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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 287 -
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237 Vorlesungen, über Carlo Gozzi und seine Stücke. lGozzi, schreibt Schnacken- burg, wurde früher überschätzt, indem man ihn nnt Shakspeare verglich (Sismondi that dies), eine Ehre, die man ihm besonders wegen seiner Opposition gegen die vom fran- zösischen Theater bekanntlich festgehaltene Drei- heit erwies. Indeß ist in ihm ein genialer, französische Nachäfferei verschmähender, sich durch schöpferische Kraft bethätigender Zug nicht zu verkennen. Er nahm eine schwer zu classificirende phänomenartige Stellung unter seinen literarischen Zeitgenossen ein. I n neuer, bisher unversuchter Weise nahm er seine Stoffe aus Kindermärchen und wunderbaren Geschich- ten, denen er durch geschickte Behandlung und satirische Beimischung (gegen Goldoni und Chiari) stets neuen Reiz zu geben verstand. Diese barocken spanischen Mittel, diese durch Zauberformeln sich untereinander verwandeln- den und sonst ihre Nollen tauschenden Figuren konnten natürlich nur, mit des Dichters Witz und Anmuth ausgestattet, ihre abnorme Exi- stenz rechtfertigen. Und so sind denn Gozzi's Märchendramen noch eiu heiterer bengalischer Feuerschein gewesen, der die Republik am Vor- abend ihres Unterganges erleuchtetes III. Zur Biographie Carlo Gozzi's. 602^ sOa l^o )^ Nleinoi-is inntili äolin. vitg. 61 O. 5, (VsneäiF 1797, 8".) 3 Lä<3. lGozzi gibt darin Nachrichten über seine Familie und erzählt in heiterer Weise sein bewegtes Leben. Diese Memoiren bilden einen nicht uninter- essanten Veitrag zur Culturgeschichte Venedigs im 18. Jahrhunderte und zeigen zum Theil bereits die Fäulniß in den öffentlichen Ver- hältnissen, welche deu Fall der Republik her- beiführten). — Olinclolo (QiT-olcnno) 1 1,9. oaäuta äslla rspuddlioa. äi VOnezna, eä i 8uoi nitimi oinhU2,nt' a,nni. Ltnäii storici (V<-NQliiF 18ö7. Aarn.tuv!ob 1 8".) 8. 385. — Danckolo (I^llia), I/Italill. 22I «eoolo va,83ato sin 1789 (UkilkQti 1353, kl. 8°.) 8. 259: ,XI. 0»rla 60221.« — 5<3amba, FaT'ikol.^ 6a1lsri». äsi Lettkrati eä Artist! iUustri 6,^116 krovincie Venexi^ny Q«1 8ecoll> XVIII (Veueäiß 1324, 8°.). — Triester Zeitung 1856, Nr, 8u. 9: „Die italie- nische Memsiren - Literatur" »in gedrängter Auszug aus G.'s „Usinoi-io inutili"). — Presse (Wiener polit. Blatt) 1356, 3^ r. 200: „Aus den Iugendjahren Carlo Gozzi's" von Karl Frenzel swar vordem in Gutzkows „Unterhaltungen am häusl. Herd" abgedruckt). — Das neue Europa, herausg. von August Lewa Id. 1845, Liefrg. 5, S. 69; Liefrg. 6, S. 81: „Carlo Gozzi und die Theater-Re- volution in Venedig." — Wegweiser im Ge- biete der Künste und Wissenschaften (Beiblatt der,.Abendzeitung" von Theodor Hell, 4".) 1822, Nr. 31 (17. April): „Ueber Carlo Mozzi und seine Schriften" von Edler v. Puttlitz d^ieser sonst nicht uninteressante Aufsatz ist durch viele Druckfehler in den Personennamen und den Titeln der spanischen Stücke entstellt). — Theater-Zeitung, herausgeg. von Adolph Bäuerle. 1807, S. 46, 75, von G. L. P. Sievers. — Dieselbe 1813, Nr. 73, 100 und 101. IV. Porträte. 1) Unterschrift: oari Q0221. Vor- tolüi äsi. Vnäuer saulp. kl. 8°. — 2) Unter- schrift: 0. Qo22i. ä.nt,. Leltoläi äsl. N. Dsn^ier «c. (Zwickau, b. d. Gebr. Schumann, 4«.). __ 3) Unterschrift: Oärln 60221. Ooiüi- i>2.to Inoigs. (Venedig 1824, 8°.). Gozzi, Gasparo conts (Schrift- steller, geb.zuVenedig 4. Dec. 1713, gest. zu Padua 25.Dec. 1786). Bruder des Vorigen, erbielt eine sorgfältige Erzie- hung , die jedoch wenig seine Lebenslagen zu verbessern vermochte, daher er oft zu sagen pflegte: „Ich hatte die Violine spielen gelernt und mnß nun auf der Guitarre klimpern." Im Alter von 20 Jahren heiratete er die um 10 Jahre, ältere Luise Bergall i (s. die Folg.), die bei ibrem beweglichen u. unruhigen Temperamente nicht geeignet, die Sorgen in einem zer- rütteten Haushalte zu vermindern, als Blaustrumpf über die wirthschaftlichen Sorgeu erhaben nnd mitschuldig war an dem Ruine, dem das Haus Gozzi zueilte. Nichts desto weniger betrauerte G. den Verlust seiner Gattin, die mehrere Jahre vor ihm starb. Aus seinen mißlichen Ver- hältnissen rissen ihn o'ffentl.Bedienstungen, denen er durch sein Wissen und seine Ge- lehrsamkeit gewachsen war. So versab er in Venedig längere Zeit die Stelle eiues Inspectors der Bücher und Druckereien. Später, als man die Reform der Uni- versität in Padua iu Antrag brachte, fiel die Wahl auf ihu und G. wurde dafür mit einem Iahrqehalte von 600 Dukaten honorirt. Er hatte auch seiue Arbeit voll- endet, aber der Sturz der venetianischen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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