Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 278 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 278 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

Bild der Seite - 278 -

Bild der Seite - 278 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

Text der Seite - 278 -

278 Grille" genannt. In naiven Rollen steht sie wohl unerreicht da, doch auch in ge- mi'Micben, ja sentimentalen Parthien bewährt sie es, daß, wie sie in ersteren einfach Naturalistin ist, sie in letzteren es mit der Kunst ernstlich meine. Ihr Repertoire stellt sich sonach nicht so klein, als man für den ersten Augenblick denken möchte, ihre besten Rollen sind: Sabine in der „Einfalt vom Lande"; — Karo- line in „Ich bleibe ledig"; — Cöle- stin e in „Er ist nicht eifersüchtig"; — Evchen im „Verwunschenen Prinzen"; — Nustica in der „schule der Ver- liebten"; — Gretchen Lieblich in den „Schwestern"; — Polyzena in „Kunst und N^tur"; — Barfuß ele im gleichnamigen Stücke; — Marg a« rethe Western in „Erziehungsresul- tate"; — Röschen in „Rose und Rös- chen"; — Klara in „Ein glücklicher Familienvater". Ueberall, wo sie hin- kam, kannte der Enthusiasmus keine Gränzen und wie sich in Hamburg ihr Andenken im „Goßmannpunch" erhielt, so wurde in Wien, wo sie geraume Zeit das Gespräch des Tages bildete, der „Goß- mannschwindel", in dem sich Alles verlor, sprichwörtlich. Ihr Spiel ist wirklich überraschend. Stellen, wie „ich habe einen Spitz" in „Nosenrnüller und Finke", oder „ich krieg' den Papa schon herum" ebenda, oder „bitte, bitte" im „Käthchen von Heilbronn" u. „du dummer Kerl" in der „Grille" spricht ihr Niemand nach. Man nennt sie in gewissen Kreisen Naturalistin, um ihr Talent herabzusetzen, legt aber eben mit diesem Ausdruck ihreu drama- tischen Gebilden die schönste und festeste Basis unter, daher auch die Worte, welche Casielli in ihr Album schrieb: „Viel Unnatürliches gebrauchten j Die Hexen einst in alter Zeit, j Du kleine Hex' in unsern Tagen j Bezauberst durch Na- türlichkeit" den ganzen Zauber ihres Spieles am kürzesten und treffendsten erklären. Illustrirte Zeitung (Leipzig, I . I . Weber, Fol.) Nr. 835, I8ö9, 2. Juli, S. 16 M Porträt ist sehr unähnlich). — Pest-Ofner Zeitung 1859, Nr. 49. — Erinnerungen (Prager Unterhalt. Monatfchrist) 1857, S. 255. — Iris (Grazer Unterhaltungsblatt) 1857, Nr. vom 15. August, S. 123: „Ein Abend mit Friederike Gotzmann", von Nosa Waldmei- ster. — Heilage zur Dresdener Theater- Zeitung 1858, Nr. 11. — Stadtpost (Wiener Blatt) 1858, Nr. 06: „Was der Zeitungs- austräger erzählt" lberichrel eine Episode aus dem Leben der jungen Künstlerin). — Dieselbe Nr. 63 lerzählt den Erfolg als Mehlmesserin in der Iosephigasse in Wien, indem Fräulein G., um einem verarmten Gewerbsmanne auf- zuhelfen, ihre fabelhafte Belebtheit benutzte, im Mehlladen die Rolle einer Mehlvertäuferin übernahm, und durch diese Scene wirklich eine überraschend große Summe dem verarmten Gewerbsmanne einbrachte). — Theaterzeitung, herausgegeben von Adolph Bäuerle 1858, Nr. 269 lerzählt gleichfalls einen originellen Zug der Künstlerin). — Wiener Modespiegel 1856, Nr. 13. — Ost-Deutsche Post (Wiener polit. Blatt) 1858, M. 64: „Fräulein Goß- mann im ^arltheater" von Nudolph Valdek. — Dieselbe Nr. 250: „Skizzen aus der Theaterwelt. II I . Der Schnabel" lman wollte wissen, da unter dieser derbsatirischen, in Rabeners Manier gehaltenen Silhouette die Goß mann gemeint sei). — Sountags- Zeitung (Pesth, 4".) 1858, Nr. 2L4 l enthält im „Local-Courier" das Urtheil Saphirs über die G., das dieser in' einem Briefe ge- schrieb<.nl. — Porträte. 1) Facsimile der Un- terschrift: k'rioäerilcH OossmanQ. i)g>u,tkg.ßs 1857 (lith.) Gedr. bei Ios. Stoufs in Wien Fol. (Paterno). — 2) Facsimile der Unter- schrift wie oben. Näuärä KaiLsr 1857 (lith.) Gedr. bei Ios. Stoufs in Wien, Fol. (Ncu- mann). — Ueber ihren Water Johann B. Gotzmann (gest. 1354) siehe: Blätter für literar. Unterhaltung 1837, Nr. 117; 1840, Nr. 185 und 1841, Nr. 270. — Blätter für Literatur und bildende Kunst, hecausgeg. von Th. Hell (Beiblatt der Abendzeitung) 1841, Nr. 70, Sp. 571. — Ueber ihre Mutter Johanna Constantia (geb. zu München 10. Febr. 1807, gest. zu Würz bürg lö. Oct. 1840) siehe: Neues Universal - Lexikon der Tonkunst (begonnen von Schladebach, fort- gesetzt) von Ed. B ernsd orf (Dresden 1857, Schäfer, gr. 8".) I I . Bd. S. 211. — Allgem. Wiener Musikzeitung 1842, Nr. 18.
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich