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Habsburg — Friedrich 268 Hübsburg — Friedrich
wenn ihn Sigmund's bekannte Ranke
und Habsucht nicht auf's AeuĂźerste
gebracht hätten, zu diesen Mitteln, welche
zuletzt nur Gegenwehr waren, nicht
gegriffen haben. Uebrigens hatte Fried-
rich bei seinem Tode den Spottnamen
des „Friedels mit der leersn Tasche"
glänzend widerlegt, er hatte alle ver«
pfändeten Güter eingelöst nnd eine
Million Gulden in Gold hinterlassen. Ein
guter Wirth, wie er war, beaufsichtigte er
seine Beamten und mengte sich oft in
Bauerntracht unter die Bauern; „Zu
Hof redet ein Jeder," rief er dann, „wie
ich's gerne höre, der Bauer redet, wie 's
ihm um's Herz ist, und so erfahre ich die
Wahrheit." Sein Sohn Sigmund war,
als der Vater starb, noch minderjährig
und erhielt seinen Vetter Friedrich, des
Herzogs Ernst Sohn, nachmaligen Kaiser
Friedrich s^iehe den Folgenden^, zum
Vormunde.
Brandts (Clemens Wenzel Graf zu), Tirol unter
Friedrich uon Oesterreich (Wien 1821, F.
Ludwig). — Weber (Beda). Oswald uon
Wolkenstein und F r icdr i ch mit der leeren
Tasche. In eilf BĂĽchern (Innsbruck 1880.
Wagner, 8".). — Fugger, Spiegel der Ehren
des ErzHauses Oesterreich (NĂĽrnberg 1668,
kl. Fol.) S. 406—430, !>02—ä<»4. — Unter den
in anderen Werken zerstreuten Aufsätzen siehe:
Hormayr's „Taschenbuch" 1847, S. 207—
267: „Der Herzog mit der leeren Tasche und
dem goldenen Dache, Friedrich von Tirol".—
Hormayr's „Archiu" 1818, S. 337: „Fried-
rich mit der leeren Tasche, Herzog von Oester«
reich, Graf uon Tirol, auf der Kirchenversamm<
lung zu Constanz". — Zei tsch r i f t des Fer-
dinandeums (Innsbruck 1841, 8«.) S. 93—120:
„Kaiser Sig mund in Tirol. Eine kritische Nn»
tcrsuchung des XVI I I . Cap., I. Bandes der
Geschichte Kaiser S igmund 's, von I)r. A sch«
bach". Von A. Jäger. — Sitzungsbe-
richte der kais. Akademie der Wissenschaften
1849, I I , S. 427: „Verhältniß des Hauses
Habsburg gegen die Schweiz seit der Achts'
erklärung Friedrich's mit der leeren Tasche
durch Kaiser Sig ismund". Von I . Chmel.
— Schweizer Archiv VI . (1849) S. 123: „17 Beschwerdeschriften, dem Herzoge Friedri ch
von Oesterreich im Jahre 141t aus seinen Herr«
schaften in den vorderen Landen eingereicht".
Mitgetheilt von Hottinger. — Die i l lu-
strirteWclt (Hallbergcrs Verlag, kl. 4".) 1839.
S. 177: „Das goldene Dachl von Innsbruck".
sDie Abbildung dieses nach der Hofburg ältesten
Hauses in Innsbruck. Friedrich lieĂź 1426, um
den Spottnamen „mit der leeren Tasche" zu
widerlegen, das Dach des Erkers an diesem
Hause für 30.000 Ducaten vergolden.^ —
Waldkirch (Ioh. Rudolph v.). GrĂĽndliche
Einleitung zu der cydgcnossischen Bundes« und
Staatshistoric (Basel 17Ăś7, 8<>.) Neu vermehrte
Aussage. Bd. I , S. 187, 193. — Vergleiche
auch: Sch mit von Taoera (Carl Dr.),
Bibliographie zur Geschichte des österreichischen
Kaiserstaates (Wien 1838, Seidel, 8«.) Nr. 634—
530. — Das inhaltreiche und wechscluollc Leben
Friedrich's bot auch reichen Stoss zur. poeti»
schen Gestaltung, theils in epischer, theils in
dramatischer Form und in jener des Romanes.
So enthält Hormayr 's „Taschenbuch" für
1846, S. 120—132, ein längeres Gedicht: „Der
Friedet mit der leeren Tasche von Tirol", von
Hannusch. — Theodor Herzog schrieb ein
dramatisches Gedicht: „Fr iedrich von Oester»
reich" (Leipzig 1848. Brandstätter. 8".). —
Frcmzisca Stengel verarbeitete eine Liebes-
angelegenheit Friedrich's im Romane: „Die
Rose von Innsbruck. Ein Roman aus der Zeit
des Conziliums von Constanz". 2 Theile
(Mannheim 1844, Benshcimcr). — Auch soll,
wie Zeitungsnotizen melden, der begeisterte
Sänger des „letztenRitters". Anastasius Grün,
den Herzog Friedrich zum VorwĂĽrfe eines
größeren epischen Gedichtes gewählt haben. —
Parträte. 1) Gestochen von Hyrt l (Wien,
Schaumburg. 8".),- — 2) ohne Angabe des
Stechers (wahrscheinlich von Philipp Ki l ian)
inFu ggcr's „SpiegelderEhrendesErzhauscs
Oesterreich". S. 503.
104- Friedrich V. derFriedfertige,
Erzherzog von Oesterreich, als deutscher
Kaiser der III., nach Anderen (und diese
letztere Annahme ist die richtige) der IV.,
je nachdem Friedrich I. der Schone
in der Reihe der deutschen Kaiser erscheint
oder nicht (geb. 21. September 1413,
gest. 19. August 1493). Sohn des Her-
zogs Ernst des Eisernen von Steiermark
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Guadagni-Habsburg, Band 6
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Guadagni-Habsburg
- Band
- 6
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1860
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 502
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon