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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 327 -
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Seite - 327 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

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327 des Königs, in Äb5icht ant die NtZtimmung M Ablegnng dir teierliitlen lldröensgelülllie er derlichenZllterZ «einer Tnterthlluen" (Wien 1771, 8°.), anläßlich des Gesetzes, vermöge wel- chem Niemand znr Ablegung eines Or> densgelübdes in den kaiserl. Staaten vor beendeten 24 Jahren zugelassen werden durfte, welches Gesetz zu jener Zeit viel Aufsehen machte und großen Widerspruch erfuhr. G. hatte zwei Kinder. Einen Sohn, der schon 1804 starb und eine Tochter, welche als Karoline Pichler in den Annalen der österr. Literatur eine ehrenvolle Stelle einnimmt. Sitzungsberichte der kais. Akademie der Wissen- schaften, philos.-hiftor. Classe. 18Z9. — Wiener Zeitung 1859, Abendblatt Nr. 188—190: „Hofrath von Greiner." — Oestr. National- Encyklopädie (von Graffer n. Czikann), (Wien 1835) II. Bd. S. 418. — ^DeLuca) Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien 1776, Ghelen, 8°.) I. Bdes. 1. St. S. 158. — Frankl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter > (Wien, gr. 3°.) 1844, S. 1034: „An der Tafel Herrn von Greiners" von Franz Gräffer. — Graff er (Fz.), Kleine Wiener Memoiren (Wien 1845, Beck, 8°.) III. Bd. S. 207. — Porträt. Unterschrift: ?ran2 Saiss von 6rei. 2Si-, äes )16U. N. N. Nittei» Ulrer X. X. H.. N. uuä Greiner, Ignaz (Priester der Ge- sellschaft Jesu, geb. zuLiuzZ.Dec. 1698, gest. zu Graz 7. Aug. 1755). Trat im Alter von 18 Iahreu in den Orden der Gesellschaft Jesu, legte 1720 das Gelübde ab und lehrte dann die Rhetorik in Wien, war Kanzelredner zn Preßburg, Passau, Steher und Krems, Präses im Profeß- haus zu Neusohl und hielt sich' zuletzt im Collegiathause in Graz auf, wo er im Al- ter von 57 Jahren starb. Er gab folgende Schriften heraus: si 6er Msn 1729 , 8".); im ersten Theile behandelt er die alten Bi- bliotheken, die Alerandrinische, die Atti- lische, Atheniensische u. f. w., im zweiten beschreibt er die Wiener Hofbibliothek; I'ont. t)pt. Uaa?." (Wisn 1730, 8°.). :2.k sooiktatig urK 1856, I.ex. 8«.) 8. 106. uuä Hlau2 Greiner, Moriz (Hofkalligraph, geb. zu GYöngyesim Heveser Comitate Ungarns im 1.1810). Studirte in Pesth und kam im 1.1823 nach Ofen zn einem Goldarbeiter in die Lehre; da jedoch sein Talent zur Schönschreibekunst das vor- herrschende war, verwendete er während vier Jahren seiner Lehrzeit den größten Theil der Nächte, um sich in diesem Fache- möglichst auszubilden. Nach beendeter Lehrzeit begab er sich nach Wien, besuchte mehrere Goldarbeiterwerkstätten, fand jedoch keine Arbeit. Er benutzte diese un- freiwillige Muße, um sich in der Akade- mie der bildenden Künste als Graveur und Ornamentalzeichner auszubilden. Unter der Leitung des Directors Klieber leistete er Tüchtiges und errang 1829 den Preis, während er durch Lectionen, die er im Schönschreiben ertheilte, seine Sub- sistenz fristete. Seine kalligraphischen Arbeiten fanden bald Anerkennung. Hof- baurath von No bile unterbreitete einige derselben Sr. Durchlaucht dem Fürsten Clemens von Metternich, welcher den jungen Künstler rufen ließ und ihm meh- rere Aufträge gab. Die aus diesem An- laß vollendeten Kunstblätter schmücken noch jetzt die Säle der fürstlichen Herr- schaft Königswart in Böhmen. Gleich- zeitig erhielt er den Auftrag, den Erz- herzogen die Schönschreibkunst zu lehren und auch mehrere Familien des höchsten Adels wollten von G. in der Kalligraphie unterrichtet sein. 1840 entwarf G. zirm ersten Male Mufterschriften für die k. k. östr. National-Bank. Im 1.1843 reiste er nach Paris, wo König Louis Philipp
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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