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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 264 -
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264 schrift trägt: Nxo6lIenti83iiQ0 0. tiae vi^e !pu.d1io2.6 a. O. 1856. Der Monarch ehrte die Verdienste des Staats- mannes durch Verleihung der geh. Raths- würde und das Ritterkreuz I. Classe des Ordens der eisernen Krönet /HV/"° ^rL^aciol äomoiv?, d. i. Der Hausfreund (ein Lemberger Bolksblatt, 4°.) 1857, Nr. io, S. 76 ldaselbft feine Biographie nebst Porträt). — Hiftor.-Heraldisches Handbuch (Gotha, Iustus Perthes) 1856, S. 262. — Goth. genealog. Taschenbuch der gräfl. Häuser auf das Jahr 18Z9. XXXII. Jahrg. S. 311. — Stand der Familie. Die Gotuchowski gehören einer alten polnischen Adelsfamilie und zwar dem bekannten und berühmten Stamme der Le- l iwa an. Sie stammen ursprünglich aus der ehemaligen Wojwodschaft Kalisch und schrieben sich de Magna Goluchow-Goiuchow s k i. Den Grafentitel führte die Familie in alter Heit, schon 1340 erwähnt der alte Chronist eines Peter Graf Goluchowski; ein Raphael Graf G., Posenscher Truchseß (äapifsr), ver- handelte 1430 bei dem Frieden, den König Ladislaus V. in Polen mit dem Magister 5i-u88i»e abschloß; ein Andreas G. zeichnete ,sich unter Stephan Bathory in den Feld- zügen aus und erhielt in Anerkennung seiner Verdienste 1579 die Caftellanwürde zu Cze- -chow; und Abraham G., durch seine Bildung" ausgezeichnet, ward wiederholt Mitglied des Reichstages; er war mit Anna oebrzubomska, Tochter des Reichsschwertträgers Zebrzy- dowsti vermalt, weilre als Gesandter Po- lens am lön. schwedischen Hofe und wurde zuletzt ^mit den Starofteien Steszvce und Wislice belehnt. Als 1772 Galizien in den östr. Staatsverband eingereiht wurde, erhielt Ios. Kincenz 1783 die Anerkennung des alten »Grafentitels und den erblänoisch - österreichi- schen Grafenftand. Das gegenwärtige Haupt ber Familie ist: Graf Arthur (geb. 1. Juli 2808), Enkel des Grafen IofephVincenz. Hessen Brüder sind der Graf Agenor (der Obige), vermalt (seit 16. Februar 1348) mit Naria Aarolina Kosepha Gräsin Vaworowska <geb. 1». Nov. 1823). Aus dieser Ehe stam- men: Graf Agenor (geb. 25. März 1849), — Graf Stanislaus (geb. 19. Juni 1853), — Graf Adam (geb. 10. Oct. 1855), und Grasin Sophie (geb. 23. Nov. 1350). — -Der zweite Bruder des Grafen Arthur ist Graf Vtanislaue Ludwig (geb. 16. Nov. 1813). — Auch lebt noch eine Schwester der drei Brüder: Gräsin Sophie (geb. 9. Mai 1816). — Wappen. Quergetheilter Schild; oben in Gold der kaiserliche Adler mit der Kaiserkrone, in der rechten Klaue Scepter und Schwert, in der linken den Reichsapfel, auf der Brust in Gold die Buchstaben ^. I I . Unten in Blau ein goldener mit Hörnern nach oben gekehrter Halbmond, über welchem ein goldener sechsstrahliger Stern schwebt (Haus Leliwa). Den Schild deckt die Grafenkrone, über welcher sich ein gekrönter Helm erhebt. Dieser trägt einen Pfauenschweif von fünf Federn, welcher mit dem Halbmonde und dem Stern der unteren Schildhälfte belegt ist. Gombos, Emerich (Schriftsteller, geb. zu S. - La 2. d im Borsoder Comitat 6. Juli 1791, gest. 12. Juni 1840). Sein Vater Franz war IHdiadii-o. Die Schulen besuchte G. in Kaschau; 1810 wurde er in Pesth Doctor der Rechte, 1812 Ehren-Vicenotar des Borsoder Co- mitates, dann Conceptspracticant bei der ungr. Kanzlei, 1817 Secretär der ungr. Kammer, 1826 Rath bei derselben, 1837 Referent bei der ungr. Kanzlei, endlich Administrator von Nsves. Er betrat frühzeitig die schriftstellerische Laufbahn und widmete sich fast ausschließlich dem Drama; aber Amtsgeschäfte entzogen ihn bald ganz seinem poetischen Berufe. Die ungr. gelehrte Gesellschaft ernannte ihn am 14. Sept. 1835 zu ihrem Ehrenmit- gliede. G 0 mb 0 s hat folgende Stücke ge- schrieben: ^ l l a " ) Lustspiel in 3 Acten; — „^4 tsHtve>sk" > d. i. Die Geschwister, Lustspiel in 1 Acte; — ^ ^okT-sn^ es 5aboko»-", d. i. Der Schrein und der Rosenstock, Lustsp. m l A.; — ^k ikes«, d. i. Der Schwur, Trauersp. in 5 A.; — und: „Ziek es ^olz/ceena" , d. i. Alexius und Polyxena, Trauerspiel in 5 Acten. G. hat seine Werke nicht drucken lassen, obwohl sich dieselben auf der Bühne be- hauptet haben. I m kräftigsten Mannes- alter, er zählte 49 Jahre, entriß ihn der Tod dem Staate und der Poesie. 0. i. ungar
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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