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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 377 -
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Seite - 377 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

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37? ) u. z. das des Ersteren in Ro- vigo (1777), jenes von Luigi Andrea in Mantua (1772) erschien. Mehrere Dichtungen von Luigi Andrea gab Franc. Bocchi heraus. Auch war er ein sorgfältiger Sammler und Kenner von Alterthümern. Jener Luigi Grotto auch Groto, dessen Biographie die genann- ten zwei Brüder bearbeiteten, ist aber allgemein unter dem Namen: „!1 Ois ä'^ärig." bekannt. Er war zuAdria 7. Sept. 1541 geboren, und ist am 13. Dec. 1585 gestorben. Acht Tage nach seiner Geburt verlor er das Augenlicht, machte aber nichtsdestoweniger seine Stu- dien und erregte durch seine Geistesgaben alsbald die Bewunderung seiner Lands- leute. Als er 40 Jahre alt war, wählten ihn seine Mitbürger, um die öffentliche Ansprache bei zwei festlichen Anlässen zu halten, nämlich: bei dem Besuche der polnischen Königin Bona in Venedig, und bei der Installation des Dogen Lo- renzo Pr in l i . Aehnliche Bitten stellten bei anderen Anlässen Ferrara, Bologna, Rovigo an ihn. Ferner wurden seine Tragödien, Komödien, Pastoralen, bei verschiedenen Gelegenheiten dargestellt. Ja in der von Orsato Giustiniani aus- geführten Uebersetznng des „06<5iM3" von Sophokles, welcher im Carneval 1585 zu Vicenza gegeben wurde, spielte er selbst, ungeachtet seiner Blindheit, den Oedipus. Seine Reife von Adria nach Vicenza auf Kosten der Olimpischen Aka- demie in letzterer Stadt glich einem förm- lichen Triumphe. Bankette, Concerte, Feste, wurden überall ihm zu Ehren ge- geben. Bald nach diesem letzten Zuge starb er im Alter von 44 Jahren. Den Ruf, der ihn überlebte, verdankt er we- niger seinen Dichtungen, als dem Um- stände seiner Blindheit. Von ihm sind erschienen eine Uebersetzung des ersten Buches der „ l i in" (VkQtiäiF 1570); "/ — „Dalicia^ zwei Tra- gödien; — (VensäiF 1580, 12°.); — ^ ' drei Komödien (Ebd. 1592, 12".). Diese Lustspiele sind nicht ohne Geist, aber die Zügellosigkeit in der Schilderung der da- maligen Sitten und die Gespreiztheit des Styles, machen ihnen Abbruch. Das- selbe gilt auch von den beiden Pastoralen und „^entimento am.oi'oso" iF 1566), in denen er nicht sel- ten gegen die gute Sitte und den Ge- schmack sich versündigt. Noch erschienen von seinen Schriften: „I/Oasioni rol- ga?-i s iat^n.s - (VkNüäi^ 1585), von de- nen Barthelemy Viotte eine französische Uebersetzung herausgab; — „I/stt^-s/a- m.igck'a?-i- (Venedig 1601, 4°.), denen eine Biographie G.'s vorangeht, und eine Erläuterung zum ,,v602.rQ6l0N6 '^ Bo ccaccio's (Venedig 1590, 4^.). Ge- sammelt erschienen seine verschiedenen Schriften zu Venedig (1598. 4".). laiQ. VII, P2.I-« II, pass. 147. — 6in.gue,ls, Ilistoiro Utteräii'S ä'itaiia. lom. VI, p. 356. — H/llM (6insspps)) Storia ääiis. I^ettora- tur» it2ii2.u3. (Uailknä 1834, 3oo. tiposrHÜca, äe' owssioi itkliaiii, 8".) II. Lä. d. 113. — Dancloio s<3if-olu,no), 1^2 C2<1utl>, deiia ro^ub» 2,nlli. 8tuäii storioi (Vensäi^ 1857, Naratuvioli) ^.ppenliios 8.26. — Meyers großes Conversativns - Lexikon XIV. Bd. S. 155 nennt ihn irrig: 11 Oirco ä'^.üria, statt: „ii Ciboo ä'^ <1ria.« Gruber, Augustin Johann Joseph (Fürster zbischof vonSalzburg, geb. zu Wien 23. Juni 1763, gest. zu Salz- burg 28. Juni 1835). Sohn eines Wie- ner Kaufmannes, besuchte das Gymna- sium bei den Jesuiten, die Philosophie als Cleriker ^^.äriaiiu.3 2. 6. .^11112" bei den Augustiner-Mönchen in Wien, trat 1783 aus dem Orden und in das General-Seminar, wurde 1785 zum Priester geweiht u. Cooperator in Brunn am Gebirge, 1794 als solcher nach St. Leopold in Wien übersetzt, 1796 Katechet
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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