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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 252 -
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252 demie der Wissenschaften in Wien (seit 1. Febr. 1848) zu Folge. Ueberdies ha- ben ihm die histor.-theolog. Gesellschaft zu Leipzig, die asiatische zu Paris, die deutsch- morgenländische zu Halle und Leipzig, und die königl. asiatische Gesellschaft zu London ihre Diplome übersendet und der Kaiser von Oesterreich ihn durch die gol- dene GelehrteN'Medaille ausgezeichnet. y ran t l (L. A. Dr.), Sonntagsblätter (Wien, gr. 8°.) V. Jahrg. (1846) im Herbst. — VI. Jahrg. (1347) S. 33. — Ebenda S. 310. — Almanach der lais. Akademie der Wissen- schaften (Wien, Staatsdruckerei, l l . 8".) Jahrg. 1352, S. 243. — Bibliographisches Centralorgan des östr. Kaiserstaates (Wien, Staatsdruckerei, kl. 4".) I. Jahrg. (1858) S. ZI. — Register zu den (ersten und zweiten) 10 Bänden der Sitzungsberichte der philos.-- Hiftor. Classe der kais. Akademie der Wissen- schaften (Wien, Staatsdruckerei, gr. ^".), ldiese Register enthalten die Uebersicht der zahlreichen Anzeigen oriental. Werke, welche >G. in der t. Akademie vorgetragen hat). Goldmark, Joseph (Abgeordneter im österr. Reichstage 1848, geb. zu Ke- resztur in Ungarn 15. August 1818). Den ersten Unterricht erhielt er an ung. Gymnasien, worauf er nach Wien kam, wo er Philosophie und Medicin studirte. Die Chemie als Vorbereitungswifsen- schaft der Medicin wurde bald sein Lieb- lingsstudium und man will ihm die Ent- deckung des rothen Phosphors zuschrei- ben, doch muß die endgiltige Entscheidung dieser Frage vor der Hand offen bleiben. Nach beendeten medicin. Studien erhielt er 1847 die Doctorwürde, that Dienste im allgemeinen Krankenhaufe, und lebte nngekannt seinem Berufe und seiner Lieb- lingswissenschaft, als die Märztage des I . 3848 die medicinische Thätigkeit des angehenden Arztes durch die eines aka- demischen Legionärs und später eines heftigen Interpellanten und Redners im österr. Reichstage unterbrachen. Als Graf Hoyos die akademische Legion außerhalb Wien, in Reindorf, dislociren wollte und diese dem Befehle Widerstand entgegensetzte, war es G., welcher die Le- gion zum Gehorsam gegen den Comman- danten aufforderte. Nun wurde G.Haupt- mann einer Compagnie Mediciner, kam als solcher in den Ausschuß zur Beur- theilung des Preßgesetzes, von welchem Zeitpunct seine eigentliche politische Rolle anhebt. Bon nun an war G. der tägliche Redner auf der Aula, wurde Präsident des Studentenausschusses, kam dann in den Sicherheitsausschuß, und sein radi- kales Benehmen am 15. Mai machte ihn vollends zum Volksmanne. Diese Volks- thümlichkeit erwarb ihm einen Sitz im österr. Reichstage, in den er für Wien gewählt worden, und wo er der eine der vier Abgeordnelen war, welche der israe- litischen Confession angehörten. ImReichs- tage suchte er durch Heftigkeit und Maß- losigkeit in Rede und Principien zu wir- ken, und indem ihm die Natur alle Mit- tel der Rede versagte, er zudem auch nicht die geringste politische Bildung be- saß , so mochte er es selbst seiner Partei, der äußersten Linken, nicht recht machen, da sie durch ihn incht selten lächerlich wurde. Die Gemüther der Jugend, die für leidenschaftliche Charaktere, wenn sie sonst energisch sind, immer eine große Vorliebe trägt, brachte er durch sein Ver- halten in die größte Aufregung. Der grauenvollen Katastrophe von Latours Ermordung steht G., wie das richterliche Urtheil es ausdrücklich ausspricht, so nahe, daß über ihn das Todesurtheil in oon- uaajklli gefällt wurde. G. war be- reits seit der Auflösung des Reichstages in Kremsier flüchtig. Spätere Nachrich- ten meldeten seine Niederlassung in Ame- rika, wo er eine Zündhüttchen - Fabrik begründete, eine Pragerin heiratete und fern vom Vaterlande, wo er als bürger- lich todt angesehen wird, seinem selbst« gewählten Gewerbe lebt. Frantl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter (Wien,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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