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für Blumen- und Früchtenmalerei ange»
stellt. Nunmehr bildete er sich auch in den
anderen Kunstfächern aus und wurde
am 1. Sept. 1835 zum ordentlichen Pro-
fessor der Manufactur«Schule au der
k. k. Akademie der bildenden Künste er-
nauirt. Außer den zahlreichen einzelnen
Bildern, von denen die vorzüglichsten
weiter unten aufgeführt werden, malte
er im besonderen Auftrage ganze, u. z.
umfangreiche Werke, nämlich von 1841
bis 1849 für Se. Majestät den Kaiser
Ferdin anddie blühenden ausländischen
Pstanzenu.PalmensdasBlatt2—3'hoch,
oii-llg. 600 Stück) aus den Glashäusern in
Schönbrunn. Diese Sammlung befindet
sich nunmehr in der Bibliothek Sr. Maj.
zu Prag. Für den Fürsten von Metter-
nich von 1839 bis 1859 blühende Came-
lien, etwa 120 Blätter. Auch unternahm
der Künstler zu Naturstudien an Ort und
Stelle in den Ferienmonaten Reisen
nach Steiermark, Käruten. Tyrol, Salz-
burg, Oberösterreich, Istrien und Italien
und zeichnete von 1842 bis 1854 zum
Behufe eigener Studien nach Antiken
und dem Modelle an der Akademie der
bildenden Künste in Wien. Da an der
Akademie der bildenden Künste die Ma-
nufacturschule aufgehoben wurde, wurde
G. in Ruhestand versetzt (26. Oct. 1851),
bei welcher Gelegenheit ihm iu Anerken-
nung seiner Leistungen seiue Schüler
und Fabrikanten eine Dankadresse über-
reichten. Die Mailänder Akademie der
bildenden Künste hat ihn im I . 1849 zu
ihrem Mitgliede ernannt. Außer den
schon erwähnten größeren Blumenwer-
ken hat G. folgende Bilder gemalt: „Suiei
Nexpeng^er" (1834 in Wien ausgestellt,
N. 3' 7", Lr. 2' 9"), jetzt in Stuttgart;
— „Gin WeZpengeqer" (in Stuttgart aus-
gestellt und verkauft, 2 . 3' 7", Lr. 2' 9");
— „lt'in3i5?5plngeqer" (im Rhein'fchen Ver-
eine ausgestellt uuo verkauft, I I . 3' 7",
Vr. 2" 9"); — „<kin WeZpengeqer mit ei«U Falken rankend" (Ausst. Wien 1842, Eigen-
thum des Künstlers, H. 3' 7", Lr. 2' 9");
— „<5ine Seeschmalbe" (Ausst. Wien 1834,
Eigenthum des Künstlers, H. 3' 7",
Lr. 2^ 9"); — „Oin Kurb mit Früchten nnd
Nlnmen" (Ausst. Wien 1834, jetzt in Eng-
land, I I . 2'. Lr. 2< 6"); — „schwimmende
Wildenten" (Ausst. Wien 1834, Eigenth.
des Herrn Gottfried Havelek in Wien,
II . 2' 9", Lr. 3' 7"); — „Blumen, Früchte
und ein Macher" (Ausst. Wien 1834,
nachher in Trieft ausgestellt und verkauft,
2. 2' 9", Li-. 3' 7"); — „Nasr» nuk der
Grde lügend" (Ausst. 1835), von diesem
Bilde malte der Künstler mehrere Co-
pien; — „Nugrnötrllüch, im Vordergrund ein
Vogelnest" sAusst. 1835, Eigenthum des
Grafen Czernin); — „Mehrere Au5en"
(Ausst. 1835), auch von diesem malte er
mehrerc Copien; — „Allgenötranch" (Eigen-
thum des Stadtbaumeisters Haine); —
„dächte" (Ausst. Pesth 1836); — „Zorn-
rriher" (Ebenda); — „BluNenstraus in einer
Vase", (in der k. k. Belvedere-Gallerie in
Wien, H. 2' 6", Lr. 2'). Das Gegen-
stück hiezu ist im Besitze eines Privaten;
— „Vogelnester", deren sind mehrere vor-
banden von Dornreihern, Schwalben,
Nußhehern u. d. m.; — „Vlnhende Nistrl-
nnd Mchnblulnen" (Ausstell, Wieu 1856,
1857 Pariser Weltausstellung. Eigenth.
des Künstlers, N. 3' 7", Vr. 2' 10");
— „Vi5kltnlder", deren malte G. 11, von
diesen eines im Besitze des Malers Amer-
l i n g, ein anderes nebst einem „Vagelnut"
im Besitz des Herrn Franz Pau l in
Wien, ein drittes in der Mailänder Kunst-
gallerie, eiues in der Ausstellung des
österr. Kunstvereins (600 fl.); — „Mll-
Städter Hee" (Ausst. Wien 1837, Eigenth.
des Künstlers, I I . 2' 9", Sl . 3' 7"); —
„Gluöser Nlninenstrüns" (Ausst. im Schwär-
zend erg Palais 1848, Eigenth. des Künst-
lers, 0. 3' 7", Lr. 2' 9"); — „Grchis"
(Ausst. im Schwarzenberg Palais 1848,
Eigth. des Künstlers, 2.2< 2", Vr. 1' 7");
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon