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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6
Seite - 313 -
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Habsburg — Foseph 313 Habsburg — Joseph gerichtet); — „Briefe aus dem Himmel über die Freymaurer-Revolution in Wien" u. m. a Das Patent findet sich abgedruckt mit eine: Uebersicht der darüber erschienenen Schriften in Gräffer's „Iosephinische Curiosa", I Bdchn. S. 42 u.f. Ueber Hoffmann's obig. Schriftsiehe: Gräffer, Iosephinische Curiosa IV. Bdchn. S. 332.) — Gräffer (Franz) Iosephinische Curiosa. 117. Bdchn. S. 92— 142: „Details über das Frey Maurerwesen unter Kaiser Joseph"; — IV. Bdchn. S 415: „Verzeichniß sämmtlicher Maurerlogen welche 1786 zur großen Landesloge Wiens gehörten". — Joseph der Zweite. Beschützer des Freimaurer»Ordens, von A. Blumauer Wke: Carl August Sch immer , Kaiser Joseph der Zweite (Wien 1833. Dirnböck) S. verb. Aufl. S. 339). VIII. Kaiser Joseph'g Tod, Degräbniß u. dgl. m. l^ Die bei dieser Gelegenheit erschienenen Nekro- loge, Leichenreden u. dgl. m. sind schon unter den Biographien Nr. I aufgenommen.) Ueber Kaiser Joseph's Tod und Bestattung ins> besondere berichten: Neues Archiv für Geschichte, Staatenkunde u. s. w., herausg. von G. Megerle von Mühlfeld und Em. Th. Hohler (Wien, 4".) I. Jahrg. (1829), Nr. 3. 12,42, 48: „Lady Morgan als Reise« beschreiberin. Von I W. Ridler". sBerich' tigungen in Beziehung auf österreichisch» Italien; bei dieser Gelegenheit wird Kaiser Joseph's I I . Tod ausführlich geschildert.) — Gräffer (Franz), Ioscphinische Curiosa. I. Bdchn. S. 66—86: „Details über Jo- sephs I I . letzte Lebenstage und Bcgrabniß" loiele minder bekannte Einzelheiten enthal- tend); S. 168—176: „Joseph's I I . letzte Augenblicke, sein Charakterbild, . .. geschildert vom Prinzen de Ligne am 21. Februar 1790" ^dieses Charakterbild Joseph's ist dictirt von der geistreichen Beobachtungsgabe, dem staats» mannischen Geiste und der rührenden Liebe dieses letzten Ritters der Neuzeit, Prinz de Ligne); — I I . Bdchn. S. 197 u. f.: „Jo- seph's I I . eigenhändiges Testament und Co- dicill" ^unmittelbar nach des Kaisers Hand« schrift diplomatisch getreu (mit Beibehaltung der Orthographie) zum ersten Male veröffent- licht. Es ist vom 28. April 1789 datirt). — Interessant ist die Leichenrede eines Geistlichen auf den Kaiser; der Redner sprach im Tone der Zuversicht folgende Worte: „Joseph der Zweite, der erste Deutsche, ist todt! Er starb am^U. Februar 1790 um 3 Uhr Morgens, und seine Seele fuhr gerade in den Himmel; dafür stehe ich als ein alter, im Dienste grau gewor- dener Priester. Nun Neider, Unzufriedene, Empörer! seid ihr zufrieden? Sind euere Wünsche nun erfüllt? oder fehlt euch noch etwas? Je nun, so hebt Steine auf und werft sie dem guten Joseph, euerem Wohlthäter, auf's Grab .. . Ich rathe euch, bei Gelegen» heit dieser traurigen Feierlichkeit zu beten, aber nicht für Joseph's Seele, sondern für euch, damit euch Gott euere Sünden vergebe, und bittet an Joseph's Grab, damit er, der Selige, für euch zu Gott betet, auf daß ihr einst, wie Joseph, sterbenmöget. Amen!" IX. Anekdotisches aus Zoseph's Leben; einzelne Lebenslage: a) Scldstständige Schriften. Auf Vollständigkeit kann das Folgende nicht Anspruch machen, aber wohl gibt es alle wichtigen Behelfe an, um einen möglichst vollständigen Coder einzelner Lcbcnsmomente dieses großen Fürsten, ein Oesterreichs eben so würdiges, als zeit» gemäßes Denkmal, herzustellen. Joseph's Leben in Anekdoten volksthümlich zu machen beruht auf gleichen Motiven, wie bei Friedrich I I . und Napoleon I. Mag bei jedem derselben Einzel- nes, ja Vieles erfunden sein — doch ist dieß vor> herrschend nur bei Napoleon der Fall, dessen mi« litärische Gloriole einen eigenthümlichen Zauber ausübt auf die französischen Wickeoe's und Gund< ling's — so zeigt es doch deutlich, wie jeder dieser Fürsten mit den Erinnerungen seines Volkes innig verwachsen ist, wie das Volk sich seinen Helden, der aber auch sein liebster Liebling ist, ausmalt, und eben dadurch, daß es ihn mit allem denkbaren anekdotischen Flitter aus« schmückt, dieselbe Wirkung hervorbringen will, die man bei Heiligenbildern zu erzielen glaubt, wenn man sie mit Opfergaben aller Art behängt. Was die vorhandenen Sammlungen Iosephi» nischer Anekdoten betrifft, so gehören zum größe- ren Theile viele seiner Biographien dazu, auf deren bibliographische Zusammenstellung (unter I a) und d): Biographien und Biographisches, S. 305 und 308) hingewiesen wird. Was die noch ungesammelten, für die große Lescwelt eigentlich nicht eristirenden Anekdoten Iose pH's betrifft, so zerfallen dieselben in zwei Kategorien. In die eine gehören diejenigen, welche sich in Werken befinden, die des Helden Person mehr oder weniger unmittelbar betreffen, ohne den Titel „Anekdoten" oder „Lebensgeschichte" zu führen. In die zweite Gattung gehören wieder solche, die in den verschiedenartigsten Werken, als in Memoiren. Biographien, Briefsamm» lungen, Reisebeschreibungen, Geschichtswerken einzelner Völker, Lander und Oertlichkeiten in
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Guadagni-Habsburg, Band 6
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Guadagni-Habsburg
Band
6
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1860
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
502
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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