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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 270 -
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Seite - 270 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

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270 1827) aus dessen ersten Ehe mit Mara Marquise von Zoe (gest. 15. Aug. 1809). Graf Ernst ist (seit 22. Oct. 1816) ver- malt mit Ekisaöelh Freiin von Maur (geb. 2. Febr. 1790). Aus dieser Ehe stammen vier Söhne und eine Tochter; die Söhne: Graf Hran? (geb. 4.Iän. 1819), vermalt <seit 21. Febr. 1852) mit Vlarissa Freiin von Mersdorf (geb. 23. Juli 1825). — Graf Ernst (geb. 16. März 1821), Statt- haltereirath in Steiermark. — Graf Heinrich (geb. 3. Nov. 1822), k. k. Ritt- meister, vermalt (seit 21. Oct. 1352) mitVarbara Freiin <.'uzen5kg (geb. 13. Jan. 1832) — und Graf Karl (geb. 2. Oct. 1826), k.k.Oberlieutenant; — die Toch- ter Gräsin Maria (geb. 28. Apr. 1825) ist (feit 4. Sept. 1849) mit Engen Freih. von wocken vermalt. Ueber die hervor- ragenden Glieder dieses Grafenhauses: Heinrich Felix, Joachim Auton, Peter I. und Peter II. siehe unten: II. Ueber einzelne Famil ienglieder des Grafenhauses Gorcey. l. Ueber die Familie. Hift.-Heralbisches Handbuch (Gotha 1856, Iuftus Perthes, 32°.) S. 263. — lKneschle, Ernst Heinrich Prof. Dr.) Deutsche Grafenhäufer der Gegenwart (Leipzig 1854, Weigel, gr. 8".) III. Bd. S. 145. U. Ueber einzelne Familienglieder des Grafen- Hauses Gorcey. 1) Graf Heinrich Felix Guillain aus der österreichischen Linie Gourcy-Droitaumont (geb. zu Namur 2s. Jänner 1785, gest. 1839). Trat 1304 in die Armee, mußte aber seiner zerrütteten Ge- sundheit wegen schon 1807 austreten. 1814 wurde er k. t. Kämmerer und während des Wiener Congresses der deutschen Nobelgarde zugetheilt. Der Graf war ein tüchtiger Na- mrforscher und insbesondere trefflicher Orni- tholog. Mit dem berühmten Forscher Pastor Brehm unterhielt G. eine wissenschaftliche Correspondenz und mehrere seiner Aufsätze sind in Brehms „Handbuche" (Ilmenau 1832) und in Olens „Isis" (1829—1835) enthalten. In seinem Nachlasse befinden sich mehrere ornithologische Abhandlungen, deren Drucklegung zugesagt worden; ob sie erfolgte, ist mir nicht bekannt. lVerglciche über ihn: Witthauers Wiener Zeitschrift für Mode, Literatur 1839, S. 468.) — 2) Graf Joachim Anton aus der böhmischen Linie Gorcey- Longuvon (geb. zu Drslowitz in Böhmen 24. Sept. 1788, gest. in Karlsbad 27. Sept. 1849). Sohn des Grafen Lambert aus dessen Ehe mit Narie Freiin von Malowetz. Graf IoachimAnton trat in die Ingenieur- Akademie, 1804 aus derselben als Lieutenant in's Inf.-Reg. Froon Nr. 54, focht in den Feldzügen 1805, 1809 u. 1813, 1814 u. 1815 und rückte bis zum Kapitän vor. Seine, ge- schwächte Gesundheit nöthigte ihn 1818 in Pension zu gehen und 1319 erhielt er das Badecommando zu Marienbad. Um die Hebung dieses Bades und seiner Humanitätsanstalten hat G. wahre Verdienste, noch größere um Karlsbad, wohin er 1824 übersetzt wurde. Durch Sammlungen, Bälle, Concerte, Reunionen wendete er dem Karlsbader Armeninstitute, Fremdenhospitale, Dienstboten- und Gesellen- spitale, ferner dem von Ladislaus v. Pyrker gegründeten k. k. Militär-Ofsiciers-Badehause namhafte Summen zu. Im Jahre 1836 erhielt G. den Majorscharakter und außer mehreren Orden fremder Fürsten am 24. September 1834 in Anerkennung seiner Ver- dienste um Karlsbad das Ehrenbürgerrecht dieser Stadt. Er starb 61 Jahre alt und sein Sohn Graf Heinrich (siehe oben die Genea- logie) ist das Haupt der böhmischen Linie. lVergl. über ihn: Die Wage. Ein Blatt für sociale Interessen (Prag, 8".) 1850, Nr. 36: „Nekrolog." — Oeftr. Militär-Konversations- Lexikon. Herausgeg. von Hirte nfeld und vr. Meynert (Wien 1851) II. Bd. S. 761.) — 3) Graf Peter I. (geb. zu Nancy 1707, geft. zu Wien 12. Oct. 1796) trat 18 I . alt in's 5. Dragoner-Reg., wurde 1742 Haupt- mann, im Dec. 1745 Major, 1747 Oberst- lieutenant und 1. Mai 1756 Oberst im Re- gimente. Er zeichnete sich im Türken- und öftr. Erbfolgekriege aus, insbesondere an der Spitze seines Regiments in der Schlacht bei Kolin und bei der Expedition nach Berlin. In Rücksicht seiner Verdienste wurde er am I. Mai 1758 Generalmajor. 1766 rückte er zum Feldmarschall-Lieutenant vor und trat später in Ruhestand. lVergl.: Oestr. Militär- Konversations-Lexikon. Herausgeg. von Hir- tenfeld und Oi-. Meynert (Wien 1851) II. Bd. S. 760.) — 4) Graf Peter I I . (geb. zu Nancy 1705, geft. zu Wien 21. Dec. 1795), Bruder des Vorigen, trat 17 Jahre alt in den Militärstand, rückte im östr. Erbfolgekriege im Kürassier-Regmt. Anspach zum Oberst- lieutenant und 1753 zum Obersten vor. Im 7jähr. Kriege focht er mit Auszeichnung. I n der Schlacht beiLobositz kam er der bedroh- ten Reiterbrigade des Generals Löw enstein mit seinem Negimente rechtzeitig zu Hilfe,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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