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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 382 -
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382 selben Namens, mit den Taufnamen H<anz Joseph, stellte seit 1853 mehrere Genrebilder aus, u. z.: „Der Lotteriegewinnft" (öfterr. Kunftv. 1854, März, 250 fl.); — „Die Heim- kehr von der Schulprüfung" (ebd. 1854, Mai, I50 fl.); — „Raufende Blluernlinder" (Ausft. 1850). Er ist mit den bisher Angeführten nicht verwandt. Auch ist er bereits — u. z. um das I . 18Z4 — gestorben. Gruber auch Grueber, Gabriel (Hy- rograph, geb. zu Wien 6. Mai 1740, gest. zu St. Petersburg 26. März 1805). Trat 1755 in den Orden der Gesellschaft Iefu, beendete zu Graz die philosophischen und theologischen Studien, lehrte dann selbst die lateinische Sprache an der orientalischen Akademie, und in- dem er vor Aufhebung der Gesellschaft Jesu noch der Letzte war, welcher in der osterr. Ordensprovinz das Ordensgelübde abgelegt hatte, lehrte er 18 I . zu Laibach Mechanik und Hydraulik, und leitete ebenda die Negulirung des Flusses und die Austrocknung der Sümpfe. Als aber der Jesuiten-Orden in Rußland sich des Schutzes der Negierung erfreute, verließ er Oesterreich und ging 1784 nach Nuß- land, trat zuerst in das Jesuiten - Colle- gium zu Po^ ock ein, wo er Architektur und Mechanik vortrug und das physika- lische Kabinet daselbst mit vielen sinnigen Instrumenten seiner Erfindung berei- cherte. Im 1.1890 ging er nach Peters- burg und wurde daselbst Rector des un- ter Kaiser P a u l von den Jesuiten be- gründeten nach dem Kaiser benannten Paulinischen Collegmms. I n Petersburg gewann er durch seine Kenntnisse, die sich auch auf die Medicin erstreckten und ihm Gelegenheit boten, seine Kunst am Hofe selbst zu erproben, die Zuneigung des Kaisers in solchem Grade, daß er jeder- zeit freien Eintritt bei Hof hatte, und ihn der Kaiser auch sonst noch auszeich- nete. Um jene Zeit wurde der Jesuiten« Orden iu Rußland durch einen General- Bicar regiert. Der erste General-Vicar (vom 17. Oct. 1782) war Stanislaus Czerniewicz; ihm folgte 27. Sept. 1785 Gabr. Lynkiewäcz uud 1. Febr. 1799 Franz 3. Kareu. Als aber Kaiser Paul von Papst Pius VII. die Bestäti- gung des Ordens erbat, und diese mit Breve vom 7. März 1801 erfolgte, wurde nach Kareu's Tode (30. Juli 1802) G. am 10. Oct. 1802 zum Oberhaupt der russischen Jesuiten-Provinz erwählt. Nur drei Jahre bekleidete er diese Würde, der Tod entriß ihn der Gesellschaft im Alter von 65 Jahren. G. zählt zu den wirklichen Zierden seines Ordens; reich an seltenen und mannigfaltigen Kenntnissen, verband er mit denselben die Tugenden eines echten Ordensmannes. Sein Wissen erstreckte sich auf Geschichte, Mathematik, Mecha- nik, Hydraulik, Architektur, Sprachen, Musik, Malerei, und wie schon bemerkt, selbst auf die Medicin. Viele Proben sei- ner Arbeiten im Gebiete der Kunst ent- hält das Collegium zu Pciock; insbe- sondere leistete er in der Perspectiv-Zeich- nung Treffliches. Die perspective Tiefen- ausicht eines Corridors daselbst, iu Wasser- farben, ist ein wahres Meisterstück. Seine Zeichnungen der Ansichten des Poiocker Collegiums wurden von G. A. Liebe und von G. G. Endner gestochen. Ob er als Schriftsteller gewirkt, ist nicht mit Be- stimmtheit zu ermitteln. Das Werk über die Regulirung ves Saveflußes, von Einigen dem Tobias Gruber (s. diesen weiter unten) zugeschrieben, der auch Mathematiker u. Hydrograph war, dürfte denn doch von Gabriel verfaß: sein. Ueberhaupt ist in Werken die Verwirrung unter den denkwürdigen Personen dieses Namens, die auch öfter mit der alten Schreibart Grueber erscheinen, sehr groß. Zum Theil wird sie hervorgebracht durch die Klosternamen, die einer oder der andere führt, der nun bald mit dem- selben , bald mit seinem ursprünglichen Taufnameu in den verschiedenen Werken
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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