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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 216 -
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Seite - 216 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

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216 2. Aufl. 1317, 3. Aufl. 1841); - «„Elisa von Eisenthurm, ober das Georgenhäuschen am Leopoldsberge" (Franks. a/M. 1807); — *„Mougolf von Rothenburg, oder der Kampf nm Mitternacht" (Eb. 1816); — *„Die drei Nächte außer dem Brautbette, oder die Tochter der Hexe von Endor" (Leipzig 1822); — ^Wendelin von Höllenstein, oder die Todten- glocke um Mitternacht" (Wien 1322); — „Sylphide, das Seefräulein auf ihrer Luft- reist" (Eb. 1829); — „Der schwarze Ianosch oder die geheimen Gewölbe in Venedig" (Eb. 1823); — „Martin Pleyer, der Kreuzfahrer wider Willen" (Ebd. 1330), die drei letzten Unter dem Namen: H. Waiden; auch er- schienen gesammelt unt. d. Titel: „Zöglinge froher Laune, oder neueste Märchen, Erzäh- lungen und Schwanke" (Eb. 1829 u. 30); — alle folgenden Romane erschienen unter dem Pseudonym L. De! larosa: „Mathilde v. Arnsiein, die Löwenbändigerin in Palästina" (Wien 1837); — „Tie Belagerung Wiens durch die Tückn", 2 Thle. (Ebd. 1838); — „Guido von Sendenftein, oder die Tempel- ritter m Mödling" (Eb. I339j; — „Dagobert von Greifenstein, oder. das Todtengericht um Mitternacht in den unterirdischen Schauer- Wften der Burgfeste Theben in Ungarn" (Eb. 1840); — „Das Räubermädchen von Baden und die Teufelsmühle am Wienerberge" (Eb. 1840); — „Arnulf Schreckenwald, genannt der Eisenfresser" (Eb. '1840); — „Das Bluh- gericht im Thurme Daliborka am Hradschin zu Prag" eEb. 1311); — „Die Höllenbraut oder dic gespenstigen Rächer im Siebcngebirge" (Eb. 1841); — „Hmora der Träumer, oder die Schauernächte im Schlosse Krakow" (Eb. 1841); — „Die Nymphe von Teplitz, oder die Geifterglose im Räuberthurm zu Riesen- berg" (Eb. 1841). Diese Mufterkarte von haar- sträubenden Büchertiteln, sämmtlich Schriften, als deren Autor Ios. Al. Gleich festgestellt ist, gibt einen hinlänglichen Begriff von der geistigen Ohnmacht, verbunden mit der plan- mäßigen Speculation auf den seit Jahren systematisch niedergehaltenen Geschmack seiner Leser. Außer obigen Schriften sollen noch fol- gende GIeichs Prodncte sein: D ie Romane. „Guntrams Schatten um Mitternacht", — „Brüder Martenftein", — „Pauline von Sa- ligna", — „Die Sternenwandlerin", — „An- dolin von.Grauenfels", — „Rinfried von Todtenstein", — „Fritz von Fannaur", — „Fridolin von Eisenfeld", — „Ferdinand und Louife", - „Theodorich der Große", — „Nett- chens Entführung aus dem Serail" — und die Theaterstück«: „Ydor, der Wanderer aus bem Wasserreiche", — „Der Hölle Zauber- gaben", — „Pächter Valentin", — „Peter Stieglitz", — „Der lustige Fritz", — „Adler, Fisch und Bär". — Auch gab Gleich ^eit dem Jahre 1831 unter dem Titel: „Komische Briefe des Hanns Iörgel von Gumpoldskir- chen", eine Art Fortsetzung der ehemals so beliebt gewesenen „Eipelbauer Briefe", in zwanglos erscheinenden Heften heraus. Als Beweic, wie gesucht Gleichs Arbeiten zu ihrer A i t waren, folgt hier noch die Lifte der Wiener Verleger, deren jeder mehrere seiner Schriften verlegte, u. z. Haas, A. Doll, Nehm, Wallishaufser^. Pichler, Bauer, Hartleben in Pesth, Möstl in Krems und außerdem Buch- händler in Leipzig und Frankfurt a/M. II. Zur Biographie. Gleich schrieb, wie schon bemerkt, unter seinem Namen, ferner unter dem Namen Heinrich Walden, Adolph B lum und Ludwig Dellclrosa. In der Lebensskizze von Wladimir in der Abend-Zeitimg wird die Vermuthung ausgesprochen, daß Gleich in ärmlichen Verhältnissen gestorben sei; nach dem Londoner „^tbeuaouin" 1841 6. März foll^ er seiner einzigen Tochter ein Vermögen von 220,000 fl. hinterlassen haben. Das Erstere ist wahr. — Abend-Zeitung von Theo- dor Hel l . 1841, Nr. 64 (16. März):;„Joseph Alois Gleich", von Wladimir . — Miener Theaterzeitung, herausg. von Ad. Bäuerle. I. Jahrg. (1806) Nr. 11, S. 166. — Annalen der Literatur und Kunst des östr. Kaiserthums 1802, Intelligenz-Blatt Nr. 7, Sp. 55. — Ocftr. National-Encyklopädie (von Graf fer u. Czikan n), (Wien 1835) I I . Bd. S. 382. — G erv inu s (G. G.), Geschichte der deut- schen Dichtung (Leipzig, Engclmann) 4-. Aufl. V. Bd. S. 625. — Oestr. Parnaß, bestiegen von einem heruntergekommenen Antiquar . . " (Freh-sing, Athanasius H Comp., 8°.) S. 19 lnach diesem geb. 1786. Daselbst wird Gleich folgendermaßen charatterisirt: „ In . der gesell- schaftlichen Welt wenig gekannt, herunter- gekommener Localpossen- und Romanschrciber, gebeugt vom Unglück, beispiellos fleißig, be- mitleid enswerth, nicht ohne Talent, sein Unglück verdankt er sich selbst"). Gleisbach, Grafen von (Genealogie). Ein altes fteiermarkisches Geschlecht, des- sen Ahnen in den Anfang des 13. Jahr- hunderts zurückreichen, denn schon 1209 erscheint ein RudolphG. in Urkunden. Mehrere Glieder der Familie bekleideten Staatswürden und fochten in den Tür- tenkriegen. Wilhelm von G. war un- ter den Abgesandten, welche 1578 vom
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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