Seite - 374 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
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Ntll« äeil» r^ßionv, c».llti äus serio - l»c«!ti
w ts«2 riiu» äi 0... 0..." («d. 16 8. 8");
— nvu» leiionv ai oritie! äei feuere cli
äon Libero, äon Viuevro, in^hstro 8op-
Mttone . . . äeii' «.ntieritico N. V. (Lßiäin
Ve-Hlllssri)" (ed. 18 8. 8".); — „von kidora
»Ii'inlerno, o»nti <^u»ttro: teria rilNH" (ed.
32 L. 8".); — nNi«p08t» äi öon^ .rcilidsl-c,
»11». entic«, üi üon Libero 8ui i>rinii ein-
8'.); — «1^» «tori» äsi lzuinilici oanti äi
1'c>Niu28tt Qr03»i preäettl^ in lilouus uc>-
vellv antietiO 8eapert6 e Mlil)Iic2ts ä», Xi-
eolu lotulnasec)" (ed. 15 5. 8".). In allen
diesen Schriften wurden die Gebrechen und
Borzüge der Dichtung beleuchtet: die letzteren
überwiegen und das Wert zählt zu den Zier-
den der italienischen Literatur der Neuzeit;
cvi^tu, eavatu. äkiiS cronzl-elK! äi
das Werk ift seinem Freunde Tor t i , der
mit Grossi und Manzoni die glorreiche
Trias der italienischen Literatur der ersten
Hälfte des 19. Jahrhunderts bildet, gewidmet.
1834,1840, 1847 erschienen neue Auflagen in
Mailand, die letztere in einem Bande, die
von 1840 ift illuftrirt. Auch dagegen versuchte
eine Partei sich zu erheben und es erschien
eine „Ii6tte5» 6'un 8olita,rio 8oritt^ äs. 1er>
<i«I treoeuto.. . .*, ab» allen Umtrieben
i?urde bald ein Ende gemacht mit der Sckrift:
,vo roiuauL «zlorico 2l2l-oo Visconti Iet>
<5i><>s2j" (ed. 1835 28 s. 8°.). Eine deutsche
Nebersetzung dieses Nomans erschien von Q.
von Czarnowski unter dem Titel: „Marco
Bisconti, ei" historischer Roman aus dem
14. Jahrhundert", 2 Thle. (Köln 1835, Koh-
ner, gr. 12".); — «Virico 2 I^iäs., na-
v e i l ^ (zl^ilanä 1837, 16°., zuletzt 1844),
Gedicht in Ottnvs riius, eine einfache Bege-
benheit behandelnd, aber durch den Schmelz
einer gefühlvollen Sprache und die Reinheit
eines den besten Mustern ebenbürtigen Styles
ausgezeichnet. — Noch erschienen von ihm -.
nNovei le" (Uaiianä 1847 16°.); — seine
gesammelten Schriften in einem Neapolitaner
Nachdruck: ^Oporo oonapl^to, eäi i ioQ«
1349, 8°.) — und ein Theil derselben im be-
liebten Format I.eiuouiiioi' zu Florenz:
Visconti" — ,I1äeßouä»u -
— nHIriel) 6 I^iäa" — «Novelle« (?Iar6N2
1849 ,5« Aonniei-, 12°.). — Eine Sammlung
seiner Poesien, von denen viele zerstreut ge-
druckt, noch mehrere in Handschrift geblieben sind, ift nicht vorhanden. Was G.'s Stellung
zur Literatur betrifft, so gehört er zur dünn-
gesäeten Reihe jener Schriftsteller, welche die
italienische Literatur auf neue Bahnen lenkend,
sie aus dem Verfall, in den sie im vorigen
Jahrhunderte gesunken, in die Höhe gebracht,
und in eiserner Beharrlichkeit ihr neben den
anderen Literaturen der cultivirten Völker
Europa's eine ehrenvolle Stelle erobert haben.
Mit der Kühnheit des Styls große Reinheit
der Sprache verbindend, kennzeichnen seine
Dichtungen tiefes Gefühl, seltener Bilder-
reichthum, Reinheit der Empfindung. Ift auch
seine Phantasie minder reich, so liegt eben in
der Einfachheit seines Stoffes eine oft bewäl-
tigende Kraft, die freilich eben nur durch die
Herrlichkeit der Dichtung erzielt wird.
II. Zur Biographie G/s. l?anin t/gmaHio), Vitz
eä Oxere äi loiuiua,»« 6ro8»i. UkNüria
äi... (Uaiianä 1853, Lorroni s 8cotti, 31-.8".).
— Sußsilosio (Unterhaltungsblatt in Mai-
land) 18S5 Ouno i) Nr. 36, S. 57 lenthält
S. 57« G.'s Porträt). — II Vaßiw (Mai-
länder polit. Blatt) 1853, S. 420. — Ors-
pu8oc>1o (Mailänder liter. polit. Blatt) 1853.
— CnLuaorzrQ» pitturico (Mailänder Jour-
nal) 1864 (^imo XIX, Lsriv III) Nr. 24:
„1oinm28u <3rc>88i e silvio rkllieu" smit
den lithograph. Porträts Beider). — 62,22s,ta
I»isiuoiite36. 1853 13. December Massimo
d'Azeglio gibt Nachricht von G.'s Todej.
— II Li8oreiuit:Qt0. 1856 im December und
l 1857 im Jänner von Boetti. — Schmidt
! lAd. Dr. Oeftr. Blätter für Literatur und
Kunft. I. Jahrg. (Wien 1844, 4°.) I. Quart.
Literaturblatt Nr. 10, S. 77. — Bemerlens-
werth ift es, daß Brockhaus' Conversations-
Lerikon den Namen des großen Dichters Ita-
liens nicht enthält.
III. Porträt. Zugleich auf einem Blatte mit
und HlamikQi. Ein schönes
Blatt, Stahlstich. Die Porträte sind sämmt-
lich ähnlich. — Außer Tommaso Grossi
ist noch eines zweiten zu gedenken, des Peter
Ludwig G. (Dichter, geb. in Brescia
1741, gest. 1812). Er trat in den Carmeliter-
Orden. 1794 erschienen von ihm zu Neapel:
«I»<)S8ie liriebs" und 1798 zu Brescia: »Ninas
Mcevoli äi un I^oiub2.räo", von denen eine
zweite Ausgabe (1804 ebenda) unter d. Titel:
»LeLlts rinae piaoevoli" herauskam. Eine
Sammlung seiner Kanzelreden erschien bei S i l -
vestri in Mailand unter dem Titel: «Huaro.
8iiu2.1tz e pzaiksirioi", 2 V<1«. (1831), denen
JoachimQuefta, der Herausgeber, Grossi's
Leben vorausgeschickt hat. Mergl. über ihn:
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon