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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 396 -
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396 rechter Balken; unten in Gold drei schrägrechts « gelegte Schlägel, welche die Stiele linls i wenden. Der Schild deckt die Grafenkrone. ' Schildhl l l ter: rechts ein auswärtssehendes silbernes Einhorn; lints ein auswärtssetzender goldener Greif mit ausgeschlagener Zunge. Grünne Graf von Pinchard, Philipp Ferdinand Wilhelm General der Ca- vallerie und Ritter des Mar. Theresten- Ordens, geb. zu Dresden 15. Mai 1762, gest. zu Wien 26. Iänn. 1854). Ein Sohn des 1779 als Feldmarschall- Lieutenant verstorbenen Grafen Ferdi- nand. Nach vollendeter Erziehung trat G. im Febr. 1782 als Unterlieutenant in's Kür.-Reg. Nr. 3, in welchem er am 27. Mai 1786 zum Oberlieutenant vor- rückte. Im Türkenkriege war er Ritt- meister im Dragoner» Regim. Toscana Nr. 7 und zwei Jahre später Major im 1. Dragoner-Regiment. Im April 1794 ernannte ihn Kaiser Franz zum Flügel- Adjutanten, dann wurde er General- Adjutant des Feldzeugmeister Grafen Clerfayt, am 9. Febr. 1795 Oberstlieu- tenant und in gleicher Eigenschaft beim General der Cavallerie Grafen Wurm- ser verwendet. In der Affaire bei Man n- heim (18. Oct. 1795) zeichnete er sich durch Eifer und Entschlossenheit aus. Während des Feldzuges 1796 und 1797 wurde G. General-Adjutant beim Erzh. Karl und rückte 28. Oct. 1797 zum Obersten vor. Am 1. Iän. 1798 wurde O. als Oberst zum Dragoner-Regiment Nr. 7, damals Kaiser Franz. übersetzt, , im Iänn. 1799 dem Erzh. Palatin Jo- seph auf seiner Neise nach St. Peters- burg beigegeben. Nach beendeter Mis- sion kam er zur Armee uach Deutschland und war es G., der, nachdem Korsakow seinen Rückzug aus der Schweiz antrat, mit einigen Escadronen seines Regiments von Stockach herbeieilte und durch die Wegnabme von Peters hausen (30.! Sept. 1799) den Feind zurückwarf. Am ' 6. März 1800 zum General-Major er- '- nannt, blieb er als Brigadier bei der Armee. Als am 1. Mai d. I . der Feind den Uebergang über den Rhein zwischen Schaffhausen und Stein eröffnete, er- hielt G. von dem bei Bregenz stehenden Feldmarschall-Lieutenant Fürsten Reuß die Weisung, mit 6 Bataillonen und 5 Escadronen dessen rechte Flanke zu decken und den Feind so lange aufzuhalten, bis Fürst Reuß die Möglichkeit gewonnen haben würde, die Gegend von Bregenz zu verlassen, und die Pässe von Tyrol zu erreichen. Dieses Auftrages hatte sich G. in den Tagen des 8—12. Mai in so mu- sterhafter Weise entledigt, daß der Ein- fall des Feindes in die Stadt Kempten vereitelt und dadurch die Erhaltung der Tyroler Pässe gesichert wurde. In der SchlachtbeiHohenlindencommandirte G. die Regimenter Erzh. Ferdinand- Hußaren und Hohenzoller n-Kürassiere und schloß am 15. Dec. zu Steicr im Namen des Erzh. Karl die dem Lunne- viller Frieden vorausgebende Demarka- tions-undWaffeustillstands-Uebereinkunft mit dem französ. General Lahorie ab. Für sein Verhalten vor Kempten wurde er in der 66. Promotion (18. Aug. 1801) mit dem Ritterkreuze des Mar. There- sien-Ordens ausgezeichnet. Nach dem Frieden von Lunneville kam G. als Bri- gadier nach Kaschau, später nach Hradisch. Als im Jahre 1804 die Reformen in den österr. Armee - Institutionen begannen, wurde G. den Berathungen beigezogen und Vorstand des Bureaus des Kriegs- ministers. Im I . 1605 wurde er Refe- rent des obersten Chefs des Kriegswesens, 1806 Inhaber des Uhl.-Reg. Nr. 3 und 1808 Feldmarschall-Lieutenant in seiner Verwendung, im I . 1809 General-Ad- jutant und Chef des Ministerialbureaus der Armee. Seine Thätigkeit in diesen Tagen ehrt der kaiserl. Prinz in seiner Relation der Schlachttage des I . 1809 mit den Worten: „daß Feldmarschall-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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