Seite - 352 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Bild der Seite - 352 -
Text der Seite - 352 -
352
V.Porträte,Mcdaille, Handschrift, Albumblätter.
Porträte: i) Facsimile der Unterschrift:
5c. lwar eine Kunstbeilage des Taschenbuches
„Gedenke mein" und des „Albums östcrr.
Dichter" I. Serie). — 2) Lithogr. von Kric-
huber (Wien, Spiua, Fol.). — 3) Lithogr.
von Aug. Selb (Wien, Neumann, kl. Fol.).
— 4) Facsimile der Unterschrift. Stahlstich
von Weger u. Singer (Leipzig, Baumgärtner,
4".); erschien auch als Kunstdeilage zur „All-
gemeinen (Leipziger) Modenzeitung", hcrausg.
von Diezmann. Eine Copie dieses Stahl-
stiches von Klimt lith. brachten die Präger
„Erinnerungen." — 5) 5. OankauZLi- 6el. ^.
gtüber se. (Wien 1840, 8".). — 0) Facsimile
der Unterschrift: l>nnx <5ri11p2r2er. V^.. I>Qu-
td2,F<3 1853. X2.cli äer Nktur ^62. u. litd.
Gedruckt bei I . Höselich. Folio. — 7) Auch
in München erschien ein, abcr schr unähnli-
ches Porträt von Grillftarzer. — 3) Ein
Porträt G.'s in Oel gemalt von Aigner
— den Dichter in Lebensgröße vorstellend —
befindet sich im Besitze des Hofschauspielers
Ludwig Löwe. — Medaille. Zur Feier des
50. Geburtsfestes des Dichters (1841) wurde
ihm zu Ehren von I . Schön eine Medaille
geprägt. Sie zeigt auf dc;n Avers des Dich-
ters Nüste mit der Umschrift: ?Kä.N2
5RII^r^k2NK 6LU. v. 15. 'I^XXLQ
1791 IX 'VVITX. Auf dem Revers eine mit
cinem Lorbcerkranze umwundene Harfe mit
der Legende: V0X S2IN6X VL5LÜI5LI5N
2I?i; 5611511 DN3 15. ^>7XKN 1611. —
.Handschrift: Adolpb Henze in feinem:
Tic Handschriften der deutschen Dicktcr und
Dichterinnen . . . (Leipzig 1355, Schlicke, 8".)
2. 52 charakterifirt G.'s Handschrift folgen-
dermaßen: „Flugfähige, kraftvolle Züge, aber
nicht frei von Hcf-Reminiscenzen." (!) —
Albumblätter: In das „Radetzky-Album"
schrieb G. folgende Worte:
Was wundert ihr euch, daß er Wunder thut?
Er, der ja felber ein Wunder,
Der im Alter, das fönst hintcr'm Ofcn ruht,
Noch heiß von der Jugend Zunder.
Spart euer Wundern noch manches Jahr,
Vis er, statt achtzig, hundert,
Vis grau seine Kraft, wie leider sein Haar,
Jetzt, statt euch zu wundern, bewundert!
- - In das „deutscheStammbuch" vonSchlodt-
maun 1853 schrieb G.:
„Wollt Ihr die Frciheitsglur curiren,
Tie gern so heiß in unsern Dichtern brennt,
Braucht Ihr nicht Mittel lang erst zu Probiren,
Gebt ihucu als Spccisicuui: Talent.
Wien, 3. Mai 1652 " Grimani, Girolamo (Staatsmann
und Bibliothekar der St. Markus-
Bibliothek, geb. zu Vened'iZ 1716, gch.
ebenda 1780). Entstammt einer vorneh-
men Vmetianer Familie, genoß eine
treffliche Erziehung und bekleidete mehrere
hohe Staatswürden in Venedig. Zweimal
versah cr die Stelle eines Bibliothekars
von Iu.li U^l-co, ein Posten, der in der
Republik in der Negel nur an Staats-
männer der höchsten Würden verliehen
zn werden pflegte; die Republik hielt die
Wissenschaft in Ehren nnd die höchsten
Würdenträger geizten nach diesem Amte.
Grimani stand der Bibliothek vor: das
erste Mal von 17(53—1772, das zweite
^a l von 1778—1780, in welchem Jahre
er starb. Unter ihm wurde die Bibliothek
in den von Sonsovino begonnenen
und vou Seamozzi beendeten Pracht-
bau untergebracht uud auf das Geschmack-
vollste aufgestellt, zugleich aber mit den
kostbarsten Verkeu u. Handschriften ver-
mehrt, von dencu er einen großen Theil
selbst der Bibliothek schenkte. Unter letztcrn
ist hier einer besonders werthvollen Be-
reicherung, welche Grimani erwirkte,
zu gedenken, der Original-Handschrift
der Gcschichre des Trientinischen Concils
von Sarpi.
LtiiÄii storici
li^ 8°.) 3. 140. « 1856,
^ Peter (Doge vonVenedig,
geb. in Venedig 1677, gest. ebenda 7.
März 1752). Aus einer ausgezeichneten
Venetianer Familie
stammend, erhielt er
Da mir auf einer Fahrt im Stellwagen
ein Tieb mit erstaunlicher Frechheit meine
Handtasche gesiolm hat, in welcher sich das
ganze Original-Manufcript der Bogen 21
u. 22 befand, so war eine Correctur nach
dem Manuscripte nicht möglich; ich bitte
daher für allfällige Verstöße, die ich jedoch
sorgfältig zu vermeiden bemüht war, um
Entschuldigung. C. W
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon