Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 387 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 387 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

Bild der Seite - 387 -

Bild der Seite - 387 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

Text der Seite - 387 -

38? Gruber, siehe auch: Grueber. Gmbhofer, Joseph (Tyroler Lan- desvertheidiger, geb. in Tyrol 1772, gest. in Innsbruck 22. April 1857). Widmete sich anfänglich der Kunst und leistete in Edelstein- und Mosaik-Arbei- ten Hervorragendes. Als aber die Gefahr des Vaterlandes zu den Waffen rief, trat er 1791 in das Freicorps der Tyroler- jäger und machte bis 1807 alle Feldzüge der Reichsarmee mit. Beim Abzug der Truppen aus Würzburg wurde O. als Commandant der Borposten vergessen, und sah sich plötzlich mitten unter Fein- den. Als er mit seinen Cameraden sich zu retten versuchte, streckten drei ihm be- stimmte Kugeln seinen Cameraden A m - man, den nämlichen, der als Hauptmann die Vertheidigung des Berges Isel com- uiandirte, an seiner Seite nieder. G. nahm Amman auf den Nucken, suchte sich und seinen schwer verwundeten Freund zu retten, schoß durch einen treff» lichen Schuß den Tambour, der bestän- dig Allarm schlug und die Franzosen anfeuerte, nieder und entrann glücklich seinen Verfolgern. Als G. bei Günz- burg Befehl erhielt, die Brücken abtra- gen zu lassen, um den Rückzug zu decken, rettete er dem Grafen Taxis, seinem Hauptmann, das Leben, indem er ihn, den der Luftdruck einer vorbeisausenden Ka- nonenkugel in's Wasser geschleudert hatte, aus demselben zog. Bei dieser Gelegen- heit gefangen genommen, befreite er sich und 50 Mitgefangene, indem er sie alle durch den Stadtcanal entführte. Nach beendetem Kriege nahm er als Oberjäger feinen Abschied und lebte als Graveur zurückgezogen in Innsbruck. Da brach das I . 1809 mit seinen Kriegsstürmeu her- ein, und die Bauern der Gemeinde Son- nenburg stellten den erfahrenen Kriegs- manu an ihre Spitze. Der Kampf war gegen Baiern gerichtet. G. war in Edel- stein- und Mosaik-Arbeiten von dem da- maligen Kronprinzen Ludwig und sei- ner Gemalin oft beschäftigt worden; er versuchte also, sich von diesem Kampfe loszumachen; jedoch Alles war vergebens, er mußte den Umständen weichen. Die Gelegenheit nützte er aber, um manches Unglück zn verhüten; so rettete er den bairischen Cassabeamten Seng er vor der Volkswuth. Die Ausführung eines Auf- trages Hofers, der ihn als Commissär nach Südtyrol schickte, um dort die Zoll- gelder zu erheben, vereitelte der Feind, der bereits bis Trient vorgedrungen. Auf dem Brenner traf G. mit H o fer zu- sammen und drang in diesen, Sicherheit halber sich nach Wien zu begeben, aber der hochsinnige Sandwirth hörte nicht auf des Freundes Rath und Hofers Schicksal ist bekannt. Nach beendetem Kriege kehrte G. zu den Beschäftigungen seiner Kunst zurück, und lebte fortan in Innsbruck, wo er im hohen Alter von 85 Jahren starb. Didaslalia (Frankfurter Unterhaltungsblatt, 4°.) 1857, Nr. 105: „Iof. Grubhofer, einer der Tyroler Veteranen." Orubisstch, Clemens (Sprachfor- scher, geb. in SPalato 1733, gest. 19. April 1773). Studirte die Philosophie in Ragusa, die Theologie und die Rechte in Padua, wo er auch die Doctorswürde erhielt. In sein Vaterland zurückgekehrt, wurde er Auditor an der erzbischöstichen Curie seiner Vaterstadt und Rector des daselbst befindlichen Seminars. Mit be- sonderer Vorliebe trieb er das Studium der Archäologie und jenes der Sprachen, sowohl der alten als neueren, von letzte- ren insbesondere das der slavischen, dessen verschiedenen Dialecte er genau kannte. Er wirkte auch als Schriftsteller auf sprach- lichem Gebiete. In seinem Werke: „Di5- beti Hiavonici Oiagolitici" (Vkllkä. 1766, ?ä8<^Nii, 8".) lMert Bibl. Lexikon Nr. 6993^ vergleicht er die verschiedenen. 25"
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich