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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6
Seite - 279 -
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Seite - 279 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6

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Habsburg — Johann 279 Habsburg — Johann dem Kaiser nach. Nun fielen die Ver« schworenen über Albrecht her, und als dieser seinen Neffen zu Hilfe rief, soll ihm Johann das Schwert in die Gurgel gestoßen haben, mit den Worten: „Hier ist der Lohn des Unrechtes". Eschen- bach stach ihm in's Gesicht und Balm spaltete ihm den Kopf. Wart blieb nach Einigen erschrockener Zeuge, nach An- deren soll er dem Pferde Albrecht's in die Zügel gefallen sein und es gehalten haben. Bei seiner Hinrichtung betheuerte Wart seine Unschuld. Albrecht starb nach Einigen im Schooße seiner Gattin Elisabeth, die sogleich aus der Nähe an die Stelle des gräßlichen Frevels herbei- geeilt war, nach Anderen in den Armen des Bischofs von Speyer, und wieder nach Anderen in denen einer Bettlerin, welche unweit der Stelle des Verbrechens am Wege saß, welche Ansicht auch die wahr« scheinlichste und verbreitetste ist. Te- gernfeld's Anwesenheit bei der Mord- that wird von den Chronisten nicht gemeldet. Der Unthat folgte eine nicht minder fürchterliche Sühne. Auf Befehl der Königin Witwe Elisabeth s^. d. Är. ö?) wurden die Burgen Eschen- bach's, Balm's und Wart's zerstört und gegen Tausend Menschen verschiede- nen Geschlechtes verloren ihr Leben durch Henkershand. Balm verbarg sich einige Zeit in Basel, verschwand aber dann auf immer. Walther von Eschenbach, der Haupturheber des Mordes, lebte 33 Jahre lang als Hirt im Württembergischen und verrieth sich erst auf dem Todtenbette; Wart, welcher beim Papste in Avignon Sühne suchen wollte, wurde in Hoch- burgund erkannt, an Albrecht's Söhne ausgeliefert und lebendig aufs Rad ge- flochten. Johann selbst irrte abwechselnd in Bauernkleidern und Pilgergewändern in der Schweiz, in Italien, in Frankreich umher und war zuletzt nach Avignon zum Papste Clemens V. gepilgert. Ueber sein Ende liegt nichts Bestimmtes vor, die meist begründete Ansicht ist, er sei in Pisa im Franciskanerkloster, ver» muthlich am 43. April 1313, also im Alter von 24 Jahren, gestorben und dort begraben. Aeneas Sylvius will dort sein Grabmal gesehen haben. Der Chronist Ebendorf von Haselbach berichtet auch von einem blinden Bettler, Namens Lathomius, welcher in W ien auf dem Neumarkte in einer Hütte saß und die Vorübergehenden um ein Al» mosen ansprach. Dieser Lathomius soll Johann's natürlicher Sohn ge- wesen sein, den ihm während seines Umherirrens und Aufenthaltes in den Schweizerbergen eine Sennerin geboren hatte. Langhaus (Jakob), Genealogie und Herkonimen der Grafen uon Habsburg bis auf Keyser Fer< din and I I I . mit kurzem Begriff, warumd König Albrecht Graf zu Habsburg von Herzog Johann zu Windisch erstochen worden und von Stiftung des Klosters Königsfelden aus altm Schriften und Iarzeiten zusammengetragen durch (Bern 464t. 4".). — Basler Beyträge zur uaterländ. Geschichte. 1830. IV. Bd. S. 1!>9—1l14: „Das Verhältniß Her, zcgs Johann zu König Albrecht und die Nrsachc des Königsmordes", von Nemigius Meyer. — <3s>i<7/:enie,'L, Zolseta. ^'ui'is st kiütoi-. IV, 1—160: „Os or^Qo st kisto- i'ia. areki-äulluni ^Nütriae IIn.dLbiii'Fi oomi- tum U8gus aä Vu3ua.n1 äsmpacLNLOin au- tkoi'g lwon^iiio Hoivstio" herzählt ausführlich Albrecht's I. Ermordung und die darauf gefolgte Blutrache). — 1^-, Zcri^toi-sä i-eruin ^.NLti-iacQi'Uin. I , 404, 867, 891 u. f., 903, 1229; I I , <53, 374 u. f., 406, 59'j, 741, 776 u. f., und die österreichische Reimchronik da- selbst I I I , 208, <>37, 707, 797, «03 u. f.. 841. — ^6)'/'<7ai/, (^6N6ll,I0Fia cliz>Iomaticg. au^Ulztas ^üntiä llkdädm-gioaL. I , 203 , 205. — Schmidt. Geschichte der Teutschen. VI I I , 178 u. f. — Mai lä th (Ioh. Graf). Geschichte des österr. Kaiserstaatcs (Hamburg 1830, Per« thes. 8".) I , 8ö. «12. 93. i)6. 97. Wa i l ä th hält sich in seiner Darstellung an jene in der
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Guadagni-Habsburg, Band 6
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Guadagni-Habsburg
Band
6
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1860
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
502
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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