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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 249 -
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249 nach I . G. Bergmül ler (Folio); — „Hie heil. Walburga" nach dems. (Fol.); — „KaiLrr Karl VlI." nach seinem eigenen lebensgroßen Bilde in schwarzer Manier gestochen (gr. Fol.); — „Baiser Franz!.", Porträt in schwarzer Manier (Fol.); — „Maria Ghrresia", Gegenstück dazu; — „Ludwig XV. um Frankreich", Brustbild, Farbendruck, 4°.; — „Maria AZMZKa, Königin uan Frankreich in ihrer Jugend", Far- bendruck; — „Nrr Grlöser, Maria, der heil. Johannes und die Apostel", 15 Blätter in ganzen Figuren. Außerdem sind von seiner Hand mehrere farbige Mezzotintablätter And zart punctirte Miniatur-Heiligenbil- der bekannt. — Sein Sohn -Fran? war .auch ein geschickter Maler U.Kupferstecher. Mehrere Seestücke und Landschaften und -verschiedene Blätter in Punctirmanier rühren von ihm her. — Dessen Schwester, besaltenGottfried BernhardToch- ter, malte geschickt in Wasserfarben und führte auch mehrere gelungene Miniatur- stiche in Farben ans. Lipowsty (F. I.), Bairisches Künstler-Lexikon S. 92. — Neue Bibliothek der schönen Wis> senschaften und Künste. . I. Bd. S. 159. — Füßli, Allgem. Künstler-Lexikon S. 268. — (De Luca) Das gelehrte Oesterreich. Ein Hersuch (Wien 1776, Ghelen, 8°.) I. Bds. 1. St. S.479. — Dlabacz (G. I.), Allg. hift. Künstler-Lexikon für Böhmen . .. (Prag 1815, Hause, 4°.) I. Bd. Sp. 483. — Nagler (G. K. Vr.), Neues allg. Künstler- Lexikon (München 1835) V. Bd. S. 259. — Gottfried Bernhard Goetz ist nicht zu ver- wechseln mit einem Joseph Mathias Götz, Architekt im Dienste Kaiser Karl VII., nach dessen Entwurf, anläßlich der Kaiserlrönung 1742, Gottfried Bernhard G. ein Blatt gestochen hat, den Kaiser auf einem Posta- mente vorstellend, welches Porträt sich ins- besondere durch die sprechende Aehnlichteit auszeichnet. Goez auch Wz, Joseph Franz Frei- herr (Maler und Kupferstecher, geb. zu Hermannstadt in Siebenbür- gen 28. Febr. 1754, gest. zu Regens- burg 16. Sept. 1815). Zum Staats- bienste bestimmt, folgte er unter ungün- stigen Verhältnissen seiRer Neigung zur Kunst und bildete sich in derselben auf das Vollkommenste aus. Wohl trat er zuerst in den Hofkriegsrath ein und spä- ter zur Iustizftelle über und blieb im Amte so lange sein Vater lebte. Als aber dieser starb, gab er die Stelle auf, die er bekleidete und lebte nun von seinem klei- nen Vermögen, ausschließlich mit der Knnst sich beschäftigend, oder auf Reisen, auf denen er die Gallerien besuchte und seinen Geschmack ausbildete. 1779 besuchte er München und entwarf in dieser Stadt jene Folge von Charakterbildern, welche seinen Namen als trefflichen Charakter- zeichner bald in ganz Deutschland bekannt machten. Nachdem er dritthalb Jahre in München sich aufgehalten, ging er nach Augsburg, um aber bald nach München zurückzukehren. Nach nicht langer Zeck be- reitete ihm seine Eigenschaft als Mitglied des Freimaurerordens, welchem er in Wien beigetreten war, ohne Veranlassung seinerseits große Unannehmlichkeiten. In Vaiern hatten eben die Verfolgungen des Illuminatenordens begonnen. Goez siel in Verdacht— die Gründe, warum? sind nicht bekannt — und unvermuthet erhielt er 1791 von der Regierung Befehl, München zu verlassen. Obwohl unschul- dig von dieser Maßregel getroffen, fügte sich G. dem Befehle und ging nach Ne- gensburg. Als der dortige Fürstprimas die Errichtung einer Kunstakademie beab- sichtigte, sollte O. deren Director werden, aber die Zeitverhältniffe nnd die Regie- rungsveränderung Regensburgs vereitel- ten den Plan. Getäuscht in manchen Hoff- nungen und heimgesucht von körperlichen Leiden brachte G. die letzten Jahre in Re- gensburg zu, bis er imAlter von 61I. starb. Goez' Arbeiten sind sehr zahlreich uud mannigfaltig, er malte in Oel, in Gouache, ätzte mehrere Blätter u. drgl. m. Sewe Hauptarbeiten sind: „Vtunch einer zchlrei- chen Folge leidenschaftlicher OntUnrie iiir die
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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