165 u. 573. — Nagler (G. K. vr.), Neues allg. Kiinftler- Lerilon lMünchen 1835 u. f., 8°.) V. Bd. S. 235 Inach diesem geb. 1793 .^ — Wiener Zeitschrift für Kunst u. s. w., Herausgegeben von Schith. 1823, Nr. 3. Gleich, Joseph Alois(Schriftsteller, geb. in Wien 14. Sept. 1772, gest. ebenda 10. Febr. 1841). Besuchte die Iosephstädter "Piaristenschnle in Wien, betrieb Sprachen nud verlegte sich auf dieStaatsrechnungtzwissenschaft. 18 Jahre alt, trat er in den Staatedienst, ans dem er nach vierzigjähriger Dienstzeit sich in den Ruhestand zurückzog (1830). 2 Jahre später übernahm er, um nicht, unthätig zu sein, eine Hofbedienstung, welche er mehrere Jahre bekleidete. Neben diesen Diensten hatte er auch durch diele Jahre als Theaterdichter der Iosephstädter und später der Lcopoldstädter Bübne fungirt. Zuletzt starb er tief verschuldet in bitte- rer Armuth. Seiue Tochter war an Fer- dinand Raimund verheiratet, aber die Ehe war nicht glücklich und Raimund schied sich von seiner Frau. Das gegen- wärtig unter dem Namen Naimund auf Wanderbühnen auftretende Kind ist nicht Raimunds Kind. Schon in früher Jugend versuchte sich G. als Roman- schriftsteller und verlegte sich auf das da- mals beliebte Fach der Ritter-, Geister- nnd Schauerromane, worin er das Höchste leistete, was in dieser absurden Gattung zu Stande gebracht wurde, und bei der damals herrschenden Geschmacklosigkeit eine Beliebtheit erreichte, die ebenso über diesen Erfolg staunen macht, als anderer- seits seine Fruchtbarkeit erklärt. Später, als er den Tod seiner Producte überlebt hatte, verlegte er sich auf das Gebiet der Zauberposse und des VolksMckes und wußte auch da längere Zeit das Publicum in Athem zu erhalten, bis ihnBäuerle und mit dauerndem Erfolge Ferdinand Raimund, dieser Shakspeare der Zauberposse, für immer von den Brettern verdrängten. G. schrieb theils unter eige- nem , theils unter fremden Namen, oft wenn ein Schauerroman sich besondern Beifalls erfreut hatte, wie z. B. der „Weudelin von Höllenstein oder die Todtenglocke", so Pflegte er sich nur als Verfasser desselben zu bezeichnen. Als ein bibliographisch-culturhisto- risches Curiosum lassen wir weiter unten alle Werke dieses fruchtbarenSchrift- stellers folgen, an deuen der Titel in der Regel das Beste ist. Es gewährt einen komisch-wehmüthigen Einblick in die gei- stige Versuukenheit der Generationen, welche die drei letzten und drei ersten De- cenuieu um den Anbeginn des 19. Jahr- hunderts gelebt haben. ,I.Schriften des Joseph Alois Gleich. Unter seinem Namen gab er heraus: „Geschichte der Stadt Wienerisch - Neustadt" (Wien 18<)9, gr. 8".); — „Gemälde für Lie- bende", 2 Thle. (Wien 1796), 2. Auflage unter dem Titel: „Mutter Irmentraut" (Eb. 1816); — a) di-e Theaterstücke: „Der rothe Thurm in Wien", Orig.-Schausp. mit Ges. in 3 Aufz. (Wien 1805); — „Ara- gis von Benevent", SchausP. in 3 Aufz. (Eb. 1806); — 5,Es ist Friede oder die Zu rück k un ft des Fürsten", Gem. i. 3 Afz. (Eb. 1806);— „EPPo von Gailingen", Gem. d. Vorw. m. Ges. in 3 Act. (Eb. 1806); — „Hildegunde und Siegbertsky", Rittermärch. in 3 Act. (Eb. 1806); — „Die eiserne Jungfrau", SchausP. mit Ges. in3 A. (Eb.1806); — „DerbraveMann", Kom. Oper in 3 A. (Eb. 1806); — „Die Musikanten auf dem hohen Markt, — Adam Kratzerl von Kratzerfeld", zwei loc. Possen mit Ges. (Wien 1806); — „Goda oder Männersinn u. Weiber- muth", in 3 Aufz. (Eb. 1807); — ,.Inkle und Yariko", SchausP. in 1 A. (E5.1807); — „Lohn der Nachwelt", Schausp.i.4A. (Ebd. 1807); — „Die Löwenritter", SchausP. in 4 Act. und 4 Thln. (Eb. 1807); — „Die Vermälungsfeier Alberts v. Oesterreich", Or.-Schausp. mit Ges. m 4 Act. (Eb. 1L07); — „D;e Fürsten der > Longobarden", Orig.-Schausp. in 3 Act.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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