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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 326 -
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Seite - 326 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

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326 1787). Er lernte zuerst die Malerei bei Johann Zangerlezu Bendels, und ging dann nach München, wo er sich weiter in seiner Kunst ausbildete. Nach beendeten Lehrjahren hielt er sich noch 16 Jahre in Baiern auf und malte viel in Klöstern. Bon seinen Bildern sind bekannt: „Gwe M. Familie", Altarblatt zu Greif nächst Pfunds; — „Ner heil. Nrellz", Hochaltar- blatt zu Tösens im Gericht Landeck; — „Ner heil. Punkraz", Hochaltarblatt in der Pfarrkirche zu Glurns; — ferner hat er gemalt die Fresken der Kirche zu Ser- vans und das Altarblatt daselbst; — die Fresken in der Gemeindecapelle zu Pa zenaun, ein Altarblatt in der St. Johann- lirche zu Imst, die Fresken in der Kirche zu Pitzthal und in der Kirche zu Spiß. Mehrere seiner Arbeiten befinden sich auch in Privatsammlungen in Tyrol und Graubündten. Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer u. Czikann), (Wien 1835) I I . Bd. S. 418. — Tirolisches Künstler - Lexiton (Innsbruck 1830, Fel. Rauch, 8°.) S. 75. lEben dieses Lexikon gedenkt noch eines zweiten Malers: Johann Peter Greil, von dem im Frauen- stifte Neglbaus zu Innsbruck ein Gemälde, die „Leidensgeschichte Christi" vorstellend, sich befindet, welches mit N5. VN. riiuc. 1683 bezeichnet ist.) — Nagler (G. K. Dr.), Neues allg. Künstler-Lexilon (München 1335, 8°.) V. Bd. S. 358. Gremer, Franz Ritter von (Hofrath, geb. zu Wien 2. Febr. 1732, gest. zu H ernals bei Wien 2. Juni 1798). War der Sohn eines Rechnungsrathes und trat, 20 Jahre alt (1752), in den Staats- dienst. Nachdem er 10 Jahre ohne Ge- halt gedient, wurde er 1761 Cmicipift beim kais. Hofkriegsrathe, kam um 1770 zur damaligen böhmischen und österrei- chischen Hofkanzlei als Hofsecretär, wo seine besondere Befähigung veranlaßte, daß er bei den Sitzungen, welche damals in den wichtigen Kirchensachen gehalten wurden, als Protocollführer verwendet wurde. Der oberste Kanzler Rudolph Graf Chotek übertrug nun G. die Be- sorgung der geheimen Präsidialgeschäfte. 1771 erfolgte seine Erhebung in den Ritterstand, 1773 seine Ernennung zum Hofrathe. Ein historisches Interesse bie- tet dis Vertrauensstellung, welche G. zur großen Maria Theresia einnahm, und die erst in jüngster Zeit Gegenstand eindringlicher Erörterungen des kaiserl. Akademikers Herrn Arneth gewesen, der eine Correspondenz von 120 Briefen G.'s an die Kaiserin und 109 Stücken eigenhändiger Antworten der großen Kai- serin an G., der kais. Akademie vorlegte. Aus dieser Correspondenz leuchtet die Energie und der Antheil G.'s an den administrativen Angelegenheiten seiner Zeit hervor. Unter andern war er es, der in den Fünfziger Jahren des vori- gen Jahrhunderts die erfolgreichsten Ver- fügungen traf, welche die Theuerung, von der Wien bedroht wurde, verhin- derten. Seines Antheils an der Einfüh- rung der Verzehrungssteuer für Nieder- Oesterreich, durch welche die Aufhebung anderer Steuern, die auf einzelnen Clas- sen Niederösterreichs in drückender Weise lasteten, erfolgen sollte, nur nebenbei ge- denkend, war G. es, welcher für die Auf- hebung der Frohne in Böhmen mit männlichem Freimuth und unerschütter- licher Consequenz kämpfte. Die einfluß- reiche Stellung, welche G. einnahm, schützte ihn aber nicht gegen Verläumdun- gen böswilliger Art, welche sich jedoch eben nur als solche erwiesen. Als seine Gön- nerin, die Kaiserin, starb, blieb G. in sei- nem Amte und erlebte die großen unver- geßlichen Reformen des zur Begründung seines Werkes zu früh Hingeschiedenen Kaiser Joseph. Kaiser Franz zeichnete G. noch durch das Ritterkreuz des St. Stephans-Ordens aus. Als Schriftsteller veröffentlichte G. eine Gelegenheitsschrift, u. z. die Uebersetzung aus dem Französi- schen: „Bündige Abhandlung von der Macht
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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