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gleichnamiger Oper. 1807 wurde sie in
Prag engagirt, 1813 unternahm sie eine
Kunstreise, auf welcher sie
überall großen
Beifall erntete. 1816 kam sie an das
Hof-Operntheater in Wien, wo
sie
durch
mehrere Jahre eine Zierde dieser Bühne
war, und
sie sich ungeachtet des nicht ge-
ringen Widerstandes einer Partei, den
Namen derdeutschenCatalani ersang.
Ihre mit den Jahren zunehmende Kör-
perfülle trat ihr jedoch störend entgegen
und 1830 verließ
sie
die Hofbühne, machte
noch eine Kunstreise in Deutschland, hielt
sich dann einige Zeit in München, später
in Berlin auf, wo sie ihren bleibenden
Wohnsitz nahm, da ihre Tochter Karo»
line Mitglied der dortigen Hofbühne
wurde. Die Glanzrollen ihres Reper-
toires waren u. A.: die Gräfin in Mo-
zarts „Figaro", die Donna Anna im
„Don Juan", die Laura in «Oo8i l2.n
Wtt6«, die Julie in Spohrs: „Vesta-
lin", die Rosine in Rossini's „Bar-
bier von Sevilla", die Vitellia im„Ti-
tus",dieDesdemonaim„Otbello".Im
1.1813 hatte
sie
sich mit dem Tenoristen
des Prager Theaters I . C. G. Grün-
baum vermalt. Ihr Gemal ist durch die
vielen gelungenen und singbaren
Ueber-
tragnngen italienischer und französischer
Opern vortheilhaft bekannt. Aus dieser
Ehe
stammt
Karoline Grünbaum (siehe
die Vorige).
Gaßner (F. S. Dr.), Universal Lexikon der
Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande
(Stuttgart 1849, F. Köhler, Ler. 8°.) S. 632
lim Artikel: „Wenzel Müller", nach diesem
geb. zu Wien 1791). — Schilling (Gustav
Dr.), Das musikalische Europa (Speher 1842,
Neidhard, gr.3°.) S. 129.— Conversations-
blatt, Herausa,, von. Franz Gräffer (Wien,
gr. 8°.) I. Jahrg. S. 271: „Die deutsche
Catalani" i^n Räthselform die Borzüge der
Sängerin aufzählend). — Oeftr. National-
sncyklopädie (von Gräffer u. Czitann),
(Wien 1835) VI. Bd. u»d Suppl. S. 46ö
lnach dieser geb. zu Prag um das I. 1785).
Grünberg, Johanna, s.: Franul von
WeifsenthuNl, Johanna (IV.Bd. S. 339). Grimne auch Grunne, Graf von Pin-
chard, Karl Ludwig (Feldmarfchall-
Lieutenant, geb. zu Wien 25. August
1808). Sohn des Grafen Philipp Fer-
dinand Wilhelm (s. d. Folg.). Trats
20 Icchre alt, am 21. Jänner 1828 als
Lieutenant in das Uhl.-Neg. Nr. 3 Erz-
herzog Karl, wurde am 16. Febr. 1823
Oberlieutenant im Huß. - Reg. Nr. 10,
am 1. Oct. 1830 Rittmeister im Uhl.-Reg.
Nr. 4; am 2. Juli 1838 Major im Uhl.-
Reg. Nr. 1, 5. Dec. 1842 Oberstlieu-
tenant im Chevaurlegers-Regim. Nr. 7
und am 23. Dec. 1843 Oberst im Huß.-
Reg. Nr. 2. Mit dieser Ernennung zu-
gleich erfolgte seine Berufung an die
Spitze des Hofstaates Sr. kaiserl. Hoheit
Erzh. Stepban, 1847 wurde er Oberst-
hofmeister und geh. Rath. Im August
1848 in gleicher Eigenschaft zu dem da-
maligen Erzherzog Franz Joseph beru-
fen, blieb er nach dessen Thronbesteigung
fortan in unmittelbarer Nähe des Mon-
archen. In diese Zeit fällt seine Vorrü-
ckung zum Generalmajor 19. Oct. 1848,
zum Feidmarschall-Lieutenant am 12.
Juli 1850, dann zum ersten General-
Adjutanten Sr. Majestät des Kaisers,
zum Vorstand der Militär Central-Kanz-
lei. Diese letzten hohen Wurden, welche
des Grafen Stellung in der unmittel-
baren Nähe der Person seines Monar-
chen bedingten, bekleidete derselbe bis
zum I. 1859; in diesem wurde der Graf
mit Allerh. Handschreiben von Schön-
brunn 20. Oct. 1359 seines Postens als
erster General-Adjutant des Kaisers in
Gnaden enthoben, unter Einem zum
Oberst-Stallmeister ernannt und mit dem
Großkreuz des St. Stephansordens aus-
gezeichnet ; auch behielt der Graf über in
gedachtem Handbillet ausdrücklich ausge-
sprochenen Wunsch seines Monarchen die
Capitänstelle der Garde-Gendarmerie.
Die Geschäfte der Central-Kanzlei über-
gab er dem Feldmarschall - Lieutenant
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Band 5
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Füger-Gsellhofer
- Band
- 5
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1859
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 426
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon