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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 317 -
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31? hören ließ. — Von zwei andern Künstlern Namens Gr assi, Antonio u. »artolommeo, zählt der nOHtuloßo äelie' opsre z>rld1i«9,ts ä»U' I. It.. 8tabi1ilN6Qto ^Ll^ iouaitz privile- Iiato äi Oa^eoßi'si'bil». 6tc. äi lito äi ftio. Niooi-ä^ in AUano" (1855) Vol. I. mehrere Compositionen auf, von Beiden für das Pianoforte, u. z. von Antonio: 5. 304, 436,549,562 und von Bartolommeo: 8. 304, 306, 462, 473, 509, 510, 542, 628. — SchlMich war Nikolaus Grassi Abbate und Canomcus an der Collegiatlirche von St. Peter in Carnia, Provinz Udme, welcher das Wert herausgab: «Noti-ris storiok« 6eUa plovinoia äoUs. Oai-nia" (väinb 1782), das dem Erzbischof Gian Girolamo Gradenigo gewidmet war. Vielleicht war er ein Ver- wandter des Malers Giuseppe G., der auch aus Udine gebürtig gewesen. lVergl.: s64?0l.), 1.» cHäuts, äoli» ropQb- ll äi V«Q02i2 eä i »uoi nltimi ciu^naut' i. 8wäü storioi (Veuväiß 1857, .^ppenäioe 8. 68.) Grafsttti, Giuseppina (Sängerin, geb. zu Varese im Mailändischen 1773, gest. in Mailand 185l)> Sie war die Tochter eines armen Banern. Ihre sel- tene Schönheit machte den General Bel- giojoso auf sie aufmerksam, der sie nach Mailand brachte, und sie vou den besten Meistern in der Musik unterrichten ließ. Nachdem sie vorher in einigen Concerten mit Beifall gesungen, betrat sie 1794 zum ersten Male das Tkeater 6e11g, Koala in der Oper „ Artarerres" oou Zingarelli. Der Erfolg war glänzend; die sämmt- lichen Theater der Halbinsel machten sich die junge Sängerin streitig. Nachdem sie zwei Jahre hindurch in verschiedenen Städten ihre Triumphe gefeiert, lehrte sie 1796 nach Mailand zurück, und trat zuerst in der „Campaspe" von Tr aerta, dann in „Romeo und Julia" von Zin- garelli auf, welche Oper eigens für sie und für Crescentini geschrieben war. Jede Sängerin hat in der Regel eine Rolle, in welche sie alle Poesie ihres Le- bens zusammendrängt; für dieGrassini war diese Rolle die Julia. Während des Carnevals 1797 sang sie in Venedig inden„Horatiern" vonCimarosa. Von da wurde sie nach Neapel berufen, um die Hochzeit des Erbprinzen zu feiern. Piccini, der damals vor den Wechsel- fällen der französischen Revolution nach Neapel geflohen war, componirte für sie eine Cantate, die sie bei Hofe singen sollte: aber sein Schüler Anfoffi hatte so viel Einfluß, daß er statt dessen ein Musikstück von seiner Composition ein- schob. Um Piccini zu entschädigen, ließ Prinz August von England, später Her- zog von Sussex, die Cantate von der Grassini in feinem eigenen Hotel vor- tragen, und wurde bei dieser Gelegen- heit von den Reizen der schönen Sänge- rin besiegt. Er erwies sich als einer der glänzendsten und freigebigsten Liebhaber; aber seine Eifersucht hatte für die Geliebte auch manche Unbequemlichkeiten. Eines Tages glaubte der Prinz von ihrer Un- treue überzeugt zu sein, und beschloß sich zu rächen. Er bezeigte Luft mit ihr eine Seefahrt zu machen. Es war eine schöne Herbstnachr. Der Schein des Mondes beleuchtete das anmuthige Gesicht der Sirene, die in nachlässiger Stellung hin- gestreckt lag, als sie plötzlich von zwei starken Matrosen ergriffen und in's Meer geworfen wurde. „Aber denken Sie sich," — erzählte der Herzog von Sussex, drei- ßig Jahre später dem Sänger Lablache — „dieser Dämon von einem Weibe konnte schwimmen! Sie rettete sich, suchte mich den folgenden Tag wieder auf, ver- führerischer als jemals, und ließ mich die Lection in der Schwimmkunst, die ich ihr gegeben hatte, theuer bezahlen." 1800 kehrte dieGrajsini nach Mailand zurück, wo sie der General Buonaparte zum ersten Male hörte. Er ließ sie nun nach Paris kommen, wo sie zuerst im Tempel dcs Mars zur Jahresfeier der Einnahme der Bastille auftrat. Sie erregte allge- meinen Enthusiasmus und verdrängte ihre Nebenbuhlerin, die Banti, eine be-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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