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und lllll h'uchsten Olllll der Gewissheit in der Ni-
pllluilltik" (Wien 1785, 4".); — „
ukadem. Vurlesllngrn über dir synchrnnigüsche Nni-
lersalhistarie" (Ebenda 1777, 8°.). G.'s
letztes Werk war: ^^oZT-amn^a cliclacti-
li clo-
1795). G.'s Schriften über die Tiplo
matik werden als vortrefflich bezeichnet.
Um den verdienten Lebrer auszuzeichnen,
verlieh ihm die Wiener Hochschule die Phil.
Doctorswürde. Er starb im Alter von 60
Jahren; in seinem Nachlasse befanden
sich philologische, historische und diploma-
tische Schriften und eine reiche Samm-
lung wichtiger Diplome und Urkunden
aus verschiedenen Archiven.
Kunitsch (Michael), Biographien merkwürdi-
ger Männer der östr. Monarchie (Graz 1305,
Tanzer) I I . Bdchen. S. 27. — Schall er
lIarosl.), Kurze Lebensbeschreibungen jener
verstorbenen gelehrten Männer aus dem Or-
den der frommen Schulen, die sich durch ihr
Talent und besondere Verdienste . . . ausge-
zeichnet haben (Prag 1799, 8".) S. 174. —
Schönemann (K. Th. Gl.), Versuch eines
vollständigen Systems der Diplomatik (Hom-
burg 1801) I. Bd. S. 155. — Annalen der
Literatur und Kunst in dem östr. Kaiserthume
Jahrg. 1809 (Wien, A. Toll, 4".) Intelligenz-
blatt Septbr. Sp. 136. — Oeftr. National-
Encyklopädie (von G raff er u. Czikann),
(Wien 1835) II. Bd. S. 433. — Nouveiis
LiOAiÄpbis ß6u6i>His . .. pubiise saus 1a
äilsotwQ äs 21. 1s Dr. No eker (?2.ri5 1853)
XXII. Lä. 8p. 240 Inach dieser geb. 7. Aug.
1739). — Nach Kayfers (ChristianGottlob),
Vollständigem Bücher-Lexikon (Leipzig 1334,
Schumann, 4°.) II. Bd. S. 442 ist Grub er
am 22. April 1799 gestorben. — Ein zweiter,
Namens Leopold Gruber, auch dem Orden
der frommen Schulen angehörig, bearbeitete
die neue Ausgabe der „LidUoweoa, ÄULtriaca.«
von Nic. de Vogel und fügte dem ersten
geographischen Theile einen zweiten historischen
bei; sie erschien unter dem Titel: «8peoiuiftu
didliutk6<:2.s ^.uZti-iaeae, seu, vatitia scrip-
tOlliua ^.ustriacuruiQ; opn3 xostkniunin.
?2r5 I. 6eo3i-2.pki2, 2. Nie. äsVo^e i ;
reesug. äiAsssit, supxl. iQäio. auxit I.eop.
6luder,- kargll. Ujstoi-ioHU C^Viou1780,1783).
— Ein driiter, Namens Johann Gruber (geb.
1776, gest. zu Wien 5. Febr. 1811^, war Custos
am Wiener Münz- und Antiken - Cabinet. Tüchtig in seinem Fache, sagte Eckhel von
ihm: „Dieser junge Mann wird mich weit
übertreffen." G. hatte bereits viel gesammelt,
um Eckhels „vootrius. ununuarum vets-
ruui" fortzusetzen, als der Tod^ seinen Arbei-
ten ein Ziel setzte. ^Vergl.: Annalen der Li-
teratur und Kunst des In- und Auslandes
(Wien 1811, 8°.) I. Jahrg. I. Bd. S. 254.)
Gruber von Grubenfels, Karl Anton
(Bibliothekar U.Schriftsteller, geb.
zu Szegedin in Uugarn um das Jahr
1770. gest. nach 1833). Nach beendeten
Studien lebte er einige Zeit in Wien,
beschäftigte
sich
mit literarischen Arbeiten,
wurde dann Scriptor der Szecheny'schen
ungar. Reichsbibliothek, und zuletzt Bi-
bliothekar der gräfl. Appony'schen Biblio-
thek zu Preßburg, in welcher Eigenschaft
er 1833 quiescirt wurde. G. war zugleich
Assessor des Szümegher Comitates. Er
gab mehrere literarhistorische, historische
und geographische, aber noch mehr schön-
geistige Schriften heraus. Von ersteren:
st ^pigsT'azMca ^ H««'b«5 aacsclit
ab a?-ts t^po^ap^ccr
1805); — „Ueber
Mimik" (Wien 1801): — „ /
7-ia imgnasl/nFaT-lcas" ^ r
8".)/ — „Pllnnullill'5 Ajirache^ nnZenn rrhabe-
nrn Vätern des Vaterlandes Ulegen i>rr fnr hllr-
schentlen lchobenen vaterländischen Sprache gemriht"
(Pesth 1806); — „Na5 osmanische Keich.
Geographisch, ZtatistiZch und geschichtlich darge-
stellt" (Wien 1812, Gerold, mit 1 Karte).
Von letzteren dielyrischen: „Mmnns uil
Pallas - Athene" (Wien 1802, 8°.); —
„HljVlM3 an Pannanill" (Ebenda 1804); —
„Zellen" (Altona 1794, 2. verbess. Aufi.
Wien 1800,12°.); — „Spätlinge" (Preß-
burg 1832); — „F'aHti tnAmp^alsH"
1814, 4°.) ; — „Nes Phiitttns nen
entileckte Fatieln aus dem lateinischen übersetzt
mit Nnmerknngen" (Wien 1815); die er-
zählenden uud dramatischen: „Nie
Försterlamilie" (Preßburg 1303); — „Nas
Ideal" (Penig 1804); — „Gurquata Gasso.
Gin -Kliman" (Ebd. 1805); — „Nie Neger.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon