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Habsburg — Joseph 314 Habsburg — Joseph
periodischen Schriften, endlich in der vermisch,
ten Literatur, und dort und da vorkommen, wo
nian dergleichen oft gar nicht zu vermuthen
pflegt. Auf diese letzteren Schriften wurde in der
folgenden Darstellung, als das am schwersten
Aufzufindende, besondere RĂĽcksicht genommen.
Jedoch muĂź bemerkt werden, d'aĂź es nur ein
Versuch war, eben das weniger Bekannte aufzu-
zeichnen, welcher aber bei dem Zwecke dieses
Lexikons und bei der Unzulänglichkeit des Mate-
rials in den engsten Grenzen gehalten werden
muĂźte. Wohl aber war ich bedacht, eine reiche
Literatur jener Werke zusammenzustellen, welche
die Person des groĂźen Kaisers unmittelbar
betreffen. FĂĽr Jenen, welcher etwa an eine
selbstständige literarische, den Kaiser Joseph
betreffende Arbeit nach dieser Richtung zu
schreiten die Absicht hätte, mögen nun noch jene
Werke angemerkt werden, die er bei seiner Arbeit
zuvörderst benutzen müßte: 1) Verzeichniß der
in Wien erschienenen Brochüren. Erste Samm»
lung (Wien 1782); der ungenannte Heraus-
geber dieser leider nicht fortgesetzten Biblio«
graphie ist Gcusau; — 2) (Nikolai 's)
deutsche Bibliothek; eigene Rubrik: Wiener-
schriften in der ersten Hälfte der 80ger Jahre; —
3) Allgemeines Repertorium der Literatur fĂĽr
1735-1800. 12 Bde. (Ima und Weimar. 4".)
von Ersch, und zwar in nachstehenden Sectio-
nen: Quinquennium 1785—1790, Bd. I I ,
zweite Hälfte, XI I I , Nr. 4183; Quinquennium
1791—1795, Vd. I I , zweite Hälfte, XI I I , Nr.
4297 u. f.; Quinquennium 1796—1800, Band
I I , zweite Hälfte. X I I I , Nr. 2534 u. f.; —
4) Das Sachregister zum K ay ser'schen Bücher»
lerikon (Leipzig 1838, 4°.). Daß bei Ausführung
dieser durchaus nicht leichten Arbeit auch auf
Alles Bedacht genommen werden muĂźte, was die
Literatur über Joseph's große Mutter enthält,
versteht sich von selbst. Nun mögen hier. die
vorzüglichsten selbstständigen Schriften folgen.-
Anekdoten und CharakterzĂĽge aus dem Leben
Ioseph's I I . 2 StĂĽcke (Leipzig 1789, Geisler,
8".). — Anekdoten und Charakterzüge Kai»
ser Joseph's I I . , nebst einer Skizze seines
Lebens. 3 StĂĽcke (Ulm 1790, i?9l. Stettin,
8«.). — Bur i (Karl Ludwig Ysenburg v.).
Anekdoten aus dem Leben Joseph's I I .
4 StĂĽcke (Thal-Ehrenbreitstein 1790, Gehrci,
2. Aufl. 1?9l. 8v.). — D«couc?7-az< ^ . ^.>,
^.neoäotLL iQt6ro85»ntVS ot kistorihnes äs
I'illustre vo^azynr (^05eM II.) (I^iözs
1777, 8«.). — Geister (Ad.), Skizzen aus
dem Leben und Charakter Joseph's I I .
15 Thle. (Halle 1783—179l, Hendel, 80.). — Goether (Ibrahim), „Joseph der I I . im
Controleur«Gang oder: Allerley Scenen aus
der heutigen Regierung" (Wien 1782)^ Anek-
doten aus Kaiser Joseph's Leben, seine Ge-
spräche im Controleur-Gange; die Farbe der
Zeit ist gut getroffen). — Joseph d. I I . und
Friedrichd. I I . , nebst Anekdoten und Anmer»
kungen aus Beider Leben (Mannheim 1803,
Löffler,8".). — Kindleden (Chr. Wilh.), Zeit«
verkĂĽrzende Unterhaltungen aus Joseph's I I .
Leben (Halle 1782, 8".). — Eine Skizze aus
der Geschichte des Stammes von Habsburg in
dem Geschlechte Joseph's I I . (Wien 178i,
Kraus, 8".). — Schimmer (Carl August), Die
interessantesten AnekdotenvonKaiserI oseph I I .
Ereignisse und CharakterzĂĽge aus dem Leben Ăźes
unvergeĂźlichen Monarchen, nach den seltensten
und größtenthcils bisher unbekannten Quellen
bearbeitet. (Zweite vermehrte und verbesserte
Auflage) (Wien 1850, im Verlage von Matthäus
Kuppitsch's Witwe, V I und 332 S. kl. 8".)
l^ Gute Auswahl, enthält mitunter wenig Be-
kanntes, leider ohne Quellenangabe; S. 311—
332, einzelne charakteristische
Briefe des Kaisers).
lX. !>) Anekdotisches in Werken und Zeitschriften
zerstreut. Abend'Zeitung, redig. uon Theod.
Hell . 1819. Nr. 287—290. und Lesefrüchtc
vom Felde der neuesten Literatm von I . I . C.
Pappe (Hamburg 8«.) 1820, Bd. I, Stück
16 u. 17, S. 241 u. 26«: „Das glückliche Miß-
Verständniß. Anekdote aus Joseph's I I .
Leben". Von A. Müchler. — Biographie
des Hofschauspielers Lange. S. 72: „Aus dein
Leben des Kaisers Joseph stauch abgedruckt in:
„Illustrirte Familien «Blätter" (Wien, Verlag
von A. Wcnedikt, Druck von C. E. Elvert in
Leipzig, 4".) 1857, S. 192. — Die Biene
(Neutitscheiner Wochenblatt, kl. 4".) 1857,
Nr. 27 und 2k.. „Das glückliche Mißverständmß.
Anekdote aus Kaiser Joseph's I I . Leben". Von
Carl Mühlhcim. — Blätter für Musik.
Theater und Kunst, rcdig. von L, A. Zellner.
I I - Jahrg. (1836), Nr. 65: Der „Karlsschü-
ler", von Mor. B er mann Erzählt die Begeg-
nung des Kaisers Joseph mit Schil lcr in der
Militärakademie zu Stuttgart am 8. April 1777
(wie sie vielleicht hätte sein können aber'nichö
war)^. — Dieselben Nr. 66,67: „(ükautons,
c<N6di-on3 not,r<2 Nowo 1" Historische Gelegen«
heitsskizze von Moriz Bermann. — Der
Bote von der Egcr und Biela (Localblatt zu
Brüx in Böhmen, 4".) V I I I . Jahrg. (1853),
Nr. 81. 82, 83, 84: „Aus dem Leben Kaiser
Joseph's I I . " — Did a skalia. Blätter für
Geist u.s.w. (Frankfurt,^.)l836 Nr. 133-127,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Guadagni-Habsburg, Band 6
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Guadagni-Habsburg
- Band
- 6
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1860
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 502
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon