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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6
Seite - 278 -
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Seite - 278 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6

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Haksburg — Johann 278 Habsburg — Johann Theresia Anna (geb. 13. Juli 1843); Erzherzog Karl Albert Ludwig (geb. 3. Jänner 1847. gest. zu Prag 19. Juli 1848), und Erzherzogin Mathilde Marie Adelgunde Alexandra (geb. 23. Jänner 1849). Die Frau Erzherzogin ist Sternkreuz« und kon. bayerische Theresien. Ordens-Dame; ferner oberste Schutzfrau mehrerer humanistischer und Wohlthätig» keitsvereine im Kaiserstaate. Porträte. 1) Lithogr. von Krieh über (Wien, Neumann, Fol.); — 2) lith. von DautHage (Wien, Paterno. Fol.): " 3) gez. und lith. von Eduard Kaiser (Wien. Paterno, Fol.); — 4) Stahlstich im Gothaischen Hofkalender (Gotha. Just. Perthes, 8«.). 113. Johann von Schwaben, auch Parricida (geb. 1289, nach Einigen erst nach seines Vaters Tode (1290), daher von Einigen auch Po st Humus genannt; gest. nach Einigen als Mönch des Augustiner-Ordens zu Pisa 13. April 1313). Johann ist ein Sohn Ru- dolph's, Sohnes des ersten Kaisers aus dem Habsburgerstamme, Rudolph's von Habsburg, und der böhmischen Königstochter Agnes. Nach seines Vaters frühem Tode erzog ihn die Mutter am Hofe ihres Bruders Wen- zel II. in Prag. Als auch die Mutter Agnes starb ^s.'Nr. 3^ j, sehte Wenzel das Erziehungsgeschäft fort. 1301 berief ihn sein Oheim, Kaiser Albrecht, an seinen Hof und ließ ihn nunmehr mit seinen Söhnen ausbilden. Wohl mag ihm schon am böhmischen Königshofe Argwohn gegen seinen Oheim eingeflößt worden sein; dieser wuchs aber, als er alle Aussichten auf eine selbstständige Zukunft allmälig schwinden sah. Johann hatte von seiner Mutter aus Anrechte auf ein Erbtheil in den habsburgischen Stamm- landen und nach Wenzel's Tode auch Rechte auf Böhmen. Als er zur Voll- jährigkeit heranwuchs, machte er seine Ansprüche geltend, erhielt aber als Ge. währung die Anwartschaft auf Meifsen, ein erst zu eroberndes Land. Diese seine vergeblichen Versuche, zu Land und Leuten zu kommen, mögen den Spott seiner Zeitgenossen, die ihn Johann ohne Land nannten, erklären. Auch die Bemühungen Anderer. Johann zur Erreichung seiner Ansprüche zu ver» helfen, blieben erfolglos. Den Unwillen Johann's reizten nun mehrere mißver- gnügte Edelleute am Hofe Albrecht's, darunter vor Allen Walther von Eschen- bach, dann Rudolph von Balm, Con- rad von Tegernfeld und Rudolph von Wart. Alle diese waren von Albrecht mehr oder minder schwer gekränkt und hatten fich aus Rache gegen dessen Leben frevelhafter Weise verschworen. Der Tag zur gräßlichen That wurde festgesetzt. Eine an Albrecht gelangte Warnung beach- tete dieser nicht. So rückte der 1. Mai 1308 heran. Albrecht befand sich zu Baden im Aargau. Zur Feier des her« kömmlichen Frühlingsfestes wurde eine fröhliche Mahlzeit gehalten, an welcher auch Johann und drei seiner Mitver- schworenen Theil nahmen. Nach beende- tem Mahle wurde eine Lustfahrt unternom- men; als Albrecht mit seinem Gefolge bei Windisch an der Reuß angekom« men, wußte Johann es so einzurichten, daß der König mit ihm und seinen Verschworenen zuerst das Fahrzeug be- stieg, welches sie auf das jenseitige Ufer bringen sollte; unter dem Vorwando, das Fahrzeug könne nicht Alle tragen, wurde Albrecht von seinem treuen Gefolge abgeschnitten. Am jenseitigen Ufer angelangt, sehte er seinen Ritt nach Brugg fort und Johann, der indessen Albrecht's Gefolge aufgehalten, eilte, als er den geeigneten Zeitpunct ersah,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Guadagni-Habsburg, Band 6
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Guadagni-Habsburg
Band
6
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1860
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
502
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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