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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 307 -
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30? Kreuzherrn an der Brücke, und des Für- sten Lob ko Witz am Hradschin. Zugleich begann er einen Musikalienhandel nach Deutschland, der sich sehr günstig gestal- tete. 1784 versuchte er in der Fremde unterzukommen, er begab sich nach Salz- burg, und erhielt am Hofe des dortigen Erzbischofes eine Stelle als Violinist, aber schon nach einem halben Jahre kehrte er nach Prag zurück, wurde 1785 Vioü-- nist an der Strahover Stiftskirche und genoß den Ruf eines großen Künstlers auf seinem Instrumente. Zu seinem Un- glück übernahm er Anfangs Febr. 1795 die Direction des Graf Swsertz'schen Theaters, denn durch diese Unternehmung büßte er das im Musikalienhandel erwor- bene Vermögen gänzlich ein. Nun ging er nach Wien, diente als Violinist in der Hauscapelle des Fürsten Lobkowitz und im Orchester des Schikaneder'schen Theaters. 1810 trat er in die berühmte Capelle des Fürsten Paul EßterhHzy zu Eifenburg in Ungarn, war 1815 wieder in Wien, wo er, 71 Jahre alt, mit dem Ruhme, ein großer Meister auf seinemInftrumente gewesen zusein, starb. Leipziger musikalische Zeitung. II. Ihrg. S. 506. — Dlabacz (Gottfried Ioh.), Allg. hiftor. Künstler-Lexikon für Böhmen. . .(Prag 181ö, Haase, 4°.) I. Bd. Sp. 490. — Gaßner (F. S. Dr.), Universal--Lexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stutt- gart 1849, F. Köhler, Lex. 8°.) S^ 359. — Universal-Lexiton der Tonkunst (begonnen von Dr. I. Schlabebach, fortgesetzt) von Ed. Bernsdorf (Dresden 1857, Schäfer, gr. 8°.) II. Bd. S. 221. — Gerber (Ernft Ludwig), Neues histor.-biographisches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1812, Kühnel, gr. 8".) II. Bd. Sp. 374. Gran, Daniel (Maler, geb. nach Einigen in Wien, nach Anderen in Mähren 1694, gest. zuSt. Polten 1757). Den ersten Unterricht erhielt er von Fergff.d.IV.Bd.S. 184)u.Wernle, und da er eine ungewöhnliche Begabung zeigte, schickte ihn der Fürst Schwarzen- berg auf seine Kosten nach Italien, wo er sich unter S. Ricci in Venedig und Solimena in Neapel ausbildete. Das Studium der Antike nährte seinen Künst- lergenius, und verbunden mit seltener Originalität, drückt es seinen Arbeiten einen ihn von seinen zeitgenössischen Kunst- collegen merklich unterscheidenden Typus auf. Als er nach Wien zurückgekehrt war, fand er bald vielfache Beschäftigung und insbesondere rvar es der kunstsinnige Kaiser Karl VI., welcher den tüchtigen Künstler wohl würdigend, viel in seinen Diensten verwendete und auch kaiserlich bezahlte. So soll G., während er in He- tzendorf arbeitete, täglich 100 Dukaten Honorar erhalten haben, und wurde stets mit der Hofequipage abgeholt und zurückgeführt. Die Arbeiten G-'s, größ- tentheils Deckengemälde 2,1 lrssco, sind sehr zahlreich. Sein erster Gönner, der Fürst Schwarzenberg, nahm ihn öfter mit auf seine Schlösser in Böhmen, welche er mit seinen Kunstwerken verherrlichte. Außerdem sind von ihm bekannt: Die Deckengemälde in der kais. Hofbibliothek zu Wien, welche von I . I . Sedlmayr in Kupfer gestochen, unter dem Titel: ^Olluoiäa. r6pr2.686ntg.ti0 Lidliotöoks 06LHI-62.0" (V^ieu. 1737, Loi.) heraus- gegeben wurden; — ferner die Decken- gemälde im kaiserl. Lustschlosse zu Hetzen- dorf, Meisterstücke in ihrer Art; — im ehemaligen ständischen Landhause in Wien (nachmals Militär-Monturs-Oekonomie- Gebäude) die Fresken des Plafonds mit allegorischen Vorstellungen von ungemei- ner Schönheit; —> im Schloß zu Schön- brunn die Decke der Schloßcapelle; — im Gartenpalaste des Fürsten Schwar- zenberg zu Wien der große Saal. — G. malte auch in Oel; das Altarbild der „Heil. Glisawh" in der Karlskirche in Wien ist sein Werk; auch enthält die kais. Bildergallerie im Belvedere eine „Heilige Familie" von seiner Hand (im II. Stock, 20*
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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