Seite - 229 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
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Rosenkranz" lEpisode aus G.'s Leben, nach
welcher die Erlaubniß seiner Eltern, nach Ita-
lien reisen zu dürfen, den Wirlungen eines
Rosenkranzes zugeschrieben wird, den ihm ein
armer Ordensbruder, Namens Anselmus
begeistert von G.'s Gesänge, zum Andenken
gegeben hatte). — Ostdeutsche Post. 2858.
Nr. 260 u. 261 „Gluck und Piccini. Mu-
sikalisches Sittenbild aus dem letzten Viertel
des 18. Jahrhunderts."
s) Anecdotiscketz. Nllg. Wiener Musikzeitung
1843, M. 82, S. 344. Das Epigramm A y-
renhoffs auf Marmontel , als dieser
G.'s Musik nns muöiquo Wäe5guo genannt;
dasselbe lautet: „Daß Du die Musik Glucks
Luä63yus genannt, I Beschimpft nur Deinen
Witz, nicht
sie,
l Auch weiß ich, daß er gern
Dir diesen Witz verzieh; ! Mein ein Spott,
ber seinen Zorn entbrannt, I War der, daß
Dein Paris lravx^iLo sie genannt." l —
Gesellschafter, herausgcg. von Gubitz. 1823,
Nr. 120, S. 574: „Gluck und Veftris." —
Oestr. Zeitung (Wiener polit. Vlatt) 1866,
Nr. 329: „Gluck als Vonmotist." — Wiener
Conversations-Blatt (Theaterzeituug von Ad.
Bauer le) 1855, S. 380 lerzählt einen Zug
aus G.'s Leben nach einer Mittheilung von
C. Friedrich Cramcr). — I/Lutreaots (Pa-
riser Blatt) 1853, Nr. 317: „I.e näßi^s äs
öluok" ^übersetzt in Hickels „Salon" (Pra-
ger Blatt) 1853, Nr. 325). — Fr an kl (L. A.
Dr.), Sonntagsblätter 1342, S. 244. — Die-
selben 1842, Nr. 12, S. 201.
III. Ueber sein Grabdenkmal — dessen Wieder-
herstellung — Testament:c. Glucks Grab-
denkmal besteht aus einem Obelisk, der auf
einem Felsen sieht. Im Würfel des Obe-
liskes befindet sich die alte, rothmarmorne
Denktafel von G.'s Grabe mit der Inschrift:
Ner Nuket > NW Ktzobt8ob2.5ner Osnt I
sobsr A2.UQ. Nin Nifrl^er l (!d«8t Nin
treuer <3atte j Odi-iötopll Rittei- 6-iuok. !
Der NrliabsQSQ 1ouicuil5t j c^rosLsr Usistor.
j Nr stark NN 15. Hoveind^l 1787. I Im
oberen Dritttheil des aus geschliffenem Granit
gefertigten Obeliskes ist ein Erzmedaillon mit
Glucks Porträt angebracht, darunter stehen
die Worte: ^in > Nlud.u.u.äertär6i5Li38t6n !
^nä 2V76it6n I AäbnrtskestH j erriontet s 1346.
Angeregt wurde die Wieberherstellung des
verfallenen Grabes von L. Norbert in der
Witthauer'schen „Zeitschrift", später von
Herbert (Grandjean) in den „Sonn-
tagsblättern" von Frantl . In der Redaction
dieser letzteren wurden auch die Beiträge zu
diesem Zwecke entgegengenommen und von
Zeit zu Zeit bekannt gegeben. Die Pyramide
wurde in der Wasserburger'schen Anstalt aus grauem geschliffenem Granit gemeißelt. Das
Medaillon mit Glucks Porträt in Bronce
vollendete H. Hochenecker Hun. Eine Ab-
bildung des Denkmals brachte die „Wiener
allgemeine Musikzeitung" 1846, zu Nr. 8ö.
— Graffer (Franz), Wiener Dosenstücke
(Wien 1852) 2. Ausgabe I. Theil, S. 238:
„Christoph der wahre" lenthält auch die
Nachweife über die Verwechslungen deS
Geburtsjahres des Componisten mit dem sei-
nes gleichnamigen Bruders die Inschriften
des Grabsteins von G. und seiner Frau). —
Frank: (L. A. Dr.), Sonntagsblätter 1846,
S. 815: „Glucks Grab" liiber die Priorität
der Aufforderung zur Herstellung eines Mo-
numentes auf G.'s Grab, welche weder dem
G. Schweig erd noch?Herbert, sondern dem
schon genannten Hrn. L. Norbert zukomme,
der ein Jahr früher (1844) diesen Gegenstand in
Witthauers „WienerZeitschrift" zurSprache
gebracht hatte). — Dieselben 1846, Nr. 27:
„Gluck. Am einhundert zwei und dreißigsten
Geburtstage" lNachricht über die Herstellung
seines Grabdenkmales). — Dieselben 1346,
Nr. 23: „Glucks neuer Grabstein" ^mit
einer Abbildung). — Mgem. Musikalischer
Anzeiger 1840, Nr. 17: „Glucks Grabdenk-
mal" von Leopold Fitzinger. — Mgem.
Wiener Mufikzeitung, herausgeg. von Anton
Schmidt 1845, Nr. 97: „Schreiben von Aug.
Schweigerd nn den Redacteur" D.'s Grab-
stein betreffend). — Dieselbe 1845 (V. Ihrg.)
Nr. 116, S. 463 : „Endlich hat man GluckS
Grab aufgefunden" lZurechtweisung der Ad.
Bäuerle'schen „Theaterzeitung", veranlaßt
durch die Beschreibung von G.'s Grabstein
auf dem Matzleinsdorfer Friedhofe 1846,
Nr. 227). — Dieselbe 1846, Nr. 85: „Chri-
stoph Ritter v. Glucks Grabmvnuwent" von
August Schmidt ^Geschichte der Wiederher-
stellung des Denkmals und Bericht über die
Enthüllungsfeier, welche am 11. Juli 1846
stattfand). — Testament Glucks. Dasselbe
ist in A. Schmids Lebensbeschreibung G.'s
S. 473 abgedruckt.
IV. Urtheile über Gluck als Musiker im Allgemei-
nen. Zur Geschichte seiner Musik. 2iöniairy
panr ssrvir ä> I'kistoire äe 1a, Nsvointiol».
o^srös äa.23 1a. Nlusi^ne p2.r U. Is Cbsva-
lier <1s 6s1lia1c (Napiss et se trouvs ä, karig
eks2 Naiii? 1731, 31». 8".). Das Wert, eine
der Hauptquellen zur Geschichte der G.'schen
Musik, enthält in 97 von verschiedenen Per-
sonen abgefaßten Artikeln den musikalischen
Streit zwischen den Gluckisten u. Piccinifteu.
Die meisten dieser Artikel sind aus den 70ger
und 80ger Jahren des vorigen Jahrhunderts
und in sehr selten gewordenen Journalen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon