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tiae vi^e !pu.d1io2.6 a. O. 1856. Der
Monarch ehrte die Verdienste des Staats-
mannes durch Verleihung der geh. Raths-
würde und das Ritterkreuz I. Classe des
Ordens der eisernen Krönet /HV/"°
^rL^aciol äomoiv?, d. i. Der Hausfreund (ein
Lemberger Bolksblatt, 4°.) 1857, Nr. io, S. 76
ldaselbft feine Biographie nebst Porträt). —
Hiftor.-Heraldisches Handbuch (Gotha, Iustus
Perthes) 1856, S. 262. — Goth. genealog.
Taschenbuch der gräfl. Häuser auf das Jahr
18Z9. XXXII. Jahrg. S. 311. — Stand der
Familie. Die Gotuchowski gehören einer
alten polnischen Adelsfamilie und zwar dem
bekannten und berühmten Stamme der Le-
l iwa an. Sie
stammen ursprünglich aus der
ehemaligen Wojwodschaft Kalisch und schrieben
sich de Magna Goluchow-Goiuchow
s k i. Den Grafentitel führte die Familie in alter
Heit, schon 1340 erwähnt der alte Chronist eines
Peter Graf Goluchowski; ein Raphael
Graf G., Posenscher Truchseß (äapifsr), ver-
handelte 1430 bei dem Frieden, den König
Ladislaus V. in Polen mit dem Magister
5i-u88i»e abschloß; ein Andreas G. zeichnete
,sich unter Stephan Bathory in den Feld-
zügen aus und erhielt in Anerkennung seiner
Verdienste 1579 die Caftellanwürde zu Cze-
-chow; und Abraham G., durch seine Bildung"
ausgezeichnet, ward wiederholt Mitglied des
Reichstages; er war mit Anna oebrzubomska,
Tochter des Reichsschwertträgers Zebrzy-
dowsti vermalt, weilre als Gesandter Po-
lens am lön. schwedischen Hofe und wurde
zuletzt ^mit den Starofteien Steszvce und
Wislice belehnt. Als 1772 Galizien in den östr.
Staatsverband eingereiht wurde, erhielt Ios.
Kincenz 1783 die Anerkennung des alten
»Grafentitels und den erblänoisch - österreichi-
schen Grafenftand. Das gegenwärtige Haupt
ber Familie ist: Graf Arthur (geb. 1. Juli
2808), Enkel des Grafen IofephVincenz.
Hessen Brüder sind der Graf Agenor (der
Obige), vermalt (seit 16. Februar 1348) mit
Naria Aarolina Kosepha Gräsin Vaworowska
<geb. 1». Nov. 1823). Aus dieser Ehe stam-
men: Graf Agenor (geb. 25. März 1849),
— Graf Stanislaus (geb. 19. Juni 1853),
— Graf Adam (geb. 10. Oct. 1855), und
Grasin Sophie (geb. 23. Nov. 1350). —
-Der zweite Bruder des Grafen Arthur ist
Graf Vtanislaue Ludwig (geb. 16. Nov. 1813). — Auch lebt noch eine Schwester der
drei Brüder: Gräsin Sophie (geb. 9. Mai
1816). — Wappen. Quergetheilter Schild;
oben in Gold der kaiserliche Adler mit der
Kaiserkrone, in der rechten Klaue Scepter
und Schwert, in der linken den Reichsapfel,
auf der Brust in Gold die Buchstaben ^. I I .
Unten in Blau ein goldener mit Hörnern nach
oben gekehrter Halbmond, über welchem ein
goldener sechsstrahliger Stern schwebt (Haus
Leliwa). Den Schild deckt die Grafenkrone,
über welcher sich ein gekrönter Helm erhebt.
Dieser trägt einen Pfauenschweif von fünf
Federn, welcher mit dem Halbmonde und dem
Stern der unteren Schildhälfte belegt ist.
Gombos, Emerich (Schriftsteller,
geb. zu S. - La 2. d im Borsoder Comitat
6. Juli 1791, gest. 12. Juni 1840).
Sein Vater Franz war IHdiadii-o. Die
Schulen besuchte G. in Kaschau; 1810
wurde er in Pesth Doctor der Rechte,
1812 Ehren-Vicenotar des Borsoder Co-
mitates, dann Conceptspracticant bei der
ungr. Kanzlei, 1817 Secretär der ungr.
Kammer, 1826 Rath bei derselben, 1837
Referent bei der ungr. Kanzlei, endlich
Administrator von Nsves. Er betrat
frühzeitig die schriftstellerische Laufbahn
und widmete sich fast ausschließlich dem
Drama; aber Amtsgeschäfte entzogen ihn
bald ganz seinem poetischen Berufe. Die
ungr. gelehrte Gesellschaft ernannte ihn
am 14. Sept. 1835 zu ihrem Ehrenmit-
gliede. G 0 mb 0 s hat folgende Stücke ge-
schrieben: ^ l l a " ) Lustspiel in 3 Acten;
— „^4 tsHtve>sk" > d. i. Die Geschwister,
Lustspiel in 1 Acte; — ^ ^okT-sn^ es
5aboko»-", d. i. Der Schrein und der
Rosenstock, Lustsp. m l A.; — ^k ikes«,
d. i. Der Schwur, Trauersp. in 5 A.; —
und: „Ziek es ^olz/ceena" , d. i. Alexius
und Polyxena, Trauerspiel in 5 Acten.
G. hat seine Werke nicht drucken lassen,
obwohl sich dieselben auf der Bühne be-
hauptet haben. I m kräftigsten Mannes-
alter, er zählte 49 Jahre, entriß ihn der
Tod dem Staate und der Poesie.
0. i. ungar
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon