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1821 veranstalteten Ausgabe ihrer Poesie be-
findet sichBettinelli's «Lwssio." Um einer-
seits die literar. Stellung anzudeuten, welche
diese Frau zu ihrer Zeit einnahm, andererseits
als Tribut dargebracht ihrer echten Weiblich«
keit folZe hier eine Stelle aus dem
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. . . 20, von rlcoiäo!o inoits ^ee».
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— 2lovani ^iussMs), ätori». äeils lettsre 0
äelio Hrti iQ It^lia ^iu8t2 le rociprcictls Iurc>
liZponäknxe (Alcil^rlä 1357, Lznvito) III. Lä.
8. 632. — Dcimäolo <6iroiamo), I.» eaäuta
äeUa repriddUcH üi Vüne^i^ sä i suoi ultiiui
oi2<zuK2t' 2HN1. Ltuäii »toiioi .. . (VsusHjß
18Z5, ^^rl>.t0viod, 3°.) ^ppLnäiao 8. 195
ftach diesem erst gestorben 1305).
Gritti, Cornelia, mit dem arkadischen
Namen Aurisbc Tarscuse (Dichterin,
geb. zu Venedig 1719, gest. ebenda
Ende Juli 1803). Sie entstammt der
alten Venetianer Familie der Ba rbaro
und vermalte sich mit dem Venetianer
Gritti. Eine vortreffliche Erziehung er-
weckte in ihr die Liebe znr Literatur, in
welcher sie durch den Verkehr mit Män-
nern wie Algaroiti, Frugoni, Gol-
doni, Metastasio u. A., nur mehr ge-
fördert wurde. Sie selbst versuchte sich in
Poesien, welche in den verschiedenen R2.0-
oo!t6 ihrer Zeit gesammelt sind, und sich
des Beifalls ihrer Zeitgenossen erfreuten.
Sie gewann durch dieselben literarische
Freunde, und die Arkadier in Rom
nahmen sie als Aurisbe Tarsense
in den Kreis ihrer Auserwählten auf.
Sie behielt ihre geistige Frische noch in
hohen Jahren, wie Arbeiten aus dieser
Zeit bezeugen. Als sie starb, war sie 89
Jahre alt. eä i suoi nitinii t'auni.
gtuäii gtoriei (Vensäiss 1857, ^llr^toviod,
3°.) 8. 142.
Gritti, Francesco (Schriftsteller,
geb. in Venedig 1740, gest. ebenda
1811). Sohn der Vorigen. Erhielt seine
erste Erziehung in der ^eoaäkmik äe'
Nodili kiia. ösinüeocI., trat dann in
Dienste der Republik,
stufeuweise
jene
unteren Aemter bekleidend, welche den
Söhnen vornehmer Familien, wenn sie
dem Staate dienen wollten, vorbehalten
blieben. ImI.1777 (nach Gamba bereits
1770) wurde er in den Rath der Vierzig
gewählt, und gehörte demselben an bis
zur Auflösung der Republik. Die Liebe
für die schöne Literatur hatte ihm schon
seine Mutter eingeflößt, und so betrat er
denn auch dieses Feld. Seine Ueber-
setzungen des Hamlet von Ducis und
der Merope von Voltaire wurden mit
Beifall aufgenommen. Proben frischen
Humors und schlagfertigen Witzes gab
er mit dem humoristischen Werke: „1,2
5c?-itts
1767). — Sein Lustspiel
obgleich bei der Aufführung ausgepfiffen,
erschien dennoch von eigenthümlichen
Glossen begleitet, im Drucke. Sein poe-
tischer Ruf hebt aber an mit Herausgabe
der Uebersetzung des n^smzno cli Oniäo,
cank' ^I I I^ und ^<?s/5a^ can.to unico".
In beiden Uebersetzungen machte sich G.
vorerst mit dem Geiste des Originals
vollkommen vertraut, und dann erst ging
er an die freie Uebertragung oder viel-
mehr Bearbeitung derselben in seiner
Muttersprache, welche musterhaft aus-
siel. Seine Nebersetzung der ^^lcelle"
von Voltaire blieb ungedruckt. Beider
Vorliebe des Venetianers für Dichtun-
gen in seinem heimischen Dialecte, in
welchem der derbste Witz, Spott mid Hu-
mor ihre Flügel frei schießen lassen kön-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon