Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 338 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 338 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

Bild der Seite - 338 -

Bild der Seite - 338 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

Text der Seite - 338 -

338 Predigtamt. Der Tod entriß ihn im Alter von 53 Jahren seinem Orden. I n latei- nischer Sprache gab G. folgende Schrif- ten heraus: ^Z^Malamiu 4 et 1736, 8°.)^ »_ in deutscher Sprache eine „3ei- chtnrlde unl Rlli5kr Karl Vl." (Graz 1741, Fol.); — Lobreden auf die HH. Kilian, Virgilius, Udalrich, Cassian und die Lan- despatrone von Tyrol(Wien 1746, Fol.); — „Festrede ank den H. <5°wVünn" (Krems 1749, 4°.); — „Nie Vertheidigung der unke- Ktckten GmptiinglliSg Maria" (Wien 1750, Fol.); — „GeistlicheSittenlehren ant das bittere Aiden und Sterben Jesu" (Wien 1758— 1761, 4".); — „Sittenlehre ant alle Sanntage dez Jahres null die Guangelien der Festtage. — Predigten ant die Sonn-unk Festtage", 12 Bde. (Augsburg 1769—76, 8°.), diese letztern, sind erst nach seinem Tode herausgegeben worden. 2ustr1»<:2.o 8ooiet2,ti3 ^le3u (Wien nnä No- 3en3dur3 1856, Aecliit2ri8tell nnä 2lan2!, gr. 8°.) S. 107. Grillparzer, Franz (Dichter, der Schiller Oesterreichs, geb.zuWien 15. Jänner 1791). Ist der Sohn eines angesehenen Advocaten und erhielt seine wissenschaftliche Ausbildung in Wien. Nach 1811 beendeten Rechtsstudien, trat er 1813 bei der k. k. allgem. Hofkammer in Staatsdienste, wurde 1824 Hofconci- pist und 1833 Archivsdirector der Hof- kammer (jetzt Finanzministerium). Von dieser Zeit tritt ein Stillstand in seiner amtlichen Stellung ein, bis er 1856 auf sein Ansuchen als Archivsdirector pensio- nirt, zugleich aber von seinem Monar- chen durch Allerh. Verleihung des Hof- rathtitels ausgezeichnet wurde. Mit die- sen wenigen Daten schließt sich das amt- liche Leben unseres großen Dichters ab. Als Episoden in dieser Einförmigkeit der amtlichen Laufbahn sind zu verzeichnen: 1818 eine Reise nach Gastein, welches er in einem Gedichte: „Abschied um Gastein" verherrlichte, das seit dieser Zeit unzäh- lige Male nachgedruckt worden ist; im folgenden Jahre eine Reise nach Ita- lien, auf welcher er Nom besuchte, und sein Gedicht an das Kolosseum „Nie Uni- nen des ^Apo vaccmo" schrieb, in welchem der österr. Poet den österr. Beamten in nicht geringe Unannehmlichkeiten versetzte, die auch Ursache wurden, daß die schema- tisirenden Lexikographen und Correspon- denten den Dichter in die Reihen der- jenigen Geister stellten, welche in Oester- reich durch den Gedaukendruck ihrer Hei- mat verkümmerten. Wie wenig dies der Wahrheit gemäß, hat aber eben Gr i l l - parzer bewiesen, da in die Zeit von 1819—38 seine herrlichsten dramatischen Dichtungen fallen; 1843 eine Reisenach Griechenland, auf welcher er aber wegen der Zeiten Ungunst nur nach Athen kam; am 14. Mai 1847 wurde er zum Mit- glied der kaiserl. Akademie der Wissen- schaften ernannt; 1848 sang er sein Schlachtenlied „Alldrtzku.", welches hier wieder deßhalb ausdrücklich genannt wird, weil es den Zorn der Revolution gegen ihn heraufbeschwor und den durch seine herrlichen Dichtungen vielverdienten Poe- ten in den öffentlichen Blättern der Haupt- stadt den gemeinsten Schmähungen aus- setzte. Seine Berse aber: Glück auf, mein Feldherr, führe den Streich, Nicht blos um des Nuhmes Schimmer: I n deinem Lager ist Oesterreich, Wir Andern sind einzelne Trümmer, sind doch diejenigen, welche noch heute jeder österr. Patriot, der nur ein großes Oesterreich und keine Kleinstaaterei will, mit Begeisterung ausruft. Endlich 1849 schmückte ihn die hohe Hand seines Mon- archen mit dem Leopoldorden, die erste Auszeichnung dieser Art, welche einem österr. Dichter eben als solchem zu Theil wurde. An sonstigen Lichtblicken im Leben G.'s sind nur zu nennen 1841 die Feier
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich