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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 372 -
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Seite - 372 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

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372 er sinnig Lombarda nannte. Als das Werk herauskam, machte es großes Aus sehen. Schriften dafür und dagegen er- schienen Hetze unten G.'s Werke). Der Dichter wurde — wie bei uns einst Gr i l lp arz er, als man sein „Weh' dem der lügt" nicht verstand, und die dem Dichter schuldige Rücksicht vergaß — ver- stimmt und brach 8 Jahre hindurch uicht sein Schweigen, erst 1834 ließ er den „H^T-co ^«conti« erscheinen, in welchem Werke sich der Einfluß seines Freundes, des Dichters der ^kromsssi spozi" be- merkbar macht. Drei Jahre später 1837 beschloß G. seine poetische Laufbahn mit dem Gedichte: „ l7i?-icc> e I^a"-, dem letz- ten Werke, welches er veröffentlichte. I n diesem Jahre erhielt er auch eine Notav stelle in Mailand, bei welcher Gelegen- heit der Appellations-Präsident Anton Mazzetti den von einer Partei gemach ten Versuch, den Verfasser der „ I^ne^s zu verdrängen, auf Grund der damaligen Freisprechung mit ihrem Zusätze ver- eitelte. G. lebte nun ganz seinem Ge« schäfle. 1838 vermalte er sich mit Jo- hanna A l f ie r i , welchen Bund nach 15 Jahren sein Tod löste. Die liebliche, ungetrübte Häuslichkeit seines geschäft- lichen Lebens trübten nur noch die Stürme des Jahres 1848, in welchem er vorüber- gehend zum Director der lombardischen Gymnasien ernannt wurde. Die letzte Zeit seines Lebens war er leidend und unter wechselnden Zuständen, die bald eine Besserung hoffen ließen, bald sich verschlimmerten, starb er, 62 Jahre alt, um drei Uhr Nachmittags am 10. Dec. 1853. G. hatte mehrfache Auszeichnun- gen und Beweise der Achtung seiner Mit- bürger erfahren. Er war Mitglied der Mailänder Notariatskammer, Kanzler und SyndicusdesCollegiumsäkUa (5nä- Stalls Secretär mehrerer volkswirth- schafllichen Vereine, correspondirendes Mitglied des Is^tuto lomdu.i'äo und vieler anderen ausländischen gelehrten Gesellschaften. Als G.'s Tod in Italien bekannt geworden, schrieb sein Freund Massimo d'A zeglio in der „ftkxxettH, piemoiit686" i13. Dec. 1853) u. A.: „Alle, die G.'s Schriften gelesen haben, müssen, wenn sie ein edles Herz und nicht gemeinen Verstand besitzen, fühlen, daß. mit seinem Tode nicht blos für Italien, sondern für die ganze gebildete Welt. eines seiner reinsten Lichter erloschen sei." Aus seiner glücklichen Ehe stammen zwer Söhne. Ein drittes Kind hatte er scbon 1842 verloren, und aus diesem Anlasse: schrieb er eines seiner schönsten und ergrei- fendsten Gedichte. l. Grossi's Werle. «Strambatt äs Hlsne- skiu V'orsgHttH in 0002.8102, äs 1». lanrOg. iu isAF 6s1 sur I?sppiQ Vi- 31ei2 eeo.« 3bLtwo (Kailauä 1813, ?n> Uni); — »1,3,^ ^ßssitiva. Nuvsiig. in äi^istta inilknesb ooiia. trkänsio» 2v lider». it2.ii2.Q2. äsiio «tssso«- (Hlaiwuä 1817, kniwi). Grossi schrieb die- ses pathetische Gedicht vornehmlich um zu sehen, wie sich der Dialect auf ernste Stoffe anwenden lasse. Es fand allgemein Beifall und erschien in mehreren Austagen. Die Schönheit und Kraft der Dichtung bewogen den Spanier Ioan Cortada, es in's Spanische und zwar in den catalonischen Dialect zu übersetzen^ unter dem Titel: ^2 , A072, I'usßitiva,, 10- IQH28 ssorit en diaisotk niii2.QSS ? en ooto- vag rsal« per I'olua,« üras« ? traäudib en I03 iQkteix inerro ^ en Äikieotb o2,tai2.u a 1836); — „^er oi m^tri- (NlliiHnä 1819); — «I.^ ? ri 2 2 iä 0" 16°.), eine poetische Vision im Mailänder Dia- lect, veranlaßt durch das fürchterliche Ende des Finanzminifters Pr ina , der ein Opfer der Vottswuth geworden (24. April 1824). Das Gedicht, welches anonym erschien und für dessen Autor Por ta gehalten ward, bis Grossi sich selbst angab, wurde heimlich verbreitet und erlebte mehrere Auflagen. Eine nicht gelungene Uebersetzung von Vincenz Cesati befindet sich in dessen ^Oouiinsilti S riüsssioui snile ooncii^ioni äsiia I,om.- dkräia b Vßnexia" (Veroeiii 1854), eine zweite von G. Cabolini ist noch nicht ge- druckt; — „1^ .2. ?iO33i2. ä'oro 2 1a. k'ng» Fitiva.« (UHii2,nä 1822^ ^ärrario, 12°., zu- letzt Aaillmä 1847). Den Stoff zu dieser
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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