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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6
Seite - 266 -
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Seite - 266 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6

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— Friedrich 266 Habsdurg — Friedrich ssiehc Nr. 78^ und seiner zweiten Gemalin Cimburgis von Masovien s^. )ir. 43^>. Gcmalm. Seit 8. März 4432 Eleonore von Portugal, Tochter Eduard's, Königs von Portugal ssiehe Nr. 50^. Ainder: Max imi l ian I., deutscher Kaiser (geb. 1439, gest. 1319); Kuni- gunde (geb. 1463, gest. 1320), Gemalin Albrecht's IV., Herzogs in Bayern; fünf andere Kinder: Ernst, Rudolph, Leopold. Alexandra und Anna, sind in der Kindheit gestorben. Wahl« sprüche. Die fünf Selbstlauk ^. N. I. 0. II., welche vielfältige Deutung erfahren' haben. Friedrich selbst deutete sie mit Bezug auf seine rechtmäßige Kaiserwahl: ^.Hiiila, NIeota lusto Oinnig. Vinoit. Andere sinnigere Deutungen sind aber: ^.uLtria Trit In 0rdo Vitii^a oder ^uäti'iao üst Iln^erai-o Ordi Dnivürso und Aller Ehren Zst Vesterreich Voll. Die Devise des Kaisers war ein Tisch oder Dreifuß, auf welchem ein offenes Buch lag, auf das eine ausgestreckte ein Schwert haltende Hand den Knopf des» selben setzte, mit der Umschrift: „Hio ro^it 5!1o tuowr" (das Buch ftie Weis' heiH regiert, das Schwert beschützt, oder, wie F u g g e r treffend und bündig über« setzt: Verstand und Hand Beschirmen das Land), hmiurragclldc Lclil.'llsmommlc. Nach Kaiser Albrecht's II. (V.) zu schnellem Tode s^. Nr. 11^, wurde Friedrich zum deutschen Kaiser gewählt, denn sein Nebenbuh- ler Ludwig, Landgraf von Hessen, hatte kaum eine Aussicht gewählt zu werden. Die Wahl erfolgte am 2. Fe» bruar 1440. aber erst am 23. April gab er seine Zustimmung, da ihm, gegenüber dem Uebermuthe rebellischer Fürsten, eines trotzigen Adels, und einer fanatischen, in zwei Lager gespaltenen Geistlichkeit, der reformatorischen und der dem alten Schlendrian anhängenden, die Kaiser- würde wenig Verlockendes zu bieten schien. Gleich zu Anfang seiner Regierung hatte er klagliche Händel mit Ungarn und Böhmen. Elisabeth. Albrecht's II. Gemalin s^. Nr. 66), hatte nach dessen Tod einen Sohn, Ladislaus PostHu- mus, zur Welt gebracht, die Ungarn hatten aber eine neue Königswahl vor» genommen, die auf Wladislaw von Polen fiel, der zuletzt auch den Sieg davon trug; ebenso wollte man in Böhmen Ladislaus übergehen, aber da brachte Friedrich ein Compromis zu Stande, dem zu Folge die Böhmen bis zu Ladislaus' Großjährigkeit sich selbst regierten, indem katholischer Seits Mainhard von Neuhaus, hussitischer Seits Heinrich Ptaczek und nach dessen Tode (23. August 1444) Georg Podiebrad die Regentschaft führten. Erst am 17. Juni 1442 fand die Krönung zu Aachen Statt. Ein auf dem ersten Reichstage, der im nämlichen Jahre abge- halten wurde, von Friedrich gemachter Vorschlag, für ganz Deutschland Ein Kammergericht, 4 Hofgerichte, 16 Land- gerichte und 64 Freigerichte herzustellen, und den Gebrauch des römischen Rechtes für Deutschland aufzuheben, führte leider zu keinem Resultate. Mit der Schweiz, welche seit Kaiser Sigmund sich mit Habsburgischen Gütern bereichert, kam es auch zum Kriege, in welchem aber die Schweizer Sieg um Sieg und zuletzt den glänzendsten bei St. Jacob an der Sil (22. Juli 1443) erfochten. Zu einem Reichskriege, den Friedrich gegen die Schweiz nunmehr beschlossen, kam es nicht und endlich wurde durch wenig vortheilhafte Verträge in den Jahren 1443, 1449 und 1432 der Friede erzielt. Indessen dauerten die Unterhandlungen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Guadagni-Habsburg, Band 6
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Guadagni-Habsburg
Band
6
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1860
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
502
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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